Antworten auf mir zugegangene Emails, Facebook-Nachrichten und Briefe (Stand 09.04.2014)

Absender:                  H. aus Neuburg
Codename:                Andy 27 04
Email  vom:                31. März 2014 20:58
Eingang hier am:       06. April 2014

Danke für den Ausdruck des Artikels bzgl. eines Mopeds, welches mit Wasser fährt. Derartige Artikel häufen sich in letzter Zeit immer mehr. Ich erhielt auch schon eine Mitteilung, dass ein ältere Dame sich ihren Rasenmäher auf Wasserbetrieb umbaute. Alles Fakten, die dafür sprechen, dass diese Technologie in verschiedenen Varianten immer mehr in den Vordergrund rückt. Leider aber sind die Justiz und deren Sachverständige nicht auf dem neuesten Stand der Technologie, sodass heutzutage immer noch Menschen ihrer Freiheit beraubt werden, die eine solche Technologie verbreiten wollen. Die Gründe hierfür brauche ich sicher nicht noch einmal zu benennen. Für alle interessierten User hier die Adresse der Website mit dem Titel: „Dieses Moped fährt mit Wasser”:

http.7/den kbonus.wordpress.com/2013/01/04/dieses-moped-fahrt-mit-wasser

Im Übrigen findet sich darin eine Anleitung, wie man seinen Motor selbst darauf einstellen kann. Der Bauplan ging von dem jungen Erfinder bereits an Wissenschaftler der Nationalen Universität von Asunción.

Absender:                   G.K. aus Kaltbrunn
Email vom:                  27. März 2014 20:33
Eingang hier am:        06. April 2014    

Hallo G., vielen Dank für die Zusendung der Beschwerde gem. Artikel 13 EMRK wegen eines Scheinbeschlusses. Es ist wirklich ein interessanter Fall, den Du hier in Verbindung mit unserem Fall bringst. Wenn ich es richtig verstehe, geht es in erster Linie darum, dass Richter es nicht für notwendig erachten, ihre Beschlüsse selbst zu unterschreiben und nicht bereit sind, sich öffentlich zu legitimieren. Das wirft logischerweise eine Menge Fragen auf. Für mich ist diese mir von Dir zugesandte umfangreiche Dokumentation ein weiterer Baustein dessen, was mich bzgl. der schon hier öfter angesprochenen BRD GmbH weiterbringt. Ich freue mich logischerweise über jede diesbezügliche Info, habe allerdings noch keinen einzigen Fall hier vorliegen, der mit dieser These zum Erfolg führte. Sollte ich mich da täuschen, dann würde ich mich riesig freuen, auch derartiges Material zugesandt zu bekommen. Also nochmals vielen Dank. Auch hier für alle interessierten User evtl. eine Möglichkeit den mir zugesandten Fall einzusehen. Geben Sie in Google folgenden Suchbegriff ein:

beschwerde-gem-artikel-13-emrk-wegen-scheinbeschluss-18-w-1166-13-anonymisiert. pdf

Absender:                   F.M. aus Obertshausen
Email vom:                  31. März 2014
Eingang hier am:        06. April 2014

Ihre Email will ich hier wiedergeben, da der Inhalt doch vieles von dem wiedergibt, was auch meinem Gedankengut entsprungen sein könnte:

„[...] ein Urteil in dieser Höhe hätte selbst ich nicht erwartet. Dieses Strafmaß hat nichts mit Recht oder Strafe zu tun, es ist absolute Willkür des amtierenden Gerichtes. Mit einem Gerichtsurteil wegen „Betruges” zur Entlastung und Absicherung der Machenschaften der Staatsanwaltschaft Nürnberg und damit der Bayerischen Staatsverantwortung war mit Sicherheit von vornherein zu rechnen. Eine Rechtsbeugung dieses Ausmaßes bzw. Auslegung der nicht vorhandenen Beweise zum Nachteil aller Geschädigten ist für mich nicht nachvollziehbar. Die „Urteile” haben weder einen Strafsinn noch einen erzieherischen Wert zur Besserung von Straftätern.

