Wichtige Informationen (18.12.2014)

Liebe User, Mitstreiter und Freunde,

sicher ist es Euch aufgefallen, dass  ich auf dieser Seite nichts mehr poste. Man hat mich in eine andere Haftanstalt verschult und mir damit auch alle Möglichkeiten einer ordentlichen Verteidigung genommen. Insofern bleibt mir vorerst nichts anderes übrig, als die Revisionsentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes abzuwarten.

Ab und zu werde ich ab sofort versuchen, wichtige Informationen zum Verlauf hier einzubringen. Auf Eure E-Mails kann ich leider im öffentlichen Teil dieser Webseite nicht mehr eingehen, was nicht heissen soll, dass ich diese nicht beantworte. Wer in seiner E-Mail an mich seine Anschrift hinterlässt, wird von mir zukünftig mit einem handschriftlichen Brief bedacht. Oder noch besser, sie schreiben mir einfach an die folgende Adresse:

Horst Kirsten
JVA Bayreuth
Markgrafenallee 49
95448 Bayreuth

Im Übrigen sicher ich einen erfahrenen Ghostwriter. Meiner über 1300 Seiten lange Aufarbeitung des Falles liegt schon seit Monaten bereit. Diese möchte ich nun gerne als Buch auflegen. Entsprechend versierte und vertrauensvolle Ghostwriter können sich gerne per E-Mail oder postalisch an mich wenden. Nennen Sie hierbei bitte Ihre Bedingungen.

Für heute soll es das gewesen sein. Ich hoffe, dass Sie mit Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest feiern konnten und wünsche Ihnen allen einen guten Start ins neue Jahr, auf dass dieses uns allen die uns zustehende Gerechtigkeit bringe.

Ihr / Euer Horst Kirsten

Antworten auf mir zugegangene Emails, Facebook-Nachrichten und Briefe (Stand 04.03.2014)

Liebe Freunde, User und Mitstreiter,

Es ist vorerst, wenn auch nicht positiv, geschafft. Am 27.02.2014 war der letzte Verhandlungstag und man hat mich zu einer Strafe von 9 Jahren verurteilt. Dass hier in Nürnberg relativ hohe Strafen vergeben werden ist ja allseits bekannt. Insofern war ich mehr oder weniger darauf gefasst, ein solches Strafmaß auferlegt zu bekommen. Und dennoch bin ich mehr als enttäuscht über die Art und Weise der Verhandlungsstrategie. Im Grunde genommen hatte keiner der hier Angeklagten je eine Chance.

Aber zuerst möchte ich mich bei Euch allen entschuldigen. Ich konnte Eure Emails in den letzten Wochen nicht gleich beantworten. Ihr könnt Euch ja sicher vorstellen, weshalb ich so lange Zeit nicht geantwortet habe. Die letzten Tage waren für mich eine Heidenarbeit und dennoch hat es letzten Endes bei Gericht nichts gebracht. Nun habe ich mein Urteil und muss mich wohl oder übel damit abfinden. Eigentlich war von vornherein klar, dass das Gericht so entscheiden wird, aber irgendwo war immer noch ein Funke Hoffnung vorhanden.

Am 27.02.2014 habe ich viele mir bekannte Besucher im Gerichtssaal wahrgenommen, konnte aber leider keinen Kontakt zu ihnen aufbauen. Dennoch habe ich mich sehr gefreut, dass viele Menschen mir an diesem Tage zur Seite gestanden sind. Selbst meinen Sohn, meine Schwiegertochter, meine Schwester und meinen Schwager durfte ich an diesem Tage nicht begrüßen. Zum Glück konnte und durfte ich meine Frau in den Arm nehmen. Sie war in Tränen aufgelöst. Der Gefängnispfarrer saß neben ihr und hat ihr die Hand in dieser schweren Stunde gehalten. Das war für mich das Größte und Menschlichste, was an diesem Tage in diesem Gerichtssaal geschah. Es gibt doch noch einen Gott.

Logischerweise haben meine Anwälte Revision angekündigt und nun müssen wir bis zu 23 Wochen auf das schriftliche Urteil mit Begründung warten, bis es weiter geht. Auf alle Fälle sollte der Bundesgerichtshof über alles, was hier an Unrecht geschehen ist, informiert sein. Es sind derartig viele Verfahrensfehler gemacht worden, dass wir ein gute Chance haben, dass der Revision statt gegeben wird. Aber um ehrlich zu sein, werde ich mich darauf auch nicht mehr verlassen. 3 1/4 Jahre habe ich nun gekämpft, um der Gerechtigkeit wegen und es hat zu nichts geführt. Es mag sein, dass ich einiges falsch gesehen und interpretiert habe, aber eines kann ich bis zum heutigen Tage sagen: Ich habe niemals jemanden betrügen wollen und habe dies auch niemals getan.

Ich bin in der ganzen langen Haftzeit mürbe und müde geworden und irgendwo schleicht sich bei mir jetzt auch so etwas wie Resignation ein. Wenn mich schon der Richter darauf anspricht, dass ich nicht der Messias der erneuerbaren Energien bin, dann muss ich wirklich darüber nachdenken, ob ich nicht womöglich zu weit über das Ziel hinaus geschossen bin. Wir hätten innerhalb der GFE sicher einiges zur Energiewende beitragen können, aber ob dies wirklich einen so weitreichenden Erfolg gehabt hätte, wie ich ihn beschrieben habe, das ist eine Einstellung, die ich sicher noch einmal überdenken sollte, denn bis vor kurzem wusste ich nicht, dass die Bundesregierung das Rapsöl seit 2011 innerhalb des EEGs nicht mehr fördert. Dann musste ich erst neulich erfahren, dass die EGM mit Prokon fusionierte und diese meldete kurz darauf Insolvenz an. Die GFE beabsichtigte u.a. dort den Treibstoff einzukaufen, wenn es denn nicht mit unserem Entwickler geklappt hätte. Dass Herr Meyer dies dann doch noch geschafft hat, brauche ich Euch sicher nicht extra zu erzählen.

