Antworten auf mir zugegangene Emails, Facebook-Nachrichten und Briefe (Stand 16.01.2014)

Liebe Freunde, User und Mitstreiter,

zuerst möchte ich mich bei Euch allen für die Treue im letzten Jahr 2013 bedanken. Ich muss wirklich zugeben, dass ich diese lange Haftzeit ohne Euch nicht in dieser Form durchgestanden hätte. Die vielen Zuschriften haben mich immer wieder aufs Neue aufgebaut. In Anlehnung an einen Ausspruch von Albert Einstein möchte ich meinen Dank wie folgt zum Ausdruck bringen:

Ich halte mir Tag für Tag hundertmal vor Augen,
dass sich mein Tun und Trachten nach Gerechtigkeit,
auf die Zuschriften vieler Freunde und Mitstreiter stützt und
dass ich mich sehr anstrengen muss,
um genau so viel zu geben, wie ich empfangen habe.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes 2014, auf dass dieses Jahr für uns alle ein erfolgreicheres wird. Nun zu den Zuschriften, die mich noch im letzten Jahr erreichten:

Absender:                   D.M. aus Ederheim
Betreff:                        Verfahrensdauer
Email vom:                  15. Dezember 2013 02:13
Eingang hier am:         30. Dezember 2013

Vielen Dank für Deine Zuschrift. Ich gebe Dir vollkommen Recht. Es ist wirklich eine Farce, dass dieser Prozess immer noch nicht zu einem Abschluss kam. Die Verschleppung des Prozesses schreit mehr als zum Himmel. Du schreibst, dass Du nach nun schon 36 Monaten zu dem Ergebnis kommst, dass hier in Nürnberg die Justiz nicht nur taub, sondern auch blind sein muss. Was dieses Problematik angeht, so habe ich mich schon des Öfteren darüber ausgelassen, insbesondere in meiner letzten Stellungnahme, die Du hier auf dieser Website findest. Für Dich ist die Sache klar wie Kloßbrühe. Lieber D., für mich auch und ich bin mir sicher auch für jeden, der diesen Prozess und dessen Entstehungsgeschichte verfolgt. Es ist doch mittlerweile schon gar nicht mehr anders möglich, dass man am Ende ein Bauern-Opfer für die Unzulänglichkeiten der Justiz nachweisen muss. All die jahrelange sinnlose Ermittlungsarbeit und der Riesenaufwand, der hier seitens der Justiz betrieben wurde, würde sich ohne ein Bauern-Opfer überhaupt nicht mehr rechtfertigen. Das Tragische daran ist für mich der Umstand, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit das Bauern-Opfer darstelle.

Wer diesen Fall von A-Z studiert, der wird immer auf den Nenner kommen, dass gleich zu Beginn eine Vorverurteilung stattgefunden hat, von der man bis zum heutigen Tage nicht abgewichen ist. Ohne diese Vorverurteilung hätte man am 30.11.2010 seitens der Staatsanwaltschaft dafür Sorge getragen, dass der Geschäftsbetrieb der GFE-Group weitergeführt werden kann und man hätte die Firmengruppe nicht mit aller Gewalt in einen unnötigen, irrsinnigen Konkurs geführt. Hätte sich die Staatsanwaltschaft aufgrund des damals bestehenden Verdachtes, aufgrund einer Anzeige eines cholerischen Vermittlers, an diese Vorgaben gehalten, dann gäbe es bis zum heutigen Tage keinen einzigen Geschädigten und schon mehrere tausend in Betrieb befindliche BHKWs. Von sauberer Ermittlungsarbeit kann hier überhaupt keine Rede sein.

Weiter ist mir schon des Öfteren aufgefallen, dass seitens dieser Staatsanwaltschaft überhaupt kein oder ein nur sehr geringes Wirtschaftswissen vorhanden ist. Und von solchen Menschen wird man dann in eine derartige Situation verbracht. Wenn es hier nur um eine Person gehen würde, dann würde man ja noch sagen können, dass es sich um eine fahrlässige Vorgehensweise handelt. Aber das lässt sich nicht mehr argumentieren, wenn es um tausend Geschädigte geht, die dadurch zum großen Teil ihre Existenz verloren haben. Uns bleibt erstmal nichts anderes als abzuwarten, was die nächsten Wochen bringen, denn ich rechne jetzt damit, dass das Gericht, nachdem es alle Zeugen und „Sachverständigen gehört hat, die es hören wollte, zu einem schnellen Ende kommen will. Allein an der Ablehnung meiner vielen Beweisanträge ist dies zu erkennen.

An was Du oder ich zukünftig noch glauben sollen, bleibt wirklich abzuwarten. Die Justiz wird es mit Sicherheit nicht sein. Ach ja, noch etwas: Du schreibst, dass es schon an ein Wunder grenzt, dass ich noch kein posttraumatisches Belastungsstörungssyndrom habe und das ich doch mal beantragen solle, mich von einem Traumata-Psychologen begutachten zu lassen, der mir dann meine seelischen Verletzungen dokumentieren soll. Um ehrlich zu sein, es ist wirklich nicht einfach. Zum einen die Haftzeit an sich und zum zweiten sich in dieser Situation um die Verteidigung zu kümmern. Dieser Einsatz fordert sicher seinen Tribut.

Allerdings  bin  ich  aufgrund  meiner Ausbildung  in  der  Lage,  mich  dieser  besch… Lebenssituation anzupassen und mir immer wieder neue Impulse zu holen, die mich an dem allem nicht verzweifeln lassen. Ich gebe aber auch zu, dass ich oft kurz davor stand. Immerhin bin auch ich kein Übermensch. Ich habe eine Befürchtung, wobei ich hoffe, dass diese niemals eintreten wird. Ein Trauma könnte dann bei mir eintreten, wenn ich irgendwann wieder draußen bin und die Freiheit wieder habe. Gerade in Phasen der Ruhe kann Derartiges eintreten. Aber auch dagegen werde ich mein Bestes tun. Meine geliebte Frau wird mir da ganz sicher eine große Stütze sein, und das, obwohl sie selbst trotz Unschuld mehr als zwei Jahre in Haft verbringen musste. Wir werden uns gegenseitig stützen und die Freiheit genießen. Wir werden uns beide nicht vor unserem Spiegel verstecken müssen – und das dürfte uns Kraft und Energie für unser zukünftiges Leben geben. Im Übrigen habe ich nicht das dritte, sondern bereits das vierte Weihnachtsfest hier verbracht. Insofern, weil der Mensch ein „Gewohnheitstier” ist, überkam mich an den Feiertagen keine große Krise mehr. Ich habe gelernt damit fertig zu werden. Sei versichert, ich werde meine Kraft und meine Energie so weit es mir möglich ist, erhalten, denn ich denke da genauso wie Du: Sonst wäre alles umsonst gewesen.

Absender:                   A.N. aus Denkendorf
Betreff:                       Presse
Email vom:                 14. Dezember 2013 21:45
Eingang hier am:        30. Dezember 2013

Ich darf sicher zuerst Ihre kurze, prägnante Email zitieren:

[...] Ich habe mir soeben erlaubt, einen mir bekannten Femsehreporter, einen mir bekannten Bundestagsabgeordneten der Linken, und dem Netzwerk Whistleblower, auf den Prozess aufmerksam zu machen. Whistleblower hat auch im Fall Mollath kräftig berichtet. Ich hoffe auf den ein oder anderen Erfolg. [...]“

Herr N., dafür bin ich Ihnen sehr dankbar. In meinen letzten Stellungnahmen bat ich darum, dass so viele Menschen wie irgend möglich sich an der Verbreitung meiner Website beteiligen sollen. Letzten Endes wäre ein Erfolg meinerseits auch ein Erfolg für die Energiewende der Bundesrepublik Deutschland und damit ein Erfolg für jeden einzelnen Bürger. Aber leider scheint das Thema noch nicht so interessant zu sein, dass sich da viele Mitmenschen finden lassen um eine Verbesserung der derzeitigen Situation auf dem Energiemarkt herbei zu führen. Nun hoffe ich mit Ihnen, dass Sie mit der Kontaktaufnahme der o.a. Personen bzw. Institutionen mehr Glück haben. Ich kann Ihnen auch versichern, dass ich jedwedem, der sich mit dieser Thematik befasst, für Fragen zur Verfügung stehe. Ich habe nämlich nichts zu verheimlichen und kann mittlerweile von Fakten sprechen, die nicht widerlegbar sind. Eine Bitte habe ich jedoch noch an Sie: Ich kenne das Netzwerk Whistleblower nicht. Wären Sie bitte so nett, mir diesbezügliche Informationen zukommen zu lassen? Dafür schon vielen Dank im Voraus und auch ein großes Dankeschön für Ihren Einsatz.

Absender:                   P.3.G. aus Biederitz
Codename:                 Recht-Konsulent
Betreff:                        Kontakt
Email vom:                  11. Dezember 2013 17:04
Eingang hier am:         30. Dezember 2013

Meines Wissens waren wir schon vor einigen Jahren per-DU. Ja, R, ich bin der, den Du aus Saalfeld kanntest. Wir haben tatsächlich damals im Vertrieb gearbeitet, wobei wir uns nach geraumer Zeit aus den Augen verloren haben. Wäre schön, wenn Du Dich über diesen Weg wieder einmal melden würdest. Du kannst gerne alle grüßen, die uns aus dieser gemeinsamen Zeit noch kennen. Leider sind mir da viele Adressen verloren gegangen. Es würde mich auch sehr interessieren, welchen Weg Du eingeschlagen hast und wie es Dir nun geht. Ich finde es schön, dass Du Dich gemeldet hast. Lass wieder von Dir hören.

Absender:                   H.M.
Betreff:                        Hallo Herr Kirsten
Email vom:                  06. Dezember 2013 10:09
Eingang hier am:         30. Dezember 2013

Im Nachtrag Ihrer Email vom 27. November 2013 12:46 erhielt ich nun die hier erwähnte Email. Darin baten Sie mich, mir Gedanken darüber zu machen, wie wir es anstellen würden, dass alle Leute, die mir schreiben, untereinander Kontakt herstellen können. Diesen Gedanken hatte ich auch schon, aber da gibt es Einiges zu bedenken. Zum einen ist es sicher nicht jedem recht, namentlich bekannt zu werden und zum zweiten will sicher der ein oder andere den Kontakt nicht zu allen, sondern nur zu mir aufrecht erhalten. Das sind Fakten, die ich voll und ganz nachvollziehen kann. Das Einzige, was ich Ihnen und evtl. anderen Gleichdenkenden anbieten kann ist, dass ich die Person anschreibe, mit der sie in Kontakt treten wollen. Dieser Person würde ich dann Ihre Email- oder Postadresse zuleiten, damit sie mit Ihnen in Verbindung treten kann. Das wäre dann eine individuelle Entscheidung. Auf der anderen Seite kann ich allen anbieten, die sich in Ihrer Email dementsprechend äußern, statt der Kürzel den vollen Namen und die Email-Adresse hier anzugeben. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis, denn ich will die Intimsphäre der Einzelnen nicht verletzen.