Die Begründung des Vorsitzenden Richters, Herrn Bernhard Germaschewski, über die Höhe des Strafmaßes von Ihnen als Haupttäter, schlägt allerdings dem Fass den Boden aus. Sie als „Messias der erneuerbaren Energien” zu bezeichnen und dafür das höchste Strafmaß wegen Uneinsichtigkeit zu verlangen, zeigt die wahren Hintergründe des gesamten Verfahrens. Es ging in diesem Verfahren nicht um den angelasteten „bandenmäßigen Betrug”, es ging um die Verhinderung der von Ihnen angestrebten Umsetzung einer neuen Technologie und damit auch zum Nachteil der vielen kleinen Eigentümer (von der Staatsanwaltschaft als Anleger diffamiert). Ich denke, man sollte sich die Namen aller Beteiligten merken, es kommt der Tag der Verantwortung und wenn es der Tag des „jüngsten Gerichtes” ist.

Leider sind Sie nicht der erste und sicherlich auch nicht der letzte, der unter Zuhilfenahme der Justiz von der „Macht” aus dem Verkehr gezogen wird. Eigentlich müssen Sie auf dieses Urteil stolz sein, immerhin wird damit Ihrer Person und Ihren Handlungen ein unwahrscheinlich gefährlicher Charakter für das System zugeordnet.

Meine Kontakte zu den Käufern der BHKWs, den eigentlich geschädigten Eigentümern der BHKWs, blieben unter meinen Erwartungen. Ich konnte diese leider nicht vom Diebstahl ihres Eigentums durch die Justizorgane der Staatsanwaltschaft Nürnberg überzeugen. Sicherlich tragen die eingeschalteten „juristisch” ausgebildeten Rechtsanwälte die Hauptschuld an dem Verlauf und am Urteil dieses Verfahrens und damit an dem Versagen des bayerischen bzw. deutschen Rechts. Sie sollten vor einer Revision gegen das U/teil eine Einigung über eine Ihrem Alter entsprechende Reduzierung der „Strafzeit” anstreben (z.B. bisherige gute Führung usw.). Sprechen Sie mit Ihrem Rechtsbeistand, welche alternativen Möglichkeiten bestehen. Die Chance auf ein „Recht” bei Revision ist für mich nicht erkennbar. [...]“

Ich nehme auch gerne Stellung zu diesem Schreiben: Ein derartig hohes Urteil musste man erwarten, zumal schon am ersten Verhandlungstag dieses Strafmaß gefordert wurde – und derjenige, der sich langjährig mit der Justiz in Nürnberg beschäftigt, der wusste, dass das ergangene Urteil schon im Voraus feststand. Es hätte ein Wunder geschehen müssen, wenn dem nicht so gewesen wäre. Selbst ein Richter a.D. der hier beim Landgericht tätig war, bestätigte diese Vorgehensweise. Außerdem hat sich die Justiz noch niemals bzgl. der von ihr verursachten Schäden, insbesondere bei großen Schäden, verantwortlich gezeichnet, zumal dies auch erhebliche Konsequenzen für sich selbst mit sich gebracht hätte. In unserem Falle war die Beweislage doch so, dass wir ausreichend Beweise vorlegen konnten, dass diese Technologie funktioniert. Ein Gericht braucht dann nur noch ein oder zwei Sachverständige, die diese These widerlegen und schon hat man einen vermeintlichen Beweis für das Gegenteil. Das war dann auch letztendlich der Grund für dieses Urteil. Dass weltweit diese Technologie schon fast zum Alltag gehört, wurde dabei vollkommen außer Acht gelassen, weil die weltweit angewandten Technologien offiziell rein gar nichts mit der GFE zu tun hatten. Für mich vollkommener Blödsinn, denn es war seitens der GFE immer gewährleistet, dass der Kunde sein von ihm bestelltes Produkt mit all den versprochenen Eigenschaften erhält. Darüber habe ich hier an dieser Stelle schon öfter geschrieben.