Das Interessante an dieser Sache ist nur der, dass die EGM hier in Deutschland nun den Treibstoff herstellt, wohl aber aufgrund der Insolvenz der Prokon die Produktion einstellen muss. Ich bin darüber bis dato nicht informiert, befürchte dies allerdings.

Ich will jetzt nicht weiter sogenannte Verschwörungstheorien in die Welt setzen, aber es ist doch wirklich eigenartig, dass wir Ende 2010 mit dem Finanzministerium in Bayern in Kontakt standen, die uns dann erzählten, dass die ganze Sache bzgl. der Steuererstattung für BHKW-Kunden auf Bund-Länder-Ebene besprochen werden muss – und prompt gibt es keine Subvention des Rapsöls, was den Betrieb derartiger BHKWs unwirtschaftlicher macht.

Und kaum gibt es eine Firma, die ein derartiges Gemisch, in diesem Fall Diesel und Wasser, in Deutschland herstellt, wird diese durch Insolvenz wieder vom Markt genommen. Ich kann in beiden Fällen keinen Nachweis erbringen, muss aber feststellen, dass wir uns unbewusst einen Gegner ausgesucht haben, der unbezwingbar ist.

Mittlerweile bin ich 61 Jahre alt und werde noch für einige Zeit im Gefängnis verbringen müssen. Vielleicht werdet Ihr es nicht verstehen. Ich kann und will mich nicht mehr für den Bereich der erneuerbaren Energien stark machen. Den Rest meines Lebens will ich nur noch meiner Frau und der Familie widmen. Meine Frau hat das verdient. Sie hat nicht zuletzt unschuldig mehr als 2 Jahre im Gefängnis verbracht und lebt nun in großer Armut. Ob Schuld oder Unschuld – jede andere Frau hätte mich verlassen. Sie hat mir die Kraft und die Energie gegeben, die ich hier drinnen gebraucht habe.

Ich habe während meiner Haftzeit alles getan und ich habe öffentlich und vor Gericht alles gesagt, was zu sagen war. Alles Weitere wird zu nichts mehr führen. Diese Einsicht habe ich gewonnen und werde insofern mein zukünftiges Leben darauf ausrichten. Die letzten Jahre meines Lebens will ich glücklich und in Frieden mit meiner Frau verbringen. Das ist nun die einzige Aufgabe, die ich in diesem Leben noch zu erledigen habe.

Die ganze vergangene Zeit hat uns auch gezeigt, wer die wirklichen Freunde sind und selbst in der Familie hat sich das ein oder andere getan. Wir haben im Laufe unseres Lebens vielen Menschen zur Seite gestanden und nun, wo wir sie gebraucht hätten, waren diese nicht mehr da. Dafür traten neue Freunde in unser Leben, die wir vorher nicht in dieser Art kennen lernen konnten.

Die Revisionszeit werde ich dazu nutzen, den ganzen GFE-Fall nochmals bis ins kleinste Detail aufzuarbeiten. Das wird aber das Letzte sein, was ich noch in diesem Metier bewerkstellige. Es wird Fragen über Fragen geben, aber wir sollten uns alle keine zu großen Hoffnungen machen, dass diese Fragen jemals beantwortet werden.

Ich bin der Wahrheit verpflichtet und habe die Wahrheit auch immer wiedergegeben, wie man auch meiner Verteidigungsschrift und meiner Website entnehmen kann. Ich werde mich zukünftig immer noch im Spiegel anschauen können und habe meine Selbstachtung nicht verloren. Wir sollten alle akzeptieren, wie und was hier in Nürnberg geschehen ist. Wir müssten unser ganzes Leben opfern, um am Ende erkennen zu müssen, dass wir keinen einzigen Schritt weitergekommen sind. Ich will nur noch meinen inneren Frieden und hoffe, dass ich mit meiner Frau noch ein glückliches Leben danach habe.

Das Leiden muss ein Ende haben. Ich schätze die Aktionen, die da draußen liefen sehr und kann nur jedem einzelnen raten, ähnlich wie ich zu verfahren, denn ansonsten zermürbt dieser Kampf unsere gesamte Persönlichkeit und wir erkennen die wirklichen Werte dieses Lebens nicht mehr.

Der Herr soll nicht nur mir, sondern allen, die in irgendeiner Weise mit diesem Falle befasst waren, in welcher Funktion auch immer, Gelassenheit, Trost und Zuversicht zukommen lassen. Nur wenn wir Frieden in uns finden, kann unser Leben glücklich sein.

Zu unserem Fall passt eine Email, die ich hier an erster Stelle wiedergeben will:

Absender:                  U.R. aus Essen
Codename:                Urp
Betreff:                       Gruß an Horst Kirsten
Email vom:                 12. Januar 2014 19:39 - Eingang hier am: 03. Februar 2014

Frau R., ich sehe Ihre Email nicht als Rechtfertigung an, denn ich hätte als Geschädigter anfangs wohl auch nicht anders gehandelt. Ich darf zum Verständnis zum Ausdruck bringen, dass Sie ebenfalls zu den Geschädigten zählen und gegen mich einen Mahnbescheid erlassen haben. Zu dieser Vorgehensweise habe ich auf dieser Website bereits mehrmals Stellung bezogen, was Sie dann zu dieser hier in Auszügen zitierten Email veranlasste, wofür ich Ihnen sehr dankbar bin:

[...] Ich weiß nicht, inwiefern Sie darüber informiert sind, wie es vermutlich zu dieser Flut von Mahnbescheiden kam. Am 04.03.2011 erfolgte im elektronischen Bundesanzeiger seitens der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth eine Veröffentlichung hinsichtlich der Sicherstellung von Vermögenswerten. [...] Das in der Zwangsvollstreckung herrschende Prioritätsprinzip (umgangssprachlich: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst”) gilt auch in diesem Verfahren. [...] Weder die von Herrn RA Viola zunächst überzeugend klingenden Überlegungen noch weitere Konzepte brachten eine Lösung. Eine weitere angestrebte Möglichkeit im Rahmen des Insolvenzverfahrens die Geschäfte fortzuführen, wurde durch den Insolvenzverwalter Raab zu Nichte gemacht.

Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger war wie ein - wenn auch nur schwaches – Licht am Horizont. Heute weiß ich, dass es m.E. auch eine Gelddruckmaschine” für die Gerichtskasse war. Die Gebühren waren immens.

Diese Mitteilung lag mir sehr am Herzen, auch wenn es in Ihren Augen nur als Rechtfertigung gesehen wird. Grundsätzlich habe ich an dem Konzept der GFE nie gezweifelt und bin auch heute nach wie vor der Überzeugung, dass es gelungen wäre. Ich kann mich sehr gut an Ihre Worte auf meiner ersten Veranstaltung im März 2010 in der Pyramide erinnern: Das Konzept ist auf dem Markt einzigartig und wird sicher in wenigen Jahren ein Politikum. [...]“

Frau R., damals im März 2010 hätte ich es niemals für möglich gehalten, dass meine Worte so früh zur Realität werden. Wenn gleich nach meiner Inhaftierung die sogenannten durch die GFE-Group Geschädigten der richtigen Spur gefolgt wären, dann hätte das alles sicher einen anderen Ausgang genommen. Aber wie bereits gesagt: Ich kann niemandem diesbezügliche Vorwürfe machen, denn ich hätte mich sicher nicht anders verhalten. Vielen Dank für Ihre ehrliche Mitteilung, Frau R. – und nun gleich zu Ihrer zweiten Email:

Absender:                  U.R. aus Essen
Codename:                Urp
Betreff:                       ARD Sendung „Unschuldig hinter Gittern”
Email vom:                 30. Januar 201417:08 - Eingang hier am: 03. März 2014

Frau R., Sie werden sicher zulassen, dass ich Ihre Email in großen Auszügen hier wiedergebe, denn der von Ihnen gewählte Text spricht für sich selbst:

[...] gestern Abend wurde in der ARD in Form eines Spielfilms das Justizdrama Der Fall Harry Wörz” gezeigt. Die Geschehnisse seit April 1997 wurden akribisch nachgezeichnet.

Ich fand in diesem Fall unglaubliche Parallelen zum Fall GFE und Ihrer Person. Polizeiliche Ermittlungen waren von vornherein einseitig, da man glaubte, den vermeintlichen Täter bereits dingfest gemacht zu haben. Auch die Staatsanwaltschaft glaubte uneingeschränkt den von der Polizei zusammen getragenen Fakten und kontrollierte die polizeilichen Ermittlungsakten nicht selbst. Entlastendes Material wurde erst gar nicht gesucht oder wenn etwas auftauchte, wurde es nicht zur Kenntnis genommen oder verschwand auf nimmer Wiedersehen.

Dieser Fall betrifft zwar nicht die Gerichtsbarkeit Nürnberg, sondern die Landgerichte Karlsruhe und Mannheim sowie das Oberlandesgericht Karlsruhe und den Bundesgerichtshof. Ich glaube jedoch, dass das egal ist, es zeigt nur, dass man unser Rechtssystem immer wieder anzweifeln und hinterfragen muss.

Im Anschluss an diesen Film machte Anne Will in Ihrer Talkshow das Thema Fehlurteile und schlampige Ermittlung” zum Thema ihrer Sendung: Unschuldig hinter Gittern – Sind Justizirrtümer wirklich Ausnahmen?” Zu Gast waren Harry Wörz, Wolfgang Bosbach (Vorsitzender im Innenausschuss des Bundestages), Ralf Neuhaus (einer der Strafverteidiger von Harry Wörz), Heinrich Gehrke (ehemaliger Vorsitzender Richter am Landgericht Frankfurt) und Herta Däubler-Gmelin (ehemalige Bundesjustizministerin, heute Anwältin).

Eine hochinteressante Diskussionsrunde, die so manche Feststellungen zu Tage brachte:

Justizinterne Kontrollmechanismen sind unzureichend, insbesondere bei der Sachverhalts­feststellung. Es gibt bereits Gutachten darüber, dass sich die Polizei zu früh festlegt bei der Identifizierung des Beschuldigten und es fällt auch auf, dass Richter mehr der Staatsanwaltschaft Gehör schenken als den Anwälten und damit natürlich den polizeilichen Ermittlungen. Wenn diese dann noch nicht einmal von der Staatsanwaltschaft begleitet wurden ist dies bereits die erste Fehlerquelle. Fehlerkontrollen müssen her, denn eines Rechtsstaates ist es nicht würdig, solche Fehlurteile, die einen Menschen kaputt machen und damit auf breiter Front Vertrauen zerstört wird, zu dulden.