Im Übrigen habe ich mittlerweile einen Brief an Herrn Sürmeli in der Funktion als Hochkommissar für Menschenrechte und Präsident des Zentralrats Europäischer Bürger (ZEB) angeschrieben. Ich habe ihm die Situation auf 5 Seiten geschildert. Solche Schreiben habe ich schon des Öfteren an Politiker und andere hochgestellten Persönlichkeiten verschickt. Meist blieben diese Schreiben ohne Antwort. Es wäre evtl. hilfreich, wenn Sie Herrn Sürmeli nochmals an mein Schreiben vom 28.12.2013 erinnern würden. Dafür wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Absender:                   M.S. aus der Schweiz
Codename:                 Walhalla
Betreff:                        Kriegsgefangenenlager BRD
Email vom:                  03. Dezember 2013 22:19
Eingang hier am:         30. Dezember 2013

Herr S., anscheinend bin ich wirklich nicht über die von Ihnen erwähnten Gesetzesänderungen informiert. Ich darf Sie hier sicher zitieren:

„[...] Sollten Sie wirklich nicht über die Gesetzesänderungen der letzten Jahre und die Rechtslage (Admirality Law), die jetzt offensichtlich installiert wurde, Bescheid wissen? Wissen Sie wirklich nicht, dass Ihr zuständiger BRD-Richter eine unter Betreuung stehende Privatperson ist, wie Sie es auch sind? Man hat Sie auf Weisung von oben (Order de Mufti) aus dem verkehr gezogen. Übrigens ein Beweis dafür, dass Ihre Idee gut ist. [...]

Herr S., hier hätte ich gerne weitere Infos, denn das was Sie hier beschreiben klingt ähnlich wie Meldungen, die ich vor geraumer Zeit von mehreren Mitkämpfern erhielt. Es liest sich zumindest gleich. Man hat mir sogar schon einen Handelsregisterauszug des Landgerichts Nümberg-Fürth zukommen lassen, der bestätigt, dass es sich hier um eine private Einrichtung handelt. Ähnliches ist jedoch auch beim Finanzamt und der Bundesrepublik Deutschland zu verzeichnen, die beide als GmbH im Handelsregister eingetragen wurden. Wenn ich das alles richtig interpretiere, dann dürfte die BRD überhaupt keine hoheitlichen Aufgaben durchführen und mein Richter bzw. das ganze Landgericht wäre überhaupt nicht befugt, mich abzuurteilen. Das wäre aber im Umkehrschluss ein Paradoxum, denn dann müssten alle Urteile der letzten Jahre hinfällig werden und das ganze Staatssystem würde in sich zusammenfallen. Es mag sein, dass meine Überlegungen in diese Richtung komplett falsch sind, aber darin sehen Sie den Grund, weshalb ich mich mit dieser Thematik bisher nicht intensiv befassen konnte. Mir fehlen ganz einfach gesagt die gesetzlichen Grundlagen hierfür. Ich kann mich zwar auf einige Gesetzgebungen des Deutschen Reiches berufen (welche man mir über den Postweg zukommen ließ), aber letzten Endes würde ich mich aufs Glatteis begeben. Allerdings muss ich zugeben, dass derartige Zuschriften bisher immer aus Deutschland kamen. Sie sind der Erste, der mir diese Meldung aus einem anderen Land zukommen ließ.

Aber wie es auch sein mag: Es ist richtig, dass unsere Idee gut war und das sicher den Grund darstellt, weshalb so viele Menschen finanziell ruiniert wurden und ich mich dieser ewig lang andauernden Haft zu beugen habe. Von Recht und Gerechtigkeit ist hier keine Rede und man ist seitens des Gerichts auch nicht gewillt, der Wahrheit nahe zu treten. Da ich über kein Internet verfügen darf, fehlt mir der Zugang zu allgemein zugänglichen Informationsquellen, die man mir als Bürger der Bundesrepublik Deutschland im Grundgesetz Art. 5 Abs. 1 zugesichert hat. Ich war zwar der Meinung, dass ich bis zu einem Urteil als unschuldig geltender Bürger zu behandeln sei – aber davon sind wir weit entfernt, womit dann auch die Art. 1, Abs. 1 und Art. 2, Abs. 2 S. 2 in gröbster Weise verletzt werden. Ich könnte noch viele Artikel des Grundgesetzes benennen, gegen die hier offensichtlich verstoßen wird. Um ehrlich zu sein, mein Vertrauen in diesen sogenannten Rechtsstaat ist wohl für alle Zeiten verloren gegangen. Man müsste sich mit diesem Thema überhaupt nicht auseinandersetzen, wenn die Bundesrepublik Deutschland ihren Aufgaben im Sinne eines wirklichen Rechtsstaates nachkommen würde. Sie zwingt einen schon fast dazu, sich über die wirklichen Geschehnisse nach dem Krieg zu befassen. Auf Aktionen folgen Reaktionen.

Dank sagen möchte ich auch allen, die mir so zahlreich Weihnachts- und Neujahrswünsche übermittelten. Da ich so wahnsinnig viele Karten erhielt, bitte ich um Verständnis, dass ich diese nicht beantworten kann. Seien Sie aber versichert, dass ich mich jedem zukünftig eingehendem Brief wieder persönlich widmen werde.

Herr G.B. aus Spanien:         

Es ist auch mein Wunsch, dass wir uns bald persönlich kennen lernen sollten. Ein besonderer Dank auch für die spanischen Briefmarken. Damit dürfte der nächste Brief an Dich sicher gestellt sein.

Herr P.M. aus München:      

Nein, es gibt nichts Neues hier im Knast. Es freut mich, dass Du als ehemaliger jugendlicher Mithäftling als einer von wenigen den Entschluss gefasst hast, hier nie wieder rein zu kommen und jetzt Dein Abi in München nachholst. Ich wünsche Dir viel Erfolg und ich will Dich hier nie wieder sehen. Konzentriere Dich auf Dich selbst.

Herr H.W. aus Laufach:         

Mein Engagement in Sachen „freier Energie” ist für mich zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Mit Hilfe Gottes werden meine Bemühungen nicht erfolglos bleiben. Ich vertraue auf seine Hilfe.

Herr M.S. aus Fürth:              

Du stehst wieder mitten im Leben. Das freut mich für Dich. Ich verspreche Dir, ich werde all meine Kraft nutzen, um wie Du wieder die ersehnte Freiheit zu finden.

Herr G.K. aus Tschirn:          

Seien Sie versichert, ich werde den Weg weitergehen. Nicht zuletzt vertraue ich auf Gott und meine Kraft. Vielen Dank auch für die beigelegten Briefmarken, die mir den Kontakt nach draußen immens erleichtern.

In diesem Sinne will ich es für heute belassen, nicht zuletzt in der Hoffnung auch im neuen Jahr viele Zuschriften von Ihnen zu erhalten. Zum Abschluss möchte ich mich auch für die vielen mir zugegangenen Weihnachts- und Neujahrsgrüße aufs Herzlichste bedanken.

Ihr Horst Kirsten

Veröffentlicht unter Briefe

Antworten auf mir zugegangene Emails, Facebook-Nachrichten und Briefe (Stand 14.01.2014)

Liebe Freunde, User und Mitstreiter,

aufgrund vieler Zuschriften möchte ich mich heute einer Thematik zuwenden, die partout nicht in meinen Kopf will oder kann. Es geht um die Betrugsvorwürfe, denen ich mich samt der anderen Mitbeschuldigten hier vor Gericht ausgesetzt sehe. Ich kann nicht nachvollziehen, was das Gericht mit seiner Arroganz und Ignoranz eigentlich erreichen will. In den nächsten Tagen werde ich eine schriftliche Erklärung formulieren, die die ganze Wahrheit etwas detaillierter zum Ausdruck bringt. Diese werde ich noch vor der Urteilsverkündung, die nunmehr in den nächsten Monaten zu erwarten ist, dem Gericht vorlesen und zu den Akten nehmen lassen.

Ein Betrugstatbestand zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass über Tatsachen hinweggetäuscht und damit bei den Käufern ein Irrtum erregt wird, die sie zum Kauf eines BHKWs animieren. Daraufhin müsste eine Vermögensverfügung stattfinden, die dazu führt, dass dem Kunden ein Vermögensschaden entsteht. Wichtig bei einem Betrugstatbestand ist der Vorsatz eine betrügerische Handlung zu begehen, eng verbunden mit der Absicht einer rechtswidrigen Bereicherung.

Die GFE-Group hat niemals die Kunden über Tatsachen getäuscht. Schon von Beginn an war sichergestellt, dass jeder Kunde die ihm versprochenen Leistungen auch erhält.

Ich werde hier die genaue Begründung abgeben, weshalb niemals von einer Täuschung ausgegangen werden kann. Von Anfang an war gewährleistet, dass unser Entwickler Karl Meyer schon allein durch die Vorerwärmung des Treibstoffes eine Ersparnis von 30 % erzielen wird. Das hat er uns im Vorfeld bewiesen. Da die in China von der GFE-Group eingekauften Blockheizkraftwerke der Marke Deutz einen prospektierten Verbrauch von 0,195 g/kW/h Diesel auswiesen, zogen wir davon 30% ab, was zu einem errechneten Verbrauch von 0,136 g/kW/h führte. In unseren Prospekten gaben wir dann einen Verbrauch (leicht abgerundet) von 0,135 l/kW/h an. Dieser marginal kleine Unterschied stellte jedoch kein Problem dar, welches unser Versprechen an die Kunden gefährdet hätte. Außerdem stand von Beginn an fest, dass es auf dem Markt schon BHKWs gab, die mit einer Rapsöl-Wasser-Emulsion im Verhältnis 1:3 liefen. Aus diesem Grund gaben wir unserem mittlerweile größer gewordenen Entwicklerteam den Auftrag, selbst mit dieser Emulsion zu experimentieren, um noch bessere Einspareffekte zu erzielen. Sollte das bis zum Ende des Jahres 2010 keinen Erfolg bringen, so würden wir, damit meine ich die Geschäftsleitung, uns diese Emulsion auf dem Markt besorgen, die nur noch den Blockheizkraftwerken (ohne Umbau) zugeführt werden müssen. Es wäre definitiv kein Problem gewesen, diesen Treibstoff einzukaufen, wobei wir nach außen jedoch unser „Firmengeheimnis” preis gegeben hätten. Diesen Marktvorsprung wollten wir uns für einige Zeit erhalten. Im Übrigen hat ein Zeuge, der die hier erwähnten BHKWs einer Fremdfirma (egm international gmbh) prüfte, bestätigt, dass diese Emulsion in jeden Dieselmotor eingefüllt werden kann und damit einen Betrieb ermöglicht, dessen Ergebnis nicht von dem eines Motors abweicht, der mit reinem Rapsöl erreicht wird.