Wenn der Richter mich als „Messias der erneuerbaren Energien” anspricht, so empfinde ich dies zwar als Verhöhnung, komme dabei aber zum gleichen Schluss wie Sie. Es ging bei diesem Prozess eigentlich nie wirklich um die erneuerbaren Energien, vielmehr wurden wir, wenn die Sprache darauf kam, darauf hingewiesen, dass es hier nicht darum ginge, sondern lediglich um den Betrugsvorwurf. Das Problem, dass sich hier auftut, ist tatsächlich, dass ich als uneinsichtig gelte. Herr K., wenn ich all das, was ich zu meiner Verteidigung ins Feld brachte, nicht selbst erlebt und gesehen hätte, dann hätte das Gericht recht. Aber wie soll ich denn einsichtig sein und zugeben, dass die von uns angebotene Technologie nicht funktioniere, wenn ich genau diese Funktionstüchtigkeit mit eigenen Augen wahrnehmen konnte. Wenn ich mich in diesem Bereich dann als unschuldig betrachte, bin ich in den Augen des Gerichtes ein Uneinsichtiger – so einfach macht man sich das, was auch zur Folge hatte, dass man mich während der gesamten Untersuchungshaft, bis zur Verkündung eines Urteils, nicht wieder auf freien Fuß setzte. Ich sollte die ganze Härte der Justiz spüren. Normalerweise werden Straftäter so lange gebeugt, bis sie einsichtig werden und dann lässt sich die Justiz auf sogenannte „Deals” ein, was auch in unserem Falle bei einigen Mitbeschuldigten funktioniert hat, die irgendwann bereit waren, ein unwahres Teilgeständnis abzulegen. Diese Herren befinden sich derzeit auf freiem Fuß.

Ich will auch nicht verhehlen, dass ich sogar glaube, dass dem Gericht die Geschädigten eigentlich vollkommen egal sind. Mit Geschädigten hat sich das Justizpersonal täglich zu beschäftigen und irgendwann ist man dann völlig immun. Mitgefühl entsteht da schon lange nicht mehr. Und wenn diese Geschädigten dann auch noch durch die Justiz selbst zu Schaden kommen, umso mehr ist das ein Grund hierfür andere verantwortlich zu machen, um über die eigenen Fehlhandlungen hinweg zu täuschen. Man muss sich nur mal vorstellen, was passiert wäre, wenn wir hier alle frei gesprochen worden wären. Damit hätte sich die Justiz nicht nur selbst bloßgestellt, nein sie hätte damit auch bestätigt, dass die Schuld der Schädigungen bei den Staatsanwälten und der beteiligten Richter liegt. Schon alleine aus diesem Grund war mit einem Freispruch niemals zu rechnen.

Inwiefern da höhere „Mächte” mit im Spiel waren, das vermag ich nicht zu sagen, wobei der Verdacht doch sehr nahe liegt. Wen dem so sein sollte, dann stellt sich immer noch die Frage, ob dieser Lobbyismus bis zum BGH (Bundesgerichtshof) Einzug hielt. Auch darüber bin ich mir nicht im Klaren. Es wird sich wohl auch nie beweisen lassen – zumindest befürchte ich das. Auch die Höhe des über mich ausgesprochenen Urteils lässt diese Rückschlüsse zu. Ich selbst würde mich mittlerweile nicht mehr als gefährlich einstufen, zumal ich bereits öffentlich bekundet habe, dass ich mit Sicherheit keine weiteren Produkte aus dem Bereich der erneuerbaren und alternativen Energieerzeugungstechniken auf den Markt bringen werde. Aber bis zur Urteilsverkündung musste man seitens des Gerichtes davon ausgehen, dass ich mich diesbezüglich erneut engagiere und einbringen werde.

Wenn ich nun den Bereich der erneuerbaren Energien betrachte, so haben wir nur vermeintlich eine Schlacht verloren, nicht den Krieg. Allerdings habe ich für mich entschieden, dass ich nach dieser Schlacht, die durch die Revisionsmöglichkeit eine zweite Chance erhält, mich aus diesem Krieg zurückziehe. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man mich dann als Deserteur betrachtet. Ich sehe nur die wirklichen Gegebenheiten: In diesem Krieg stehen sinnbildlich viele unbewaffnete Idealisten einem riesigen bewaffneten Heer gegenüber. Natürlich wissen wir alle, dass dieses Heer nur den macht- und profitgierigen Politikern und Wirtschaftsbossen Folge leisten. Und diese verfügen über Verbindungen, die der Einzelne nicht imstande ist zu überwinden.