Eindeutig ist, dass häufig ein systemisches Versagen zu Fehlern führt. Die Materialsammlung ist faktisch in den Händen der Polizeibehörde. Das Ermittlungsergebnis der Polizei wird dann dem Gericht vorgelegt. Sogenannte Spurenakten aus denen ggf. mit anderer Sichtweise ein anderes Ergebnis herauskäme werden dem Gericht nicht automatisch vorgelegt, sondern nur auf Anforderung. Somit entscheidet das Gericht in den meisten Fällen nach einem bereits vorliegenden Ermittlungsergebnis. Die Belastung der Gerichte ist dann vielfach eine Exculpation, die herangezogen wird. Das ist jedoch keinesfalls hinnehmbar. [...]“

Wie recht Sie haben, Frau R. – ich habe es schon mehrfach geschrieben und dem Gericht zum Ausdruck gebracht. Die Polizei drang bei uns ein, beschlagnahmte, neben der Verhaftung einiger Personen, lastwagenweise Geschäftsmaterial, aus denen am Ende lediglich etwas mehr als 100 Ermittlungsakten wurden. Die Polizei erstellte einen Bericht, den sie der Staatsanwaltschaft zukommen ließ und diese formulierte lediglich diesen Bericht mit ihren Worten um, um diesen an das Gericht weiterzugeben. Ergo sind tatsächlich die von der Polizeibehörde ermittelnden und zusammengefügten Daten die Quintessenz, die dem Gericht als Vorlage für einen Prozess dient. Somit entscheidet schon der „kleine” Polizist unbewusst oder bewusst das auf den vermeintlich Beschuldigten zukommende Urteil.

Die Ermittlungen seitens der Polizeibehörde sollten It. deutschem Recht von der Staatsanwaltschaft kontrolliert werden, die wiederum vom Gericht kontrolliert wird. Das ist definitiv in unserem Falle niemals geschehen, denn ansonsten würden sich der Polizeibericht, die Anklage und am Ende die bereits erfolgte mündliche Urteilsbegründung nicht in so vielen Punkten gleichen. Selbst die Satzstellung ist des öfteren dieselbe.

Welchen Stellenwert die Staatsanwaltschaft im Gegensatz zu den Verteidigern einnimmt, ist hier in Bayern, zumindest in Nürnberg, schon an der Sitzordnung im Gerichtssaal zu erkennen. So sitzen die Richter und die Schöffen auf einer erhöhten Ebene. Die Staatsanwaltschaft nimmt ebenfalls diese höhergestellte Position ein. Die Verteidiger sitzen mitsamt ihrer Mandanten „unten” im Saal. Beim Haftrichter ist mir dies in ganz besonderer Weise aufgefallen. Dort sitzt die Staatsanwaltschaft mitsamt dem Richter auf einer Empore an einem Tisch. Der Verteidiger und dessen Mandant sitzen wie kleine Sünder auf einer unten angeordneten Sitzbank. Wie das in Einklang mit einer objektiven Ermittlungsarbeit zu bringen ist, wird mir wohl nie einer überzeugend erklären können.

Bei der Vielzahl der täglich laufenden Prozesse ist ein Richter überhaupt nicht mehr in der Lage, sich im Detail auf den einzelnen Fall einzulassen. Er ist mehr oder weniger auf die Vorarbeit der Polizei und der Staatsanwaltschaft angewiesen. Das kann aber nur zum Nachteil des Beschuldigten führen und damit wird die Zahl der Fehlurteile sicher nicht minimiert.

Frau R., Sie haben mir aus der Seele gesprochen und ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihren Beitrag. Auch wenn ich mittlerweile mein Urteil erhalten habe, so sollte man diese Ungerechtigkeit im deutschen Justizsystem nicht einfach so hinnehmen. Ich werde über die Revision versuchen, der Gerechtigkeit den richtigen Stellenwert zuordnen zu lassen. Drücken Sie mir hierzu bitte die Daumen.

Absender:                    G. aus Nürnberg
Email vom:                  29. Dezember 2013 22:11 - Eingang hier am: 13. Januar 2014

G., für Deine Neujahrsgrüße vielen Dank. Wir haben uns zwischenzeitlich ja schon im Ehe-Seminar der JVA wieder gesehen. Mach Dir keine Sorgen. Pino passt auf mich auf und ich auf ihn. Dir und ihm wünsche ich natürlich auch nur das Allerbeste in diesem Jahr. Es werden wieder bessere Tage auf uns allesamt zukommen.

Absender:                   M.L.
Codename:                Blitzenreute
Betreff:                       1 Frage
Email vom:                 30. Dezember 2013 10:17 - Eingang hier am: 13. Januar 2014

Herr L, Sie haben vollkommen Recht, wenn Sie mich nach der Funktionsfähigkeit unserer Geräte fragen. Weiter stellen Sie die Frage, weshalb die Kunden gegen uns klagen und warum wir die Baupläne nicht verteilen, Ich will Ihnen diese Fragen gerne beantworten. Was die Funktionsfähigkeit unserer Geräte angeht, so gab es diese Art von Geräten bereits schon vor der Gründung der GFE-Group. Wir haben dennoch selbst experimentiert und es ist uns schlussendlich auch gelungen.

Das Gericht hat uns nun verurteilt und stellt in seiner Begründung fest, dass diese Geräte niemals funktioniert haben. Wissen Sie, wenn ich es nicht selbst mit eigenen Augen gesehen hätte, dann würde ich, wie andere „Nichtfachleute” dem Gericht Glauben schenken müssen.

Die ehemaligen Kunden klagen gegen uns, weil diese sich bei uns ein BHKW gekauft haben und dieses dann zum wirtschaftlichen Betrieb an uns verpachtet haben. Da steht ihnen natürlich eine monatliche Pacht zu, die seit dem 30.11.2010 seitens der GFE-Group nicht mehr gezahlt werden konnte, da die Staatsanwaltschaft alle Firmenkonten blockiert hat. Außerdem haben die Zivilgerichte und die Medien Sorge dafür getragen, uns schon im Vorfeld in aller Öffentlichkeit als Betrüger an den Pranger zu stellen.