Nun war unser Entwicklerteam aber dennoch erfolgreich, was auch einige Tests im Beisein des TÜV und der DEKRA bestätigen. Und wenn ich es nicht selbst mit eigenen Augen gesehen und miterlebt hätte, würde ich heute womöglich selbst daran zweifeln. Das Gericht hier hat es jedoch sehr gut verstanden, diese Tests, die mit Prüfberichten und Gutachten unterlegt wurden, als Gefälligkeitsgutachten abzutun. Stattdessen bediente man sich sogenannter „Sachverständigen”, die in ihren Aussagen vor Gericht selbst eingestehen mussten, mit dieser Technologie vorher nie in Berührung gekommen zu sein. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass weltweit Motoren mit Wasserbeimischung betrieben werden. Das hätten auch zwei Professoren bestätigen können, die über beim Gericht eingereichte Beweisanträge als Zeugen hätten gehört werden können. Zwei Professoren, die sich in dieser Materie bestens auskennen und dabei nicht die Meinung des vom Gericht bestellten Sachverständigen in Frage stellen, wo es darum ging, dass physikalische Naturgesetze, insbesondere der Energieerhaltungssatz und der Cano-Grundsatz, nicht verändert werden können. Es ist ja auch kein Geheimnis, und das wurde von den „Fachleuten” des Gerichts in keinster Weise in Erwägung gezogen, dass der Brennwert eines Treibstoffes im flüssigen und im gasförmigen Zustand ein ganz anderer ist. Immer wieder wurden seitens dieser amateurhaften Sachverständigen Berechnungen aufgestellt, die den Brennwert im flüssigen Rapsöl anging. Der Brennwert, den man hier zur Grundlage nimmt, gilt nur für flüssiges Rapsöl. Da aber eine Verbrennung nur aus dem gasförmigen Zustand heraus möglich ist, wurde das Rapsöl bei der GFE-Group bereits soweit vorgewärmt, dass es in einem gasförmigen Zustand in den Brennraum eintrat. Der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand geschah hierbei am Austritt aus der Düse. Die Unterschiede in den Brennwerten von flüssigen und gasförmigen Stoffen sind beträchtlich. Dies zeigt z.B. der direkte Vergleich zwischen flüssigem Methanol und gasförmigen Methan.

Das bedeutet, dass man mehr als die zehnfache Menge Wasser des eingesetzten Rapsöls einspritzen kann. Bei dem Prüfbericht der DEKRA-Stuttgart und dem Gutachten des TÜV-Süd-Czech wurde maximal die dreifache Wassermenge eingesetzt. Das Verfahren der Wassereinspritzung funktioniert, da die Wärmebilanz dies ausdrücklich ausweist, wobei noch ein wichtiger Aspekt nicht vergessen werden darf. Keiner dieser Herren hat berücksichtigt, dass die GFE-Group aufgrund eines eigens hierfür angebrachten Mischsystems mit entsprechenden Düsen das Rapsöl in gasförmiger Eigenschaft in die Brennkammer spritzte, was zu ganz anderen Ergebnissen führen wird. Aber leider gibt es auf der ganzen Welt noch keine Tabelle, die den Brennwert des Rapsöls in gasförmigem Zustand wiedergibt. Fakt ist jedoch, dass wir durch den TÜV und die DEKRA Messergebnisse nachzuweisen imstande waren, die sich bei durchschnittlich 0,115 l/kW/h einpendelten. Es wird mir wohl für immer im Verborgenen bleiben, warum das Gericht meine Beweisanträge ablehnte, die zum Einen einen Beweis erbracht hätten, dass diese Emulsion auf dem Weltmarkt käuflich erwerbbar ist und zum Zweiten, weshalb man nicht den Professor lädt, der an der Entwicklung dessen beteiligt war und einen anderen Professor, der in Zusammenarbeit mit den Universitäten Köln, Dresden, Trier und Karlsruhe ein diesbezügliches Patent angemeldet hat, der weiterhin bestätigen könnte, dass Wasser als Treibstoffbeimischung schon in aller Welt genutzt wird. Das Gericht bezieht sich in seiner Ablehnung darauf, dass man hier mit einer Wasser-Diesel-Emulsion gearbeitet habe, verkennt dabei aber die Tatsache, dass Diesel jederzeit durch Rapsöl ersetzt werden kann. In einem Bericht der Universität Karlsruhe ist u.a. folgendes zu lesen:

[...] Diesel-Wasser-Emulsion wird momentan [...] nur an stationären Motoren verwendet. [...] Die Einführung dieses Kraftstoffs [...] scheiterte vor einigen Jahren an der Steuergesetzgebung, da es nicht möglich war, den beigemischten Wasseranteil von der Mineralölsteuer auszunehmen. [...]“

Das Gericht verhindert mit der Ablehnung meiner diesbezüglichen Beweisanträge also ganz klar, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Mein dadurch erfolgter Befangenheitsantrag brachte ebenfalls keinen Erfolg, womit mir dann mehr als bewusst wurde, dass es schon längst eine Vorverurteilung gibt, aus welchen Gründen auch immer. Das bei der GFE-Group erzielte technische Ergebnis zieht das wirtschaftliche Ergebnis nach sich. Unsere prospektierten Werte bzgl. des Verbrauchs lagen sogar über dem von uns erreichten Wert, was zu einer Verbesserung und Sicherstellung der wirtschaftlichen Werte führte. Also, womit oder wodurch sollen wir unsere Kunden getäuscht haben?

Somit wurde auch kein Irrtum beim Kunden erregt - im Gegenteil: Wir haben ihm, dem Kunden, jedwede Möglichkeit offen gelassen, sich von den von uns versprochenen Eigenschaften selbst überzeugen zu können.

Anfangs haben wir unser Konzept in der Art verkauft, dass jeder Kunde monatlich seine Abschlagszahlungen erhalten sollte und wir für ihn ein internes Konto führen, welches jeweils am Jahresende abgerechnet wird. Die ersten Abschlagszahlungen sollte der Kunde nach Lieferung von ca. 12-16 Wochen erhalten. Eigens hierfür haben wir bei einer Bank im Vorfeld 500 Konten einrichten lassen, die im Sondervermögen gehandelt werden sollten. Sondervermögen heißt, dass unabhängig vom Betriebsvermögen der GFE-Group das Sondervermögen im Eigentum der Kunden bleibt. Selbst ein Konkurs der GFE-Group hätte dem Kunden dann keine finanziellen Nachteile gebracht. Allerdings mussten wir relativ frühzeitig feststellen, dass dies innerhalb der Firma zu einer wahnsinnigen Man-Power geführt hätte und wir hierfür weitaus mehr Bürofläche und Mitarbeiter gebraucht hätten. Auf der anderen Seite hatten wir mit der ersten Anlieferung vieler BHKWs aus China weitere Probleme, die es hieß, aus dem Wege zu räumen. So wurden in die Generatoren der BHKWs in China die falschen Controller eingebaut, die nur einen vorübergehenden Betrieb der BHKWs zuließen. Jetzt hieß es für uns, Controller auf dem Weltmarkt zu finden, die unseren Ansprüchen genügen, diese zu bestellen, liefern zu lassen und in die bereits vorhandenen Generatoren einzubauen. Dies konnten wir nur unter Zuhilfenahme einer Fremdfirma bewältigen und es dauerte fast sechs Wochen bis wir uns wieder den eigentlichen Aufgaben widmen konnten. Unser Lieferant in China wurde angewiesen, nur noch die von uns vorgegebenen Controller einzubauen, damit ein Dauerbetrieb der BHKWs gewährleistet ist. Das war der Grund der Lieferzeitverzögerung, welches aber nicht zum Nachteil für die Kunden sein durfte. Wir hatten nun zwei Gründe, die es erforderlich machten, unser Konzept zu überdenken. So führten wir dann das Pachtmodell ein, dass jeden Kunden in die Lage versetzte, ab dem ersten des übernächsten Monats nach Kaufpreiszahlung schon in den Genuss zu kommen, seine monatliche Pacht zu erhalten. Für uns, die GFE-Group, hatte das zwei Vorteile. Zum Einen benötigten wir die immense Man-Power für die Kontenführungen nicht mehr und zum Zweiten lag es nun an uns, wann wir die einzelnen BHKWs ans Netz bringen. Wir haben das Betreiberrisiko übernommen und somit dem Kunden jedwede Sicherheit gegeben, die prospektierten wirtschaftlichen Erträge in Form einer Pacht rechtzeitig zu erhalten. Unser Ansinnen war es sogar, zukünftig die BHKWs schon am Netz zu haben, bevor ein Kunde dieses erwirbt und an uns verpachtet. Womit oder wodurch wurde durch uns ein Irrtum beim Kunden erregt?

Es fand zwar eine Vermögensverfügung statt - aber diese wurde über einen ganz normalen Kaufvertrag ausgelöst.

Logischerweise muss bei einem Handelsgeschäft eine Vermögensverfügung stattfinden, Ware gegen Kaufpreiszahlung. Jetzt könnte man ja meinen, wir hätten die BHKWs vorab liefern können und dann erst den Kaufpreis abverlangen. Aufgrund der zu erwartenden vielen Bestellungen seitens der von uns über den Vertrieb angeworbenen Kundschaft, wäre dies ein unmögliches Unterfangen gewesen, zumal wir bei unseren Lieferanten jeweils in Vorkasse treten mussten. Keinem unserer Kunden wäre es dann vergönnt gewesen, sich auf diese Art und Weise am Geschäft der erneuerbaren Energien zu beteiligen. Seitens der GFE-Group wurde peinlichst genau darauf geachtet, dass nur der Teil des Kaufpreises in die Firma fließt, der ihr von Gesetz wegen auch zustand. Das Produkt sollte an den Kunden ausgeliefert oder zumindest musste eine Lieferung an den Kunden gewährleistet und sichergestellt sein. Selbst eine Insolvenz hätte dem Kunden keinen Schaden zugefügt. Das Insolvenzrisiko wurde von uns mit mehreren Anwälten im Vertrags- und Insolvenzrecht besprochen und daraufhin sind die entsprechenden Verträge mit Kunden auch ausgerichtet worden. Ein Kunde kauft sich bei uns eine Handelsware, die da war ein BHKW. Dieses BHKW verpachtet er an eine Betreibergesellschaft, die daraus Gewinne erzielt. Mit anderen Worten: Das BHKW bleibt immer Eigentum des Käufers, der lediglich als Verpächter auftritt. Sollte nun, aus welchem Grund auch immer, die Betreibergesellschaft in Konkurs gehen, so steht dem Verpächter sein Eigentum zu, über das er frei verfügen kann. Er hat also seinen Gegenwert des Kaufpreises auf alle Fälle sicher und kann dieses BHKW entweder selbst betreiben oder einer anderen Betreibergesellschaft verpachten. Ist es nicht legitim und ein ganz normaler Geschäftsvorgang, dass bei Kauf einer Ware üblicherweise eine Vermögensverfügung stattfindet?