Das Einzige was ich mir in diesem Bereich noch vorstellen kann, ist eine Beratertätigkeit, damit Menschen, die ähnliches planen, nicht die gleichen Fehler begehen, wie ich sie in meiner Naivität begangen habe. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Meine Naivität war darin begründet, dass ich mir niemals, selbst nicht im Traum, hätte vorstellen können, dass ein ordentlicher Geschäftsbetrieb mit mehreren tausend fest angestellten und freiberuflichen Mitarbeitern, seitens des deutschen Staates und nur aufgrund eines Verdachtes, dem Erdboden gleichgemacht wird. Es ist mittlerweile wirklich schon so weit, dass ich an die Rechtsmäßigkeit dieses Systems nicht mehr glaube.

Weiterkämpfen werde ich sicher nach wie vor für die Gerechtigkeit. Hier den Kopf in den Sand zu stecken wäre mehr als fatal, denn hier geht es nicht nur um die Existenz, sondern oft auch um das Leben einzelner Mitmenschen. Das mussten meine geliebte Ehefrau und ich am eigenen Leibe spüren. Nach meiner Haft werde ich diesbezüglich sicher Informationen verbreiten, die diesem Rechtssystem nicht schmecken werden. Selbst zu einer politischen Talkshow wurde ich schon eingeladen. Und ich bin ein Mensch, wenn man mich zu Wort bittet, der sicher nicht die Klappe hält, sondern das ausspricht, was er wirklich erlebt, gefühlt und erlitten hat. Und das ist, was die Justiz angeht, schon mehr als ungerecht und grausam. Es wird eine Offenbarung des Justizsystems der Bundesrepublik Deutschland sein – das kann ich Ihnen versichern.

Was die Käufer der BHKWs angeht, so will ich hier nochmals zum Ausdruck bringen, dass ich womöglich auch nicht anders gehandelt hätte als viele dieser Geschädigten. Diesem Personenkreis ging es nach unserer staatlich angeordneten Vernichtung doch nur darum, sich so weit wie möglich schadlos zu halten. Aber Sie haben recht, Herr K., die meisten derer haben vergessen, dass sie bei der GFE keine Anlage tätigten, sondern sich lediglich ein BHKW mit besonderen Eigenschaften kauften. Es waren auf dem Betriebsgelände, auf diversen Standorten, in den Häfen Nürnberg und Hamburg ausreichend BHKWs vorhanden, um dem Großteil der Geschädigten ihr Eigentum zurück zu geben. Für ca. 1.000 Geschädigte von ca. 1.400 hätte kurzfristig seitens des Insolvenzverwalters, wenn er denn seine Aufgabe richtig ausgeführt hätte, ein BHKW zur Verfügung gestanden. Der eingezahlte Kaufpreis der restlichen 400 Geschädigte war noch auf den Konten der GFE-Group vorhanden. Es wäre also kein großer Schaden entstanden. Jetzt will ich allerdings dem Insolvenzverwalter nicht zu nahe treten, denn er wurde in vielen Bereichen nicht ausreichend von der Staatsanwaltschaft informiert. Ich will hier nur die Zuordnungslisten, die die GFE führte, benennen, woraus ersichtlich ist, welches BHKW im Eigentum welches Kunden steht. In diesem Zusammenhang darf ich noch einmal kurz aus meinem Prozess-Tagebuch (19. Verhandlungstag) zitieren, was die Vernehmung der beiden Insolvenzverwalter RA Raab und RA König vor Gericht angeht:

„Heute warder Tag der Insolvenzverwalter. Der Insolvenzverwalter RA Herr Hans Raab (zuständig für die GFE – Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien mbH) berichtete über seine Tätigkeit, soweit er dies aufgrund seiner Unterlagen nachweisen konnte. In seinen Ausführungen war häufig zu hören, dass er über das ein oder andere seitens der Staatsanwaltschaft und des Gerichts nicht informiert war. Einen Insolvenzantrag musste er stellen, It. eigenen Aussagen, weil er über keinerlei Unterlagen (diese wurden seitens der Staatsanwaltschaft am 30.11.2010 beschlagnahmt), keinerlei finanzielle Mittel (diese wurden ebenfalls im November 2010 seitens der Justiz blockiert) verfügte. Die Mitarbeiter der GFE-Group irrten „führungslos” umher, da die Führungskräfte allesamt am 30.11.2010 inhaftiert wurden. Herr Raab äußerte sich in der Form, dass er gerne den Geschäftsbetrieb hätte weiterlaufen lassen, was jedoch aus den vorgenannten Gründen nicht möglich war. Herr Raab wurde von 09.15 h bis 12.05 h gehört und befragt. U.a. bat er auch darum, die RSW Steuerberatungsgesellschaft mbH (Steuerberater der GFE-Group) von der Verschwiegenheitspflicht zu entbinden.