Unsere BHKWs funktionierten durch spezielle Einspritzung eines Rapsöl-Wasser-Gemischs (Emulsion), welche von einem unserer Entwickler zur Prüfung dem TÜV und der DEKRA vorgeführt wurden. Beide Institutionen haben die Verbrauchswerte bestätigt. Eine andere Firma (EGM) in Norddeutschland hat diese Emulsion mit einem von ihr entwickelten „Wirbelwandler” hergestellt und hat hierfür den Innovationspreis der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Auch dort wurden mit dieser Emulsion BHKWs betrieben. Unser Entwickler hat zwischenzeitlich ein Patent beantragt und auch die Firma EGM verfügt über ein Patent ihres Wirbelwandlers.

Es sollte Ihnen, lieber Herr L. aber auch klar sein, dass eine derartige Technologie nicht gewollt ist, denn dann würden die Interessen anderer Großkonzerne aufs Gröbste verletzt und im Übrigen nimmt die Bundesrepublik Deutschland pro Jahr ca. 40 Milliarden an Mineralölsteuer ein.

Im Übrigen wurde im Jahre 2011, ich erfuhr dies erst vor kurzem, die EEG-Subvention für Rapsöl gestrichen bzw. reduziert, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der BHKWs auf ein Minimum reduziert wurde, sodass diesen Geräten, von wem sie auch hergestellt werden, der Zugang zum Markt auf lange Zeit verwehrt wird. Ich hoffe damit Ihre Fragen ausreichend beantwortet zu haben.

Absender:                 F.Sch. aus Glienicke
Codename:               canadian
Betreff:                      Prosit
Email vom:                31. Dezember 2013 16:40 - Eingang hier am: 13. Januar 2014

Herr Sch., Sie werden sicher entschuldigen, warum ich auf Ihre 13-seitige Email nicht sofort antworten konnte. Nehmen Sie bitte mein Statement am Anfang dieser Antworten zum Anlass, die Gründe hierfür zu akzeptieren. Natürlich wünsche ich auch Ihnen, wenn auch etwas verspätet, ein schönes 2014. Ich will gar nicht erst versuchen, Ihre sehr umfangreiche und aussagekräftige Email zu beantworten, denn das würde hier an dieser Stelle sicher den Rahmen sprengen. Sie spricht für sich selbst. Ich kann an dieser Stelle Ihnen nur meinen herzlichsten Dank zum Ausdruck bringen. Sie haben erkannt, um was es hier wirklich geht oder besser gesagt, um was es ging. Gerade nach dem erst kürzlich ausgesprochenen Urteil taten mir Ihre Worte sehr gut. Ich hoffe, bald wieder von Ihnen zu hören.

PS: Die hier erwähnte Email von Ihnen dürfen Sie gerne, im Interesse aller User, auf meiner Facebook-Site in meinem Forum teilen. Sie würden mir damit eine große Freude bereiten.

Absender:                    F. W. B. aus Werdohl
Brief vom:                    Neujahr 2014 - Eingang hier am: 14. Januar 2014

F. auch bei Dir muss ich mich wegen der langen Verzögerung meiner Antwort entschuldigen. Deinen 9-seitigen Brief vermag ich so kurz nach dem Urteil nicht zu beantworten. Ich kann Dir jedoch versichern, dass er mich sehr berührt hat und ich mich sehr freue, Dich kennengelernt zu haben. Es gibt nur wenige Menschen, die es schaffen meine Emotionen hervorzurufen. Du hast es mit Deinem Brief geschafft. Ansonsten kann ich Dir nur das wiedergeben, was ich zuvor schon an F. Sch. geschrieben habe. Ich verspreche auch, auf weitere Briefe Deinerseits zukünftig wieder näher einzugehen. Mir fehlt derzeit einfach nur die Muse dazu. Bitte verstehe das.

Absender:                             H.K. aus Nähe Bamberg
Facebook-Nachricht vom:    21. Januar 2014 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Hallo Herr K., es hat mich sehr gefreut Sie zum Einen im Gerichtssaal getroffen und zum Anderen von Ihnen eine Nachricht erhalten zu haben, die ich hier kurz zitieren möchte:

Ich war heute bei der Polizeidirektion [...] um Anzeige gegen die Insolvenzverwalter und Staatsanwältin Ühlein zu erstatten. Der zuständige Kripobeamte wusste wohl nicht wie er sich verhalten sollte und bestellte mich auf nachmittags, da er angeblich einen Termin hätte. Mittags um 12.00 Uhr. Um 15.00 Uhr kam ich erneut. Da sagte er mir, ich solle doch abwarten, die Plädoyers kämen jetzt auf den Plan. Er sagte, der Schuss ging nach hinten los, wenn ich bei meiner Anzeige bleibe. Als mich die mit anwesende junge Kripobeamtin wieder nach unten brachte, meinte diese, dass der Beamte Schiss hätte gegen die Justiz Nürnberg-Fürth zu ermitteln. Er habe dort angerufen und wahrscheinlich wurde ihm gesagt, dass er mich stillhalten solle. Sie hätte die Anzeige aufgenommen. Ist schon recht merkwürdig was hier die Justiz veranstaltet. Was wollen die verbergen?”

Herr K., Ihre Frage ist berechtigt. Ich will gar nicht darauf antworten, weil wohl ein Jeder die gleichen Gedanken hegt, wie sie mir derzeit durch den Kopf gehen. Nachdem jetzt das Urteil gefällt wurde, sollte wohl ein Jeder wissen, wer der wahre Schuldige ist. Die Behörden haben sich mit diesem Urteil von allen Verpflichtungen frei gesprochen. Sie dürfen drei Mal raten, weshalb so viele in diesem Fall Verurteilte sich ungerecht behandelt fühlen und deshalb in die Revision gehen. Vielen Dank für Ihre Mitteilung, die einmal mehr bestätigt, wie die Justiz verfährt.