Dem Kunden wurde auch zu keinem Zeitpunkt ein Vermögensschaden zugefügt.

Seitens der GFE-Group wurde keinem einzigen Kunden ein Vermögensschaden zugefügt und dies wäre auch zukünftig niemals geschehen. Der Schaden stellte sich erst dann ein, als die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am 30.11.2010 die GFE-Group handlungsunfähig machte. Da sie auch alle Konten blockierte, war eine weitere Auszahlung der bisher monatlich pünktlich erfolgten Pachtzahlungen an die Kunden nicht mehr möglich. Die GFE-Group konnte, aufgrund fehlender finanzieller Mittel und sämtlicher Kundenunterlagen, den Geschäftsbetrieb nicht mehr weiter aufrecht erhalten. Die Folge daraus war dann der Konkurs der kompletten Firmengruppe GFE. Die vom Gericht bestellten Gerichtsvollzieher hatten zuerst auch nichts anderes zu tun, als sich selbst an diesem Firmenvermögen in Form eines Vorabhonorars zu bedienen. Dass die vorhanden BHKWs alle im Eigentum der GFE-Kunden waren, wurde von ihnen nicht berücksichtigt. Der hier entstandene Vermögensschaden wurde insofern einzig und allein durch die vom Gericht bestellten Insolvenzverwalter ausgelöst, da diese sich nicht an die Kauf- und Pachtverträge der Kunden hielten und sich wissentlich das Eigentum dritter Personen aneigneten und teilweise verwerteten. Die Ermittlungen müssten doch ergeben haben, dass sich die BHKWs, also die gekaufte Ware, zumeist schon im Eigentum des Kunden befanden. Dass diese Ware auf dem GFE-Gelände und anderen Standorten zu finden war, ist dem Umstand zu verdanken, dass die Käufer diese Ware, das BHKW, an die Betreibergesellschaft verpachtete und mit ihrem Pachtvertrag einer direkten Lieferung dorthin zustimmten. Wer hat nun den Vermögensschaden zu verantworten? Sicher nicht die GFE-Group.

  • Keiner der Beschuldigten hat zu irgendeinem Zeitpunkt den Straftatbestand des Betruges in Erwägung gezogen. Es war nicht einmal ein Hauch von einem Betrugsgedanken vorhanden.
  • Somit   hat   auch   keiner   der   Beschuldigten   vorsätzlich   die   ihm   hier   zu   Unrecht vorgeworfene Straftat begangen.
  • Kein einziger der Beschuldigten hat sich an den Geldeingängen rechtswidrig bereichert.

Der ganze Fall „GFE” ist als ein rein normales Handelsgeschäft anzusehen und niemals, wie es mittlerweile selbst das Gericht unterstellt, ein Betrugsdelikt. Auch kann bei Weitem nicht von einer Bandenbildung ausgegangen werden, denn dieser müsste eine Planung einer Straftat vorausgehen, was auch niemals geschah. Wenn hier von Bereicherung die Rede ist, so kann dies sicher nicht bestritten werden, denn das Konzept der GFE-Group war auf gute und hohe Einnahmen für alle Beteiligten, die da waren die Kunden mit den Pachtzahlungen, die Verkäufer mit den Provisionen, die Mitarbeiter, die teilweise mit Umsatzbeteiligungen bezahlt wurden und nicht zuletzt der GFE-Group selbst mit dem verbliebenen Gewinnanteilen, ausgerichtet. Wenn allerdings von einer rechtswidrigen Bereicherung ausgegangen wird, dann frage ich mich, zu welchem Zeitpunkt wir uns schuldig gemacht haben? Jeder der Beschuldigten hat lediglich die Beträge erhalten, die ihm aufgrund einer Provisionsvereinbarung bzw. einer Umsatzbeteiligung zustanden. Provisionen sind Einnahmen für Mitarbeiter, die dem Unternehmen Kunden zuführen. Eine Umsatzbeteiligung erhielten nur die Personen, die sich auf besondere Weise für das Unternehmen auszeichneten. Weiter wurde hier und da eine Umsatzbeteiligung als Ersatz für andere Einkommen gewährt, da diese eine weitaus größere Motivation in sich birgt, sich für das Unternehmen einzusetzen. Dass die beiden Inhaber der Firma, Herr Karlheinz Zumkeller und ich, uns jeweils nur 2 % aus der Umsatzsumme entnahmen, obwohl der Gewinn höher ausfiel, erwähnte ich in aller Ausführlichkeit schon in meiner Verteidigungsschrift. Hätten wir unsere Verkäufer und Mitarbeiter unentgeltlich arbeiten lassen müssen? Durften wir uns aus den Gewinnen der Firmengruppe etwa nicht bezahlen?

Wenn ich nun in den kommenden Wochen für diesen „Betrug” verurteilt werde, dann werde ich für etwas verurteilt, dass ich mit eigenen Augen wahrgenommen habe. Nur eine Lüge könnte für mich eine Strafminderung bedeuten. Genauso ehrlich, wie ich den Kunden gegenüber war, werde und bin ich auch zu mir selbst und vor Gericht sein. Wenn das dann der Grund für eine Haftstrafe sein soll, dann werde ich im Sinne der Gerechtigkeit weiterkämpfen.

Wenn man sich seitens des Gerichtes seit mehr als 82 Verhandlungstagen darauf fokussiert, knapp 100 Zeugen zu laden und anzuhören (Kunden der GFE-Group), die aber auch rein gar nichts zur Wahrheitsfindung beitragen können und sich nun verweigert, wirklich aussagekräftige Zeugen zu laden, die zu der Materie etwas zu sagen haben, dann bleibt von unserem Justizsystem nur noch ein bitterer Beigeschmack übrig. Wenn ich die vielen bis heute stattgefundenen Verhandlungstage analysiere, muss ich feststellen, dass

  1. … das Gericht nur geschädigte Kunden geladen hat, die in keinster Weise etwas über den uns vorgeworfenen Betrugsverdacht aussagen können. Sie können nur das wiedergeben, was sie in unseren Seminaren gehört und gesehen haben und das, was ihnen damals der Vermittler erzählt hat.
  2. … das Gericht sich zuerst eines „Sachverständigen” bediente, der nachweislich im Gericht angab, dass er es noch nie mit rapsölbetriebenen BHKWs zu tun hatte. Weiter hat dieser Sachverständige mit Werkzeugen gearbeitet, die eines Gutachters nicht würdig sind (Bratenthermometer zur Messung der Rapsöltemperatur, Handy zur Zeitmessung und einen Zollstock zur Messung des Treibstoffinhalts in einem schräg stehenden Treibstoffbehälter). Gegen diesen Sachverständigen wurde ein Antrag auf Befangenheit gestellt und vom Gericht dann nicht angenommen. Dieser Sachverständige hatte bereits in einer Zeit vor der Stilllegung der GFE-Group Kontakt zu einem Herrn Gailfuß, der die GFE-Group im Internet immer wieder diskreditierte. Der Sachverständige hatte im Übrigen auch noch ein Telefonat mit Herrn Gailfuß zugegeben, welches er, vor Abgabe seines „manipulierten” Gutachtens bei Gericht, führte. Das Gutachten selbst hat gravierende Fehler. Zum Einen ist die wirtschaftliche Berechnung grundsätzlich falsch und zum Zweiten wurden Werte angegeben, die nach der Vorführung des mit einem Handy aufgenommenen Film eines weiteren Zeugen, nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Dieser Sachverständige kam vom TÜV-Rheinland. Genau diese Organisation forscht und testet schon seit geraumer Zeit mit Wasserbeimischung. Aber einen Experten aus dieser Abteilung hat man nicht bevorzugt.
  3. … das Gericht, obwohl es die Meinung vertrat, dieser o.a. Sachverständige würde ausreichen, nochmals einen Sachverständigen bestellte. Dieser neu bestellte „sachverständige” Professor zeichnete sich dadurch aus, dass er meinte das beschlagnahmte BHKW ohne Mithilfe des Entwicklers Karl Meyer in Betrieb nehmen zu können. So hat er auch gravierende Maßgaben nicht einhalten können, zumal er an einem BHKW herum hantierte, das noch nicht mit dem Rapsöl-Wasser-Mischsystem ausgestattet war. Die Rapsölvorerwärmung, wie wir sie installierten, konnte er an einem einzigen Motor nicht testen. Weiter beachtete er nicht den Brennwert von gasförmigem Rapsöl. Und auch dieser glaubte mit einem Küchenmixer eine Emulsion nachahmen zu können, wie sie die GFE-Group verwendete.
  4. … das Gericht das Angebot des Entwicklers Karl Meyer ablehnte, diesem Sachverständigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um somit die Ergebnisse abliefern zu können, wie sie die GFE-Group prospektierte. Dem Gericht erschien es wichtiger, den Beschuldigten in Haft zu belassen und auf seinen Sachverstand zu verzichten. Herr Meyer wäre sogar bereit gewesen, unter Bewachung an diesen Tests mitzuwirken.
  5. … das Gericht es nicht zuließ, mehrere über Beweisanträge benannte fachkundige Zeugen zu laden und zu hören, die in dieser Technologie bewandert sind. Einer dieser Zeugen hätte sogar einen langfristigen Betrieb eines BHKWs mit der von der GFE-Group favorisierten Mischung 1:3 (Rapsöl-Wasser) bestätigen können. Die GFE-Group war schon weiter, als all die vom Gericht geladenen Sachverständigen wiedergeben können.
  6. … das Gericht nur Beweisanträge zugelassen hat, indem man Zeugen aus dem Vermittlerkreis geladen und gehört hat, die nichts über die Technologie aussagen können und insofern in keinster Weise der Wahrheitsfindung dienlich sind.
  7. … das Gericht sich nicht von Anbeginn der Verhandlung mit dem tatsächlichen Betrugsverdacht, die Technologie würde nicht funktionieren, eingehend und schnell beschäftigt hat und stattdessen den Prozess durch „nicht der Sache dienlichen” Zeugen auf lange Zeit verschleppte.
  8. … das Gericht bis zum heutigen Tage keinen einzigen eindeutigen Beweis erbracht hat, diesen Betrugsvorwurf zu untermauern. Es stützt sich lediglich auf die Aussagen ihrer fachunkundigen Sachverständigen.
  9. … das Gericht es billigend in Kauf nahm, freie Mitarbeiter der GFE-Group (Vermittler) in die Anklage aufzunehmen, die nachweislich nichts von der GFE-Group angewandten Technologie wissen konnten.
  10. … das Gericht es zulässt, dass obwohl es keinerlei wirkliche Tatbestände gibt und sich lediglich auf Vermutungen gestützt wird, einige Beschuldigte teilweise schon über drei Jahre in U-Haft zu belassen.
  11. … das Gericht es zulässt, dass Mitbeschuldigte Teilgeständnisse ablegen, die in keinster Weise mit der Aktenlage in Einklang zu bringen sind. Insofern werden die schon im Jahr 2010 verfassten Protokolle und Niederschriften sowie Kaufverträge, die im Gegensatz zu den abgelegten Teilgeständnissen stehen, von der Justiz ignoriert, nur des Geständnisses wegen.
  12. … das Gericht, wider besseren Wissens, genau diese Teilgeständnisse nutzt, um diese als Argumentation gegen Haftbeschwerden u.a. bei anderen Mitbeschuldigten zu verwerten.
  13. … das Gericht alle meine Beweisanträge ablehnt, die darauf abzielen, Zeugen zu laden, die andere Gründe für die Zerschlagung der GFE-Group benennen könnten und selbst schon um Vernehmung baten, was seitens der Kripo und der Staatsanwaltschaft niemals geschah. Das Gericht schließt sich dem jetzt an.