Von 13.05 h bis um 15.10 h wurde der Insolvenzverwalter RA Herr Jochen König (GFE Production GmbH + GFE Energy AG) gehört und befragt. Im Großen und Ganzen waren ähnliche Worte von ihm zu hören wie bereits zuvor von Herrn Raab. U.a. berichtete Herr König von drei Einbrüchen in die Produktionshalle, die in der Zeit von Juni bis November 2011 stattfanden. Dabei wurden u.a. die in der Halle befindlichen Motoren (BHKWs) zerstört, indem man Zucker in die Tanks füllte. Er berichtete (wie zuvor Herr Raab), dass die GFE-Group zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung über mindestens 131 Container verfügte, wobei die im Hamburger Hafen angelieferten 100 Container noch nicht eingerechnet seien. Außerdem sollen sich im Nürnberger Hafen weitere 20 Container befinden bzw. befunden haben, was noch ermittelt werden müsse. Unterm Strich wären also 251 Container im Besitz der GFE-Group. Meines Erachtens hört sich das schon ganz anders an, als alles was die Staatsanwaltschaft bzgl. dieser Anzahl veröffentlichte. Diese sprach immer nur von einer kleinen Anzahl von Containern.

Im Übrigen gaben beide Insolvenzverwalter auch an, dass sie nur vom „Hörensagen” davon Kenntnis hatten, dass unter den einzelnen Gesellschaften der GFE-Group Verträge konzipiert wurden. Die Insolvenzverwalter wurden seitens der Justiz nicht darüber in Kenntnis gesetzt, dass diese Verträge bereits in mündlicher Form ihre Gültigkeit hatten. (Der Staatsanwaltschaft lagen diese Verträge bereits als Entwurf in schriftlicher Form vor.) So wurden die Insolvenzverwalter auch erst zu einem späteren Zeitpunkt seitens der Staatsanwaltschaft über die Eigentumsverhältnisse der Motoren und Container informiert. Immerhin sind die in den Containern und auf dem Betriebsgelände befindlichen BHKWS Eigentum der GFE-Kunden.

Meine Frage an Insolvenzverwalter RA Herr Hans Raab war folgende: Haben Sie mit den anderen Insolvenzverwaltern der einzelnen Gesellschaften der GFE-Group, auch mit Herrn RA Herr Jochen König, eine gemeinsame Gesellschaft bzw. eine Bürogemeinschaft? Diese Frage wurde mit Ja beantwortet.

Hier bedarf es sicher keiner weiteren Worte. Erschütternd ist allerdings, auch die von Ihnen angesprochene Tatsache, dass sich Zivilanwälte dies sich zu Nutze machten und die angeblich von der GFE geschädigten Kunden massenhaft anschrieben, ihnen Rechtsbeistand für Forderungen gegen die GFE zur Verfügung zu stehen. Allesamt gingen diese Rechtsanwälte den Weg des geringsten Widerstands. Aufgrund der Anklage konnte es scheinbar nur einen Verursacher des Schadens geben und dieser war bei der GFE zu finden. Obwohl alle Anwälte aufgrund ihrer „juristischen” Ausbildung hätte erkennen müssen, dass es sich hier nicht um eine Finanzanlage, sondern um ein ganz natürliches Handelsgeschäft handelte, ließ man die Mandanten in dem Glauben, sie wären von der GFE betrogen worden. Ich behaupte einfach, hier ging es den Anwälten nur um den Profit, denn Fakt war zu diesem Zeitpunkt schon, dass der Geschädigte seinen Kaufpreis bereits bezahlt hatte und auf der anderen Seite wurden die Kunden zum größten Teil mit den von ihnen erworbenen BHKWs schon beliefert. Der Lieferort wurde von allen Käufern mit GFE-Nürnberg angegeben, das sie das gekaufte Handelsgut dorthin verpachteten. Nach dem unrechtmäßig eröffnetem Konkurs der GFE hätte ein jeder Käufer sein Produkt zurückfordern können, zumal er keine Pachtzahlungen mehr erhielt. Warum also hat ein Großteil der Geschädigten nun den Kaufpreis zurück gefordert – aus einem bis dahin für alle Seiten regulären und erfolgreich abgeschlossenen Kaufvertrag, ohne irgendwelche Beanstandungen? Bei einem Anwalt, das ist aus den Ermittlungsakten relativ leicht zu errechnen, ist mir bekannt, dass er mit dieser Taktik mehrere Millionen € durch seine Mandanten verdient hat. Meines Erachtens leicht verdientes Geld für die Anfertigung ein paar weniger Serienbriefe auf Kosten der dadurch nochmals Geschädigten. Allerdings hat kein einziger Mandant nur einen einzigen Cent als Schadensersatz erhalten. Aber das ist rechtens.