Absender:                  D.M. aus Wien/Österreich
Codename:                Dimitri
Betreff:                       technische Details von BHKW
Email vom:                 24. Januar 2014 20:36 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Herr M., Sie sind nun schon der x-te, der mich darum bittet, technische Details bekannt zu geben, damit ein Jeder diese Blockheizkraftwerke nachbauen kann. Ich erkenne daran, dass Sie meine Verteidigungsschrift und meine Website nicht in allen Einzelheiten kennen, denn ich habe schon mehrmals darüber geschrieben, dass diese Technologie nicht von uns stammt. Diese Technik gab es schon zum Zeitpunkt unserer Firmengründung und sie erhielt auch den Innovationspreis der Bundesrepublik Deutschland.

Wir waren lediglich die ersten, die diese Technologie in Serie herstellten und auf den Markt brachten. Um dies zu bewerkstelligen, war es nur vonnöten einen robusten herkömmlichen Dieselmotor mit einem Generator (einschl. des Controllers) zu einem BHKW zu verbinden. Hier fanden wir einen Hersteller in China, der eine Lizenz für den Bau von deutschen Deutz-Motoren hatte, die auch dort gleich in Verbindung mit Stamford-Generatoren zu BHKWs zusammengebaut wurden. Diese BHKWs kamen auch gleich betriebsbereit hier in Deutschland an. Weiter hätten wir nur noch den Treibstoff in Malaysia besorgen müssen, der aus einem Rapsöl-Wasser-Gemisch (1:3) bestand. Dies unterließen wir vorerst, da ansonsten unser Geheimnis gelüftet worden wäre, mit welchem Treibstoff wir dieses BHKW so rentabel betreiben können.

Parallel hierzu richteten wir eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung ein, die letztendlich das gleiche Ergebnis erzielte, sprich: Antrieb mit einem Rapsöl-Wasser-Gemisch im Verhältnis 1:3. Da dies allerdings durch andere Technik zustande kam, wurden diverse Patente von unserem Entwickler beantragt. Über diese Patente habe ich bereits ausführlich Stellung bezogen und Sie können die Patent-Nummern auf dieser Website finden. Im Übrigen sollte man wissen, dass Patentanmeldungen nur dann vom Patentamt angenommen werden, wenn die beschriebene Technologie plausibel und machbar ist.

Zwischenzeitlich sind diese BHKWs jedoch unwirtschaftlich, da der Staat während meiner Haftzeit die diesbezüglichen Vergünstigungen innerhalb des EEGs gestrichen hat.

Wenden Sie sich bzgl. des Treibstoffes an die norddeutsche Firma (EGM), die It. einer Pressemitteilung bereits hunderte von LKWs mit einem ähnlichen Treibstoff betreibt. Dieser Treibstoff besteht aus Diesel und Wasser im Verhältnis 1:1. Allerdings befürchte ich, dass diese Treibstoffherstellung in Deutschland lahm gelegt wurde, weil diese Firma mit der Prokon fusionierte, die sich derzeit mit einem Insolvenzverfahren herumschlagen muss. Ich hoffe damit Ihre Fragen ausreichend beantwortet zu haben.

Absender:                   H.S. aus N.
Codename:                 H.S.
Email vom:                 24. Januar 2014 12:34 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Ihnen danke ich für die Hinweise, die Sie mir haben zukommen lassen, um diesem Prozess ein Ende zu bereiten. Ich habe diesbezüglich mit meinen Anwälten gesprochen und sie werden jetzt, nach der Urteilsverkündung, nichts unversucht lassen, dem Recht seinen ihm zustehenden Stellenwert einzuräumen. Mit Datum vom 27.02.2014 wurde bereits Revision beantragt. Das Dilemma ist jedoch, dass wir fast bis zu einem halben Jahr auf die schriftliche Urteilsbegründung des Landgerichtes Nürnberg-Fürth warten müssen. Erst dann kann die Revision mit schriftlicher Begründung beim BGH eingereicht werden. Es wird wohl oder übel noch eine lange Zeit vergehen, bis dieser Fall geklärt ist – wenn überhaupt.

Auch Ihren Hinweis auf den Film „WATER – Die geheime Macht des Wassers” finde ich sehr interessant. Sie schreiben u.a.:

[...] Ein japanischer Wissenschaftler wird gezeigt, der ein Auto mit einem Gemisch aus Diesel (79%), Wasser (20%) und einer Emulsion (1%) fährt. Zur Demonstration trinkt er noch einen Schluck des Wassers, bevor er es dem Gemisch beigibt. Das Gemisch alleine bringt schon 20% Kraftstoffersparnis. Zudem sind die Verbrauchswerte auch noch günstiger, als beim Dieselfahrzeug. [...]“

Wenn sich einige der User diesen Film anschauen, dann wäre ich diesen sehr dankbar, wenn Sie mir darüber berichten würden. Im Endeffekt ist aber schon alleine daran zu erkennen, dass diese Technologie auf Dauer nicht mehr aufgehalten werden kann – gleich wie viele Personen man noch dafür bestrafen will.