Ich rede hier nicht von einem Rechtssystem irgendeiner Bananenrepublik, sondern von dem Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland, welches im Grundgesetz die Würde des Menschen an oberste Stelle setzt.

Wenn diese hier beschriebene „Untat” bei mir zu einer Verurteilung führt, dann sollte man sich wirklich fragen, wofür dieses Rechtssystem denn noch steht. Wenn diese „Untat” dazu führen sollte, dass auch die Vermittler, die im Gerichtssaal als Beschuldigte sitzen, verurteilt werden, dann fragt man sich, weshalb man nicht gleich alle ca. 150 aktiven Vermittler verurteilt. Lt. Aussage der Oberstaatsanwaltschaft hat die Gier nach Rendite die GFE-Kunden dazu beflügelt, sich ein BHKW zuzulegen. Ist da denn nicht der Kunde auch ein Mittäter, den man verurteilen müsste? Letzten Endes haben wir jetzt nur noch Schuldige.

Fakt ist doch sicher eines: Hätte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am 30.11.2010 nicht eingegriffen, dann gäbe es bis zum heutigen Tage keinen einzigen Geschädigten und schon mehrere tausend in Betrieb befindliche BHKWs. Fakt ist aber auch, dass der Staatsanwaltschaft am 30.11.2010, aufgrund der telefonischen Überwachung, sehr wohl bekannt war, dass die GFE-Group am 15.12.2010 einen Termin für ein Langzeitgutachten bei der DEKRA hatte. Dies bestätigte auch der Geschäftsführer der DEKRA.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte schon seit Januar 2010 und ließ, aufgrund ihrer Vermutung, es handele sich hier um Betrug, die Kunden der GFE-Group noch lange Zeit ins offene Messer laufen und griff erst Ende November des gleichen Jahres zu. Hätte sie, wenn sie schon so lange mit dem Zugriff gewartet hat, dann nicht auch noch 14 Tage warten können, um einen eindeutigen Beweis ihrer Vorwürfe zu erhalten? Wahrscheinlicher ist es, dass man diesen Termin nicht abwarten wollte, da dann die ganze Ermittlungsarbeit null und nichtig geworden wäre.

Da wir, aufgrund der langen Lieferzeit, die erste Lieferung von BHKWs erst ca. Anfang Juni 2010 erhalten haben und bereits Ende November von Staats wegen aus dem Markt gezogen wurden, hat man uns seitens der Justiz gerade mal sechs Monate Zeit gelassen, die Technologie zur Serienreife zu bringen und: Wir haben es geschafft.

 

Und nun möchte ich endlich zu der Beantwortung Eurer Zuschriften kommen. Gleich zu Beginn eine Facebook-Nachricht, die von einem unserer GFE-Vermittler kam:

Absender:                    E. und A. R. aus W.
Facebook vom:           10. November 2013 11:18
Eingang hier am:          02. Dezember 2013

Euer Eintrag:     „Ich verfolge Ihr Prozess-Tagebuch. Der Albtraum holt auch mich wieder ein. Am Samstag hat erneut ein Kunde wieder eine Klage gegen uns eingereicht. Ich wünsche Ihnen jedenfalls die Kraft, die Sie benötigen, um weiter zu kämpfen.

Es ist einem Trauerspiel gleichzusetzen, dass hier in Deutschland Zivilprozesse schon abgehalten werden können, bevor die Schuldfrage im Strafprozess geklärt ist. Die Richter der Zivilgerichte können sich nur an die Aktenlage der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth halten. Diese Akten beruhen nur auf einseitiger Ermittlungsarbeit und geben nicht den tatsächlichen Sachverhalt wieder. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Ihnen wie ein Albtraum vorkommen muss, nun für etwas finanziell haften zu müssen, wofür Sie in keinster Weise ein Verschulden trifft. Was ich von Kunden halte, die sich auf diesem Wege schadlos halten wollen und damit bewusst oder unbewusst nur noch mehr Schaden verursachen, das habe ich in meiner letzten Nachricht wiedergegeben. Diese Kunden erschweren auch mir den Kampf um die Gerechtigkeit und bringen sich somit selbst in eine Lage, ihren Kaufpreis nie wieder zurück zu erhalten. Frau und Herr R., lassen Sie uns gemeinsam etwas tun, damit Ihre Albträume ein Ende haben. Ich biete Ihnen und allen Vermittlern an, dass sich Ihre/Eure Anwälte mit mir in Verbindung setzen. Erst kürzlich habe ich eine Ausarbeitung für einen solchen gemacht. Ich hoffe, dass das von mir Niedergeschriebene der betroffenen Person wenigstens ein Wenig weiterhilft. Ich beantworte alle Fragen, soweit es mir von hier aus möglich ist.

Absender:                    T. F.
Betreff:                        Bitte unterstütze diese Petition, hier brauchen zwei            Menschen, die ich kenne, dringend Unterstützung durch die Öffentlichkeit!

Email vom:                 16. November 2013 19:23
Eingang hier am:        02. Dezember 2013

Du, liebe T, hast mir einen Ausdruck einer Email zukommen lassen, für den ich Dir sehr dankbar bin. Ich werde diesen Ausdruck hier jetzt ungekürzt wiedergeben, damit er sich noch weitaus mehr verbreiten kann:

„Hallo liebe Freundinnen und Freunde, Bekannte, Geschäftskolleginnen und -kollegen,

da ich diese Mail an so viele Menschen wie möglich schicke, verzichte ich auf eine persönliche Anrede und bleibe deshalb auch beim Du, und für die mit denen ich mich nicht duze, bitte sehen Sie es einfach als liturgisches „Du” an.

Hier in alter Kürze, worum es mir geht:

Horst Kirsten ist Geschäftsführer der ehemaligen Firma „Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien” und wollte sehr effiziente Blockheizkraftwerke auf den Markt bringen. Dies war wohl energieverkaufenden und -produzierenden Unternehmen und ich weiß nicht wem noch alles, ein Dorn im Auge. Jedenfalls wurde er eines Tages wegen angeblicher Betrugsabsichten verhaftet und sitzt inzwischen seit mehr als 3 Jahren in Untersuchungshaft, ohne dass bisher auch nur im Ansatz Betrug nachgewiesen werden konnte. Soweit so gut oder auch so schlecht.

Warum setze ich mich nun für ihn und seine Frau ein?

Diese Tage habe ich Horst Kirsten und seine Frau persönlich kennenlernen dürfen. Nach dem ich die persönlichen und absolut glaubhaften und überzeugenden Schilderungen der beiden gehört habe, habe ich auch die Einträge auf deren Website „www.horstkirsten.de” nachgelesen.

Es ist absolut unglaublich, was da passiert und wie die Justiz mit Menschen umspringt, die im Energiebereich wichtige, neuartige Einsparungsmöglichkeiten realisieren möchten. Auf Grund des sich nun schon lange Zeit hinziehenden Prozesses droht der Fall für die öffentliche Aufmerksamkeit schlicht unterzugehen.

Ich finde, dass die beiden dringend Unterstützung brauchen und habe mir überlegt, wie ich ihnen und diesem seltsamen Schauspiel der Justiz zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen kann. Als ich nach Unterstützungsmöglichkeiten im Netz gesucht habe, habe ich entdeckt, dass bereits jemand auf www.avaaz.org eine Petition gestartet hat, die allerdings bisher noch nicht genügend Zeichnungen erhalten hat

Mir ist auch bekannt, dass es zu www.avaaz.org inzwischen auch viele und möglicherweise auch berechtigte kritische Stimmen gibt, doch auf die Schnelle fällt mir einfach nichts Anderes oder Besseres ein, womit ich mit eigenen Mitteln rasch das öffentliche Interesse (wieder) anfachen könnte.