Was Ihren Vorschlag angeht, ich solle zur Reduzierung meiner Strafzeit eine Einigung erzielen, denn Sie würden bei der Revision auch keine Chance sehen – dem kann ich nicht ganz folgen. Wie ich das sehe ist durch die Revision das Urteil erstmal nicht rechtskräftig, was unterm Strich bedeutet, dass ich mich nach wie vor in U-Haft befinde. Mittlerweile sind das schon 3 Jahre und 4 Monate und bis zu einer Revisionsentscheidung des BGH wird daraus dann ganz schnell eine U-Haft von fast 5 Jahren. Hätte ich mich für schuldig erklärt, dann wäre ich jetzt Strafgefangener und würde höchstwahrscheinlich in die JVA Bayreuth verlegt. Dort verfährt man in der Regel mit Wirtschaftssträflingen so, dass man ihnen, bei guter Führung, Halbstrafe gewährt, was bedeuten würde, dass ich schon heute Hafterleichterungen in Form von Freigängen hätte. Selbst bei einer 2/3-Lösung würde das bedeuten, dass ich nach 4 Jahren und 6 Monaten Haft in diesen Genuss kommen würde. Da ich aber unschuldig bin und deshalb kein Schuldanerkenntnis abgebe, werde ich nun weitaus härter bestraft, so dass einer vorläufigen Aufhebung des Haftbefehls bis zur Revisionsentscheidung doch nichts mehr im Wege stehen dürfte. Insofern wurde zwischenzeitlich von meinem Anwalt schon Haftbeschwerde eingelegt.

Herr K., es könnte also möglich sein, dass ich früher als erwartet, auf Ihre Einladung in die „sächsische Schweiz” eingehe, mich würde das riesig freuen. Nochmals vielen Dank für Ihr Schreiben – es könnte sein, dass wir uns bald sehen.

Absender:                  M.St. aus dem Raum Passau
Facebook vom:         01. April 2014
Eingang hier am:       06. April 2014

Schön, dass Du Dich mal wieder meldest – ich habe mich gefreut und war dennoch sehr verwundert, da ich so lange nichts mehr von Dir hörte. Wie es mir nach dem Urteil geht, das kannst Du dieser Website entnehmen. Sicher geht es jedem Einzelnen da „draußen” besser. Nach wie vor befinde ich mich in der JVA Nürnberg im Haus D. Daran hat sich im Laufe der Zeit nichts mehr getan. Das Einzige, was sich verändert hat, ist dass ich hier in der JVA arbeitslos bin, da ich mit der über mich verhängten Strafe von 9 Jahren als erhöhtes Sicherheitsrisiko gelte. Ich darf keine Tätigkeiten mehr ausüben, da ich dadurch Kontakte weit über meine Zelle knüpfen könnte.

Es freut mich, dass Du wieder Fuß gefasst hast und nun Dein Familienleben intensiv genießen kannst. Sieh zu, dass dies auch auf Dauer so bleibt. Ich verspreche Dir, ich lasse sicher meinen Kopf nicht hängen und Du hast mich auch richtig eingeschätzt: Ich habe das Urteil nicht akzeptiert und gehe nun in die zweite Runde. Also Junge, halte die Ohren steif und passe auf Dich auf.

Und wie beim letzten Mal grüße ich Sie/Euch in der Erwartung weiterer Zuschriften.
Ihr Horst Kirsten

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