Absender:                   P.H. aus Willstädt
Betreff:                        Ihr Verfahren
Email vom:                  21. Januar 2014 14:46 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Herr H., sie fragen mich, ob es denn überhaupt eine Klage gab. Logischerweise gab es eine solche, die aufgrund einer einzigen Anzeige erfolgte. Diese wurde von einem cholerischen Vermittler erstattet, der selbst bei seiner Anzeige angab, dass er sich nicht sicher sei, ob es sich hier um Betrug handele und er konnte auch keinen einzigen Geschädigten benennen. Die Anklage lautete dann auf „banden- und gewerbsmäßigem Betrug”. Ob Sie die Klageschrift der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einsehen können ist mir leider nicht bekannt. Sie können allerdings unter meiner Email-Adresse kontakt@horstkirsten.de meine 358-seitige Verteidigungsschrift als PDF-Datei anfordern. In dieser gehe ich auf alle einzelnen Punkte der Anklageschrift ein. Dennoch würde es mich interessieren, weshalb Sie sich für diese Daten interessieren. Ist es privater oder geschäftlicher Natur? Auf eine Antwort Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

Absender:                    S.F. vom Bodensee
Betreff:                        Der größte Gerichtsprozess im Bereich Erneuerbare  Energien in Deutschland am 09.01.2014 in Nürnberg
Email vom:                 04. Januar 2014 19:44 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Frau F., für Ihre Email möchte ich mich auf diesem Wege ganz besonders bedanken, zumal Sie in dieser beschreiben, was Sie diesbezüglich schon am eigenen Leibe erlebt haben. Ich darf hier nur einen kleinen Auszug aus Ihrer Email zitieren:

,,[...] mein 2007 mit 92 Jahren verstorbener Großcousin war ein erfolgreicher Erfinder und hielt unzählige Patente. Einzig der Erfolg mit seiner Dampfmaschine”, die er in 20 Jahren Forschung perfektioniert hatte, war ihm nicht vergönnt. Darüber war er am Ende seines Lebens zutiefst enttäuscht und verbitterte schließlich. Seine Modelle schenkte er deshalb dem Technikmuseum [...]. Ich betreute ihn in seinen letzten drei Lebensjahren und kann deshalb sagen, dass er als Erfinder an gebrochenem Herzen starb. [...]“

Frau F., es hat sich in der Zwischenzeit nicht viel verändert. Im Gegenteil: Die Interessengruppen, denen es nicht an einer Einführung neuer Technologien liegt, sind weitaus stärker und mächtiger geworden. Auch wenn wir derzeit in einer Gesellschaft leben, die im Umbruch begriffen ist, so sind es doch nur einige wenige Menschen, die Zivilcourage zeigen. Und so lange sich daran nichts ändert, wird nichts anderes geschehen, als das, was der GFE-Group widerfahren ist.

Das zweite Thema, welches Sie in Ihrer Email ansprechen, wurde von mir auch schon thematisiert, jedoch sind mir hier die Hände aufgrund meiner Haft gebunden. Ich habe keinen Zugriff zu allgemein zugänglichen Informationsquellen wie beispielsweise dem Internet. Insofern kann ich mich in dieser Materie nicht so schlau machen, dass mein Wissen darüber vor Gericht Bestand haben kann. Im allgemeinen Interesse zitiere ich nochmals einen Auszug Ihrer Email:

[...] Ich selbst bin hier am Bodensee als Prozessbeobachter/n aktiv und erlebe die Willkür der Justiz. Nur in Arbeitsgerichten gibt es echte Richter. Die anderen Gerichte sind Handelsgerichte, eingetragen als Firmen im internationalen Branchenverzeichnis www.upik.de f…]”

Die User können sich auf dieser hier erwähnten Website selbst informieren, ob und inwieweit dies der Realität entspricht. Frau F., nochmals herzlichen Dank für Ihre netten und aufmunternden Worte. Es würde mich sehr freuen, wieder von Ihnen zu hören.

Absender:                    F.M. aus Obertshausen
Betreff:                        GFE-Skandal
Email vom:                 07. Januar 2014 23:52 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Hallo Herr M., wie Sie sicher schon bemerkt haben, habe ich in meinem Schlusswort einige Passagen Ihres an mich gerichteten Briefes benutzt. Dafür vielen Dank, denn ich habe damit bzgl. der richtigen Formulierung einiges an Zeit einsparen können. Ich darf sicher einige Passagen aus Ihrer Email zitieren, die für alle User, aber insbesondere für viele der Geschädigten, von großer Bedeutung sind:

[...] Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth schließt trotz fehlender Grundlagen am Dienstag, den 30.11.2010 auf Verdacht des bandenmäßigen Betruges” den normalen Geschäftsbetrieb der Firma GFE in Nürnberg und leitet ein Ermittlungsverfahren gegen 17 Beschuldigte ein.

Die Käufer der BHKW-Anlagen werden trotz Vorliegen eines Kaufvertrages nicht als Eigentümer, sondern als Anleger bezeichnet und aufgefordert sich an die Polizei zu wenden. Mit keiner Information werden die Eigentümer der BHKWs auf die Sicherung ihres persönlichen Eigentums in der Pressemitteilung 14/10 der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vom 30.11.2010 hingewiesen. Der Pfändungsbeschluss des Amtsgerichtes Nürnberg vom 25.11.2010 als Vertreter des Freistaats Bayern als Gläubiger gegen die GFE [...] als Schuldner [...] führt damit letztendlich zur Kontensperrung durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und zur Inhaftierung der für einen normalen Geschäftsverkehr notwendigen Unterschriftsberechtigten z. B. für die Zahlungsanweisungen der bestehenden Verträge. Damit kam es zu einem nicht unerheblichen Schaden der Firma GFE in Nürnberg und damit für alle Beschäftigten, aller Vertragspartner, sowie letztendlich auch für den Steuerzahler. Mit Datum vom 30.12.2010 wurde durch Beschluss des Amtsgerichtes Nürnberg die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Bei der vom Amtsgericht angeordneten Insolvenzverwaltung wurde das Fremdeigentum, trotz nachgewiesenen Kaufverträgen, vom Insolvenzverwalter weiterveräußert. Hierbei kam es nachweislich zum Diebstahl und damit zur Rechtsverletzung durch den Insolvenzverwalter [...]