Aus diesem Grund habe ich gerade diese wichtige Petition unterzeichnet und würde mich freuen, wenn auch Du diese dringende Kampagne unterstützt:

Freiheit für Horst Kirsten, ehem. Geschäftsführer der GFE-Group (BHKW), Nürnberg. An: die kritische unvoreingenommene Öffentlichkeit. Klicke hier, um mehr zu erfahren und zu unterzeichnen:

http./fwww.avaaz.org/de/petition/Freiheit_ fueL_Horst_Kirsten_ehem_ Geschaeftsfuehrer_ der _ GFEGroup_BHKW/?email

[...] Und wenn Du – wie ich – ebenfalls zu der Überzeugung gekommen bist, dass diese Kampagne Unterstützung braucht, leite diese Mail bitte an ganz viele Menschen weiter. Jede Stimme zählt. [...J"

T., nochmals vielen Dank seitens meiner Frau und mir. Es ist für mich immer wieder aufs Neue aufbauend, wenn ich erkenne, dass es noch Menschen wie Dich gibt. Menschen, die sich nicht nur um das eigene Wohl Gedanken machen, sondern auch für die Probleme anderer ansprechbar sind. Dir sollte in diesem Fall auch klar sein, dass Du nicht nur für meine Frau und mich Einsatz zeigst, sondern vielen tausend weiteren Geschädigten in diesem Fall. All diese Personen hoffen und bangen darauf, dass die Gerichtsbarkeit endlich die Wahrheit, so wie sie ist, akzeptiert. Aber das scheint mir ein weiter Weg zu sein. Die Justiz hat sich im Laufe der Jahrzehnte mittlerweile schon so aufgestellt, nur noch sich selbst zu sehen und alle anderen Behörden innerhalb der Justiz zu schützen, wie bspw. die Staatsanwaltschaft. Die Realität wird nicht mehr gesehen. Wenigstens sehe ich das so aus meiner Perspektive. Immerhin kann ich aus meinem Block in der JVA täglich den Justizpalast sehen. Ich will gar nicht beschreiben, welche Gefühle bei mir da hochkommen. Ich kann zwar die von Dir angesprochene Petition nicht selbst unterzeichnen, aber rufe jeden Leser meiner Website auf, dies zu tun. Auch wenn es am Ende nur ein kleiner Strohhalm war, an dem wir uns aufhängen, so werden wir immer sagen können: Wir haben alles menschenmögliche getan, um diese Justiz von diesem Irrtum zu überzeugen.

Absender:                    O.G. Aus Nürnberg
Brief vom:                    27. November 2013
Eingang hier am:          09. Dezember 2013

Liebe Frau G., auf Sie ist wirklich Verlass. Nun senden Sie mir schon zum wiederholten Male einen Auszug aus einer Zeitschrift. Diese Auszüge sind für mich immer wieder hochinteressant, da ich daran bemerke, dass wir hier noch nicht ganz vergessen wurden. Dieses Mal war es ein Leserbrief in der Zeitschrift „mehr wissen - besser leben" Depesche Nr. 31-32 vom 21. November 2013. Dort wurde unter der Rubrik „Vorschlag an die Redaktion" auf Seite 2 folgendes an den Herausgeber Michael Kent geschrieben:

„Hallo, liebe „mehr wissen - besser leben" - Redaktion, lieber Michael, hiermit möchte ich mich mit einem Vorschlag an euch wenden. Es wäre schön, wenn ihr euch mal den Fall Horst Kirsten von der GFE-Group (alternative Energiegewinnung) ansehen würdet - siehe auch www, horstkirsten. de, vor allem das Prozess-Tagebuch. Ich denke, der Mann benötigt dringend Hilfe (mehr Hilfe von außen), so wie bei Gustl Mollath. Eventuell lässt sich da ein Artikel draus machen, oder ihr könnt eure Verbindungen nutzen, um den Fall weiter unter die Leute zu bringen. Ich denke, das ist ganz wichtig. Danke [...]“

Der Redakteur antwortete auch auf diesen Vorschlag mit folgenden Worten:

„Hallo [...], danke für den interessanten Hinweis. Wir hatten den offenen Brief von Horst Kirsten schon in Depesche 25+26/2011 veröffentlicht. Interessanterweise spielte sich dieser Fall ja ebenfalls im Raum Nürnberg ab (wie Mollath) - scheint ein Nest zu sein :-) Ich denke, Du hast Recht, der Mann kann die Unterstützung der Öffentlichkeit gebrauchen! Wir schauen mal, ob wir etwas Neues dazu herausfinden können. [...]“

Frau G., ich freue mich sehr über den Inhalt dieses Leserbriefs und dessen Antwort darauf. Durch Sie erhalte ich oft derartig positive Veröffentlichungen. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob Sie meine Antwort auf dieser Seite lesen. Aus diesem Grund würde ich Sie bitten, mir kurz eine Nachricht zukommen zu lassen, ob dem so ist. Ansonsten werde ich Ihnen wieder persönliche Rückantwort in Form eines Briefes geben, wozu mir allerdings oft die notwendige Zeit fehlt. Ich hoffe inständig, dass Sie hierfür Verständnis haben, denn der Prozess tritt jetzt mehr oder weniger in die sogenannte „heiße Phase” ein und ich muss mich für jeden Verhandlungstag aufs Neue vorbereiten.

Sollte der Redakteur der Depesche „mehr wissen – besser leben” diese meine Nachricht lesen, so gebe ich Ihnen hiermit bekannt, dass ich Ihnen für jedwede Frage zur Verfügung stehe. Außerdem möchte ich meinen Dank zum Ausdruck bringen, dass Sie sich für mich und damit für tausende durch die Justiz Geschädigte stark machen wollen. So wie es aussieht können Sie mich noch für einige Zeit unter der Anschrift der JVA Nürnberg, Mannertstr. 6 in 90429 Nürnberg erreichen.

Absender:                   H. M.
Betreff:                        Hallo Herr Kirsten
Email vom:                  27. November 2013 12:46
Eingang hier am:         20. Dezember 2013

Herr M., Sie haben mir den gleichen Leserbrief wie o.a. zugesandt. So wie ich das sehe, sind Sie womöglich der Verfasser dieses Leserbriefs, wofür ich Ihnen meinen Dank aussprechen möchte. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die „Macher” der benannten Depesche aufgeweckte Leute sind. Diesen Herren können Sie gerne mitteilen, dass ich bereit bin, mit ihnen in Kontakt zu treten, falls sie dies wünschen. Ich habe schon vor 1-2 Jahren viele namhafte Verlage angeschrieben und erhielt keine Antworten. In meinem Fall geht es nicht um einen reinen „Betrugsfall (welchen man mir unterstellen will), nein, es geht um viel mehr. Wenn Sie meine Website und meine 358-seitige Verteidigungsschrift gelesen haben, wissen Sie, was ich meine. Mit unserem Produkt hätten wir wohl viel zu viel Unruhe in die Wirtschaft und nicht zuletzt auch in die Politik gebracht, was nicht gewollt war und ist. Das allein ist für viele Medien schon ein plausibler Grund, sich nicht mit unserem Fall hier zu beschäftigen.

Unsere angewandte Technologie im Energiebereich ist seit Jahren bekannt und wurde schon im zweiten Weltkrieg eingesetzt. Mich beschleicht langsam das Gefühl, das es sich hierbei um ein militärisches Geheimnis handelt, wenigstens geht man mit dieser Thematik so um. Und gerade im Energiebereich werden die Menschen, insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland, geradezu ausgebeutet, zum Nutzen der wirtschaftlich Mächtigen. Leider ist das öffentliche Interesse in unserem Fall abgeflacht und jedermann geht aufgrund der Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft davon aus, dass es sich hier um Betrug handelt. Da hat die Justiz ganze Arbeit geleistet, was auch einer der Gründe ist, weshalb ich bis zum Sankt Nimmerleinstag um mein Recht kämpfen werde.

Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Es wird Zeit für eine Veränderung, wobei ich nur für den Energiesektor sprechen kann. Wären all die schon seit Jahrzehnten in den Schubladen „vergessenen” (unterdrückten) Technologien auf den Markt gekommen, dann hätte heute jeder Bürger Strom, Heizung und Treibstoff gratis.

Solange sich jeder, der ein gewisses technisches Verständnis mitbringt, ein solches Produkt selbst herstellt, wird ihm auch nichts passieren. Wir, die GFE-Group, waren jedoch eine der wenigen Firmen, die diese neuartige Technik in hunderttausendfacher Form auf den Markt bringen wollten und das geht, nach Meinung einiger Lobbyisten, ja überhaupt nicht.

Sie haben mir empfohlen Anzeige beim europäischen Gerichtshof zu erstatten. Dies habe ich bereits vor ca. 2 Jahren versucht. Das Einzige was ich darauf als Antwort bekam war die Mitteilung, ich müsse meiner Anzeige alle Unterlagen beilegen und im Übrigen müsse ich damit rechnen, dass meine Anzeige nur zu 10% eine Chance hat angenommen zu werden. 90% der Anzeigen gegen Deutschland werden wegen Unzulässigkeit abgewiesen. Ob ich bei Herrn M.-Selim Sürmeli mehr Glück habe, das wage ich zu bezweifeln. Ich werde ihn jedenfalls mal anschreiben. Für diesen Tipp herzlichen Dank. Weiter haben Sie mir in Ihrer Email zwei Webadressen mitgeteilt, mit denen ich hier nichts anfangen kann, weil man mir kein Internet zugesteht. Aus diesem Grund wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir Ausdrucke aus diesen Sites zukommen lassen würden. Es handelt sich hier um folgende Seiten:

www.dpvm.de
www.wasserstattsprit.de

Auf alle Fälle werde ich hier an dieser Front weiterkämpfen und seien Sie versichert, ich werde alles daran setzen, meinen Teil dazu beizutragen, dass die alternativen Energiegewinnungs-Technologien ihren Einzug in den öffentlichen Markt erhalten.

Absender:                    H. K. aus Bamberg
Brief vom:                    16. Dezember 2013
Eingang hier am:          23. Dezember 2013

Hallo Herr K., Sie werden sich vielleicht ein wenig wundem, aber ich kann mich noch gut an Sie erinnern. Ich habe mich sehr gefreut, von Ihnen einen Brief zu erhalten und Sie werden mir sicher zugestehen, dass ich diesen in Auszügen hier wiedergebe, da es viele Menschen da draußen gibt, die ähnliches Gedankengut mit sich herumschleppen, weil Sie der GFE-Group (aus guten Gründen) vertraut haben. Sie schreiben:

„Ich verfolge Ihren Prozess, der auch mich als Geschädigten betrifft, auf Ihrer Website mit großem Interesse und rege mich maßlos auf über die Inkompetenz des Gerichts und Arroganz der Gerichtsbarkeit. Dass hunderte Menschen, auch ich und meine Tochter, mit ihrer Familie mit zwei kleinen Kindern, in den finanziellen Ruin getrieben werden, finde ich eine große Unverschämtheit der Justiz, die auf ihrem hohen Ross sitzen und über unschuldige, revolutionär denkende Gründer richten sollen, wo diese doch selbst die größte Ungerechtigkeit vollziehen. Ich hoffe ,Sie stehen den Kampf gegen die Windmühlen der widersinnigen Gerichtsbarkeit durch. [...]“

Sie sprechen mir geradezu aus der Seele. In der Einführung dieser Veröffentlichung habe ich nochmals klar zum Ausdruck gebracht, dass die GFE-Group niemals in irgendeiner Form eine Betrugsabsicht hegte. Aber ich glaube, das brauche ich Ihnen hier nicht noch einmal erzählen. Es tut mir wirklich leid, dass Sie und Ihre Tochter samt Familie in diese Notlage gekommen sind. Wir haben damals bei der GFE-Group jedwedes Risiko einkalkuliert und Sicherung für jeden einzelnen Kunden betrieben. Keiner von uns konnte in seinen kühnsten Träumen erahnen, dass es in der Bundesrepublik Deutschland möglich ist, ein hoch innovatives aufstrebendes Unternehmen ohne Grund von Staats wegen einfach auszulöschen. Um ganz ehrlich zu sein, ich verstehe es bis heute noch nicht.

Allerdings bin ich kein Mensch, der so etwas ohne Gegenwehr hinnimmt. Dieser hier erfolgten Ungerechtigkeit muss ich mich entgegenstellen, denn es kann und darf nicht sein, dass ich mich mürbe machen lasse, um dann irgendwann aufzugeben. Das käme einer Rechtfertigung der staatlichen Fehlhandlungen gleich. Und dann geht es letzten Endes doch nicht nur um mich. Lt. Staatsanwaltschaft sollen wir ca. 1.500 Kunden geschädigt haben. Wenn ich dann noch all die mitleidenden Familienangehörige mitzähle, dann sind es nicht nur hunderte, nein, es sind mehrere tausend Menschen, die geschädigt wurden. Es gibt da aber eine kleine Unterscheidung, die die Staatsanwaltschaft bis heute nicht akzeptieren will. Wir, die GFE-Group, hatten bis zum 30.11.2010 keinen einzigen geschädigten Kunden. Dann hat die Staatsanwaltschaft nur aufgrund einer Vermutung eingegriffen und die komplette Firmengruppe handlungsunfähig gemacht und später sogar in den Konkurs getrieben. Seit dem 01.01.2011 gibt es Geschädigte und meines Wissens war die Führungsspitze zu diesem Zeitpunkt schon mehr als einen Monat in U-Haft. Hoffen und beten Sie mit mir, dass wir es eines Tages schaffen, unseren Vater Staat für Fehlleistungen seiner Justiz in voller Höhe haftbar machen zu können. Vielen Dank auch für die mitgesendeten Unterlagen. Die helfen mir leider nicht weiter, weil dort mit einer anderen Technologie gearbeitet wird.

Absender:                    Hans-Jürgen Ahlers aus Celle
Betreff:                         Mail an die Meyer-Werft: HAZ-Bericht …
Email vom:                   16. November 2013
Eingang hier am:          02. Dezember 2013

Hans-Jürgen, von Dir habe ich wieder etliche Emails und Briefe erhalten und versuche dies jetzt hier in chronologischer Reihenfolge zu beantworten. Natürlich werde ich mir auch heute wieder erlauben, Auszüge aus Deinen Zusendungen zu zitieren und auch zu kommentieren. In Deiner ersten hier aufgeführten Mail gehst Du auf einen Artikel in der HAZ ein. Es ist für Außenstehende sehr schwer nachzuvollziehen, wieso Du Dich in diesem Bereich so stark einbringst. Deshalb empfehle ich jedem, der sich aufgrund dieser Zeilen näher informieren will, Deine Website www.ahlers-celle.de aufzusuchen. Du, Hans-Jürgen, wirst sicher verstehen, dass ich mich nur auf die Auszüge beschränke, die sich direkt oder indirekt mit meinem Fall befassen. Du hast an Herrn Remmel (Persönlicher Referent des Ministers / Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) eine Email gesendet, die sich auf den geruchsvollen /stinkenden Schweröl-Diesel in Schiffen bezieht. U.a. schriebst Du:

[...] Eben las ich in der HAZ, dass die Menschen von Venedig die großen Kreuzfahrtschiffe nicht mehr wollen, weil ihnen der viele Schweröl-Diesel stinkt. Die Meyer-Werft sollte möglichst schnell auf die Verbrennung von Wasser umstellen (siehe 5-Seiten-Artikel von Gerhard Lukert in der aktuellen raum&zeit Nr. 186 Nov/Dez Seiten 63-67). Alle Feuerwehrleute der Erde wissen: Man darf brennendes Öl nicht mit Wasser löschen. Denn die Folge ist eine Wasserstoff-Explosion. [...] Sie werden sich fragen: Warum steht das nicht in der Bildzeitung? Weil die Energie-Mafia möglichst teure Energie will. Das Volk, die unteren 99 %, wollen aber möglichst billige Energie. Die Grünen sollten den Kirsten-Prozess in Nürnberg genauer beobachten. Siehe:

htW://ahlers-celle.de/Gerechtigkeit/briefwechsel-mit-horst-kirsten-in-der-iva-nuernberg-mannertstr-6-90′f29-nuernberg-50 [...]

Hans-Jürgen, wie Du siehst, hat man Dir von diesem Ministerium auch eine Antwort geschickt. Allerdings hat man es mal wieder vermieden, auf den hier zitierten Absatz einzugehen. Ich bin es mittlerweile schon gewohnt, dass alle Politiker taube Ohren und blinde Augen für diese Problematik haben. Keiner, aber auch wirklich keiner, traut sich dieser Thematik anzunehmen, da dies letzten Endes deren Job kosten könnte. De facto ist es aber tatsächlich so, dass weltweit schon alle Fahrzeuge zu Land, zu Luft und zu Wasser mit Wasserbeimischungen im Treibstoff, sei es Diesel oder Pflanzenöl, ausgestattet sein könnten. Für unsere Umwelt eine traumhafte Vorstellung, die nicht zur Realität werden darf, zumindest nicht in der jetzigen Zeit.

Email vom:                   16. November 2013
Eingang hier am:          23. Dezember 2013

Hans-Jürgen, ich danke Dir dafür, dass Du mir ein Weihnachtspaket zuschicken wolltest, welches wieder an Dich zurückging. Hättest Du mich vorher darüber informiert, dann hätte ich Dir gleich mitteilen können, dass es hier in Bayern nicht möglich ist, den Gefangenen Pakete zuzusenden. Dazu muss man wissen, dass der Drogenkonsum nicht vor den Mauern halt macht. Junkies finden immer einen Weg, Drogen in die JVA hineinzuschmuggeln. Die Justiz wird da fast schon nicht mehr Herr der Lage. Also vereinfacht man sich das insofern, dass man den Gefangenen nicht mehr gestattet, Pakete zu empfangen. Das hat allerdings zur Folge, dass Häftlinge wie ich, die rein gar nichts mit Drogen zu tun haben, darunter zu leiden haben. Gerne würde ich mal wieder Nahrungsmittel zu mir nehmen, die es hier im Knast nicht zu kaufen gibt. Die Gefängniskost, die mir hier verabreicht wird, wiederholt sich für mich schon zum 50. Male. Ich kann mir zweimal im Monat Lebensmittel und Rauchwaren im „Gefängnis-Supermarkt” kaufen, aber auch da habe ich aufgrund des minimalen Angebotes schon alles durch. Es gibt eigentlich gar nichts zu essen, auf das man sich noch freuen könnte. Aber ich will nicht klagen, denn ich bin noch gesund und habe keine Mangelerscheinungen. Weihnachtspakete gibt es lediglich von sozialen Einrichtungen, für Gefangene, die nicht mehr haben als ca. 30 Euro Sozialgeld. Ich hatte in diesem Jahr das Vergnügen, mit dem Pfarrer diese Weihnachtspakete verteilen zu dürfen. Es war für mich eine Freude, in viele glänzenden Augen schauen zu können. Das war für mich ein wohltuender Ersatz für Dein mir zugedachtes Weihnachtspaket.

Was mich aber wirklich erschrocken hat, ist Deine Berichterstattung über einen Herrn R. von der Energie-Mafia, was auch immer Du unter Energie-Mafia verstehst. Wenn man Dir schon so droht, dass Du all Deine Wertsachen aus dem Haus schaffen musst, weil Du Angst vor einem Molotow-Cocktail hast, dann sind wir in diesem Land schon weit gekommen. Das hört sich alles an wie in einem schlechten Krimi. So wie ich Dich kennengelernt habe, dürftest Du von Natur aus nicht unbedingt ein ängstlicher Mensch sein. Wenn Du allerdings schon solche Maßnahmen wie auswärts schlafen, Erneuerung der Türkette etc, ergreifst, dann muss die Drohung schon erheblich sein. Hans-Jürgen, passe bitte gut auf Dich auf. Ich kenne derartige Drohungen. Mir hat man ja auch schon „zugeflüstert” froh darüber sein zu dürfen, dass ich „nur” eingesperrt worden bin. Zum Glück ist Dein Nachbar von der Kripo.

Du hast mir noch von dem Erfindertreffen der Herrensteinrunde berichtet, wo Du einen luxemburgischen Elektromeister und Erfinder kennenlernen durftest. Er will Dir einen Bedini bauen. Du beschreibst mir diesen Bedini als einen Selbstläufer, der sich wie die Erde verhält. Kannst Du mir da bitte mal ein paar nähere Infos zukommen lassen, denn ich kann mir darunter nichts vorstellen, wüsste aber gerne mehr darüber. Du schreibst auch, dass Du diesen Bedini gerne mal meinen Richtern vorführen würdest. Daraus wird wohl leider nichts. Die Richter hier beim Gericht lassen es ja noch nicht einmal zu, dass Fachleute wie die Professoren Dr. Strey und Dr. Meyl hier vor Gericht eine Aussage tätigen, die bestätigen könnten, dass Wasser sehr wohl als Treibstoff genutzt werden kann. Meinen diesbezüglichen Beweisanträgen wurde nicht statt gegeben. Von anderen alternativen Technologien wollen die Richter hier erst recht nichts wissen, weil sie nach ihrer Meinung nur dafür verantwortlich sind, festzustellen, ob es sich in unserem Fall um bandenmäßigen Betrug handelt. Nicht mehr und nicht weniger. Für die Richter wäre es eine Chance gewesen, diesen Technologien den Weg zu bereiten – aber das ist wohl nicht Sinn und Zweck des Prozesses. Gerne hätte ich noch weitere Beweisanträge gestellt und die Herren Prof. Dr. Dr. Dr. Huber und Prof. Dr. Turtur laden lassen, aber das kann ich mir bei diesem Gericht ersparen.

Übrigens: Wie ich Deinem Schreiben entnehmen konnte, hattest Du vor kurzem Geburtstag. Ich wünsche Dir nachträglich nur das Allerbeste und siehe zu, dass Du noch viele viele Jahre gesund und munter bleibst. Immerhin will ich Dich auch persönlich noch kennenlernen. Wir werden sicher viel Gesprächsstoff haben.

Email vom:                  18. November 2013 13:13
Eingang hier am:         09. Dezember 2013

Hans-Jürgen, Du schreibst in einer Email an G.L.:

[,..]Informieren Sie sich über den Horst Kirsten-GFE-Skandal von Nürnberg. Mein Brieffreund Horst hatte vor über drei Jahren über 300 billige BHKW aus China importiert und die von seinen 150 GFE-Leuten [.,.] in Nürnberg auf  3/4 Wasser- und 1/4 Rapsöl-Antrieb umrüsten lassen. Firmen konnten ihre Energie so um 75 % billiger produzieren, weil Minister Schäuble Wasser nicht besteuern kann. [...]“

Wir haben im Jahr 2010 nicht nur 300 BHKWs aus China importiert, es waren weitaus mehr (ca. 1.000). Diese BHKWs bestanden aus Deutz-Motoren und Stamford-GeTieratoren, also keine No-Name-Billigware, sondern preisgünstige Lizenznachbauten. Außerdem wurden diese BHKWs nicht von 150 Leuten umgebaut. Für die serienreife Entwicklung war unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung zuständig. Das hier verwendete Mischsystem gab es schon auf dem Markt. Um dieses Patent im Rahmen unseres ESS (Energy-Saving-Systems) nutzen zu dürfen, zahlten wir dem Erfinder einen Beitrag für eine Dauernutzung. Bemerkenswert ist auch das Erlebnis, welches Du hier an dem Gefängnistor zur JVA Nürnberg erlebt hast. Ich darf dies sicher im Interesse aller Leser hier zitieren:

„[...]… wollte ich Horst im Gefängnis besuchen. Ich hätte 14 Tage vorher einen schriftlichen Antrag stellen müssen. [...] Als ich mit meinem Tele seine Hausnummer (Anm.: gemeint ist hier die Hausnummer am Gefängnistor) fotografieren wollte, sprach mich eine junge Frau an: „Fotografieren ist hier verboten.Ich: „Arbeiten Sie hier?” Sie: Ja.Ich: „Wissen Sie, wer Horst Kirsten ist?” Sie: Ja.Ich: „Ist Ihnen klar, dass der Freistaat Bayern wohl über 100 Millionen Euro Schadenersatz zahlen muss?” Sie: „Das kann wohl nicht verhindert werden.”

Gerne wüsste ich, weiche Beamtin Dir da vor der Tür begegnet ist. Aber letzten Endes ist es auch egal. Ich bin schon so lange hier in U-Haft, dass mich fast jeder einzelne Vollzugsbeamte kennt. Derzeit bin ich der am längsten einsitzende U-Häftling in dieser Anstalt. Einen Rekord, den ich nie schlagen wollte. Da es sich bei dem GFE-Prozess auch noch um den größten Prozess nach dem Kriegsverbrecherprozess handelt und auch noch im historischen Gerichtssaal 600 (in dem der Nazi-Prozess stattfand) verhandelt wird, ist es kein Wunder, dass ich hier in aller Munde bin. Ich warte auf den Tag, an dem man mir noch eine Inventar-Nummer verpasst. Dennoch muss ich sagen, dass ich hier mit vielen Vollzugsbeamten ein gutes Verhältnis habe und diese mich des Öfteren auch anspornen, es dem Gericht mal zu zeigen, denn sie erleben die Ungerechtigkeit des Systems ja fast alle Tage. Keiner der hier tätigen Vollzugsbeamten kann etwas dafür, dass ich eingesperrt wurde und weil ich das so sehe, habe ich auch keine größeren Probleme.

Email vom:                  26. November 2013 10:12
Eingang hier am:         09. Dezember 2013

Diese Mail will ich in ungekürzter Form weitergeben:

,, [...] am 16.11. fand ich in der HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung) einen Artikel, der berichtete, dass in China Menschen ohne Prozess für 4 Jahre zur Gehirnwäsche in Umerziehungslager gesteckt werden können. Da musste ich an Dich denken.

Ich sende Dir den Artikel mit der Post. Dir ist hoffentlich klar, dass die internationale Energie-Mafia für hohe Energie-Preise ist. Wir unteren 99 % wollen aber möglichst niedrige Energie-Preise. Demokratie ist ein griechisches Wort und bedeutet Volksherrschaft. Frage Dich bitte: Warum haben wir unteren 99 % in Deutschland nichts zu sagen?

Das Buch „Energie ohne Ende” von Andreas von Retyi ist für Deinen Prozess sehr wichtig. Ich habe es schon fast durchgelesen. Es kommt gut heraus, wie die billige Energie in den letzten 80 Jahren verhindert wurde. Durch die Macht des Internet wird die Macht der Energie-Mafia nun schwächer.

Deine Verteidiger müssen unbedingt einen Nürnberger Feuerwehrmann in den Zeugenstand holen, damit der den Richtern erzählen kann, was eine Fett-Explosion ist. Da findet nämlich eine Gratis-Elektrolyse statt. Deine Richter wissen aus dem Schulunterricht, wie teuer die normale Elektrolyse ist. Sie wissen auch, wer Wernher von Braun war und was seine V2 und Saturn V waren. Die sind mit teuer gespaltenem H20 geflogen. [...]

Hans-Jürgen, in allen Ehren: Es ist zwar sehr schön, wenn Du an mich denken musst, aber der Zusammenhang mit einem chinesischen Umerziehungslager will ich nicht so stehen lassen. Ich werde definitiv nicht einer Gehirnwäsche unterzogen. Dass sich meine Gedanken insofern verändert haben, ist der Tatsache zu verdanken, dass ich ausreichend Zeit hatte, alles zu überdenken. Und es hat mir nicht geschadet. Im Gegenteil: Ich habe meine Wertvorstellungen zu meinem Vorteil völlig verändert. Eine Gehirnwäsche wäre es doch nur dann gewesen, wenn mich die Justiz soweit gebracht hätte, eine Tat zu gestehen, die ich niemals begangen habe. Das müsste ich dann auch noch voller Überzeugung tun. Nein, das ist und wird niemals geschehen, weil ich das nicht zulasse.

Was unsere Demokratie angeht, so muss ich Dir leider widersprechen. Es bedeutet zwar Volksherrschaft, aber wann steht das Volk denn wirklich auf? Dass die Energie-Mafia, ich darf diese als Lobbyisten benennen, eine solche Macht ausüben liegt doch nur daran, weil das Volk mehr oder weniger träge ist. Keiner der regierenden Politiker würde sich den Lobbyisten anschließen, wenn er bemerken würde, dass er damit einen Volksaufstand herauf beschwören würde. Ich will es mal ganz lapidar ausdrücken. Dem Volk geht es so gut, dass es keine Veranlassung hat, sich gegen Ungerechtigkeiten zu erheben.

Volk bedeutet auch Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgt. Wo gibt es denn in unseren Breitengraden noch derartige Gemeinschaften? In der Bundesrepublik Deutschland nennt man es zwar eine Gemeinschaft, aber sind wir doch mal ganz ehrlich. Wir sind ein Volk von Egoisten geworden – die Meisten kümmern sich nur noch um sich selbst und um ihre Familien. Zu einer gut funktionierenden Gemeinschaft gehört auch Vertrauen. Die vielen uns erreichenden täglichen Nachrichten negativer Natur, lassen in uns allen doch nur noch Misstrauen wachsen. Ich spüre das hier am eigenen Leibe. Bei den vielen negativen Nachrichten über Gerichte und Richter innerhalb der Bundesrepublik Deutschland kann ich doch keinem Gericht und keinem Richter mehr vertrauen. Ein einziger Fehler eines Richters reicht doch schon aus, um ihm Misstrauen auf alle Zeiten entgegen zu bringen.

Die Folge ist dann Interesselosigkeit an dem täglichen Weltgeschehen. Es ist doch kein Wunder, dass die meisten Menschen sich nicht mehr für die Politik interessieren. Somit gehen auch die wirklichen Probleme, die jeden interessieren sollten, im Dschungel der Negativ-Nachrichten unter. Das machen sich die Lobbyisten zunutze. Wären wir allesamt früher schon aufgestanden, dann würden wir für unsere Energie schon heute keinen Cent mehr bezahlen müssen. Die hohen Preise haben wir uns insofern selbst zuzuschreiben.

Was das Buch vom Autor Andreas von Retyi (Energie ohne Ende) angeht, so wäre ich Dir sehr verbunden, wenn Du mir eines über den Fachhandel zukommen lassen würdest, denn es scheint ja wirklich hochinteressant zu sein. Alle Informationen, die mir in diesem Prozess weiterhelfen können, bedeuten für mich weitere Tage in Freiheit. Sollte es Dir nicht möglich sein, so gebe mir bitte Bescheid, damit ich mich anderweitig um die Zusendung kümmern kann. Seit 80 Jahren wird die Einführung billiger Energie verhindert. Wir leben in einer Zeit, in der wir dies verändern können. Menschen, wie Du, sind dafür mehr als hochqualifiziert und ich schließe mich dem dann auch gerne an. Lass uns gemeinsam dieses Ziel verfolgen.

Zum letzten Absatz Deiner Mail kann ich nur sagen, dass meine Verteidiger keinen Beweisantrag zur Ladung eines Feuerwehrmannes einreichen müssen, da das Gericht diesem sowieso nicht zustimmen würde. Mit Sicherheit würde in der Ablehnungsbegründung stehen, das es unbestritten ist, dass man brennendes Fett nicht mit Wasser löschen soll. Weiter habe ich in meiner Verteidigungsschrift schon auf die Wasserbeimischung im zweiten Weltkrieg hingewiesen. Für das Gericht sind das alles keine Gründe, sich weitere Zeugen anzuhören. Es wird sich darauf berufen, dass es nur darüber zu entscheiden hat, ob hier ein Betrug vorliegt oder nicht. Alles andere „drumherum” ist für das Gericht unerheblich, was mir die Sache leider auch nicht leichter macht.

Nun, ich glaube, ich habe heute wieder so viel geschrieben, dass der ein oder andere es bis hierher gar nicht zu lesen geschafft hat. Gerne würde ich weniger schreiben, aber der Drang alles ausdrücken zu wollen, damit es nicht falsch verstanden wird, bringt dann immer so ellenlange Antworten mit sich. Ich hoffe Ihr seht mir das nach. Ich sitze lieber hier an meinem Schreibautomat und teile mich der Öffentlichkeit mit, als das ich mit Gefangenen zusammensitze, die immer nur vom Gefängnis reden und dabei die Chance vertun, an ihrem eigenen „Ich” zu arbeiten.

Ich wünsche Euch/Ihnen noch eine gute Zeit und vor allen Dingen ein frohes und glückliches Jahr 2014.

Ihr Horst Kirsten

Veröffentlicht unter Briefe