Mir ist es schleierhaft, wie die Käufer der BHKWs den Verkäufer mit Forderungen unter Druck setzen, obwohl ihr gekauftes Eigentum vom Insolvenzverwalter unrechtmäßig der Insolvenzmasse zugeschlagen und weiterveräußert wurde. Mir ist schleierhaft, wie die Eigentümer der BHKWs auch noch durch die eigenen Anwälte auf eine falsche Fährte gesetzt werden und nach Zahlung der Anwaltsgebühren bei einer insolventen Firma eine Entschädigung erwarten. [...]

Zur Ergänzung der Wahrheitsfindung über die tatsächlichen Ursachen für dieses unrühmliche Verfahren verweise ich auf die Gesetzesänderung über die Förderung von Rapsöl als nachwachsender Rohstoff unter der EEG Gesetzgebung. Mit Beschluss vom 01.07.2011 durch den Bundestag, als Gesetzgeber, wurde die gesetzliche Förderung von Rapsöl zum 01.01.2012 zum Nachteil der Betreiber abgeändert. [...]

Warum wurde die Förderung von dem nachwachsenden Rohstoff Rapsöl zum 01.01.2012 eigentlich eingestellt? Gab es einen besonderen Grund gerade Rapsöl von der EEG-Förderung auszunehmen oder gibt es indirekte Verbindungen zwischen diesem unrühmlichen Schauprozess gegen die Firma GFE in Nürnberg mit ihrem Wundermotor” und den Aktionen der zuständigen Gerichtsbarkeit und der Staatsanwaltschaft in Nürnberg-Fürth? [...]“

Wie ich ja schon erwähnte, gab es tatsächlich im Vorfeld Gespräche mit den Finanzministerien in Bayern und Baden-Württemberg. In erster Linie ging es darum, dass sich viele Finanzämter weigerten, den BHKW-Käufern die Umsatzsteuer zurück zu erstatten – und das, obwohl die GFE-Group alle durch den Kaufpreis eingenommenen Vorsteuer pünktlichst an die Finanzämter abführte. Lt. Mitteilung aus dem bayerischen Finanzministerium sollte das komplette GFE-Modell und dessen steuerliche Behandlung, aufgrund der bestehenden Irritationen, auf Bund-Länder-Ebene endgültig geklärt werden. Mit der Einstellung der Förderung für Rapsöl hat man somit das komplette GFE-Modell im Nachhinein unterlaufen und es für den deutschen Markt unwirtschaftlich gemacht. Wohl nur wieder mal ein Zufall.

Herr M., Sie haben vollkommen Recht, in diesem Rechtssystem habe ich keine Chance – was jetzt auch das ergangene Urteil unter Beweis stellt. Den von Ihnen vorgeschlagenen Deal mit der bayerischen Justiz wollte und konnte ich nicht eingehen, da dies nicht meiner Natur entspricht. Jetzt im Nachhinein und einem etwas klarerem Blick kann ich Ihnen jedoch beipflichten. Vielleicht wird sich dennoch einmal die Möglichkeit finden, dass meine Frau und ich auf Ihr Angebot, mit Ihnen und Ihrer Gattin einen Urlaub in der „sächsischen Schweiz” zu verbringen, zurück zu kommen. Wir werden wirklich sehr viel Gesprächsstoff haben – davon bin ich, wie Sie, fest überzeugt.

Absender:                  J.G. aus Emskirchen
Codename:                Emskirchen
Betreff:                       Diesel-Wasser
Email vom:                 06. Januar 2014 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Herzlichen Dank für den Ausdruck des Artikels, der wieder unter Beweis stellt, dass die von uns angebotene Technologie nicht in das Reich der Phantasie gehört, wie es uns das Gericht zu glauben versuchte. Wenn ich Ihre Email richtig interpretiere, dann kann kann jeder User diese unter folgender Website finden:

http://www.papenburg.de/?hid=24&bid=2337

Ein wirklich bemerkenswerter Artikel, der ein jeden zum Nachdenken anregen sollte. Ich will hier an dieser Stelle keine Wertung abgeben, denn es soll sich jeder selbst ein Bild darüber machen, wie in unserem Land mit derartiger Technologie verfahren wird.

Absender:                   Anonym aus der Schweiz
Betreff:                        Prozesse
Email vom:                 09. Januar 2014 13:23 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Normalerweise antworte ich auf anonyme Emails nicht. Ausnahmsweise werde ich dennoch aktiv, da diese Zuschrift aus der Schweiz kommt und sich mit vielen mir aus deutschen Landen zugesandten Informationen übereinstimmt. Es ist schon eine Farce, dass ich mich, trotz GG Art. 5 Abs. 1 nicht aus allgemein zugänglichen Quellen, wie beispielsweise dem Internet, informieren kann, denn ansonsten hätte ich mich mit der hier angesprochenen Thematik weitaus besser beschäftigen können. Lt. GG hat jeder Bundesbürger das Recht dazu. Der Zugang zum Internet wäre auch im Falle meiner Verteidigung ein wahrer Helfer gewesen, insofern sehe ich mich auch in diesem Falle von der Justiz beschnitten. Im Folgenden will ich nur den Text dieser Email wiedergeben und hoffe, dass der anonyme Absender sich wieder bei mir meldet, denn jetzt will ich endlich wissen, welchen Wahrheitsgehalt ich dem hier Niedergeschriebenen zumessen darf:

[...] ich habe von Euch bereits vor einigen Jahren gehört und bin jetzt erneut auf Euch gestoßen. Beim Durchlesen Eurer Blog-Einträge bin ich froh, dass ich nicht an Eurer Stelle bin. Nur schon beim Durchlesen, raubt es mir die Energie. Nichts desto trotz möchte ich Euch Mut und Kraft senden, sowie ein paar nützliche Informationen. Ich hatte selber mit den deutschen Behörden zu tun und konnte es zur Einstellung bringen, da ich die deutschen Gerichte sowie Richter nicht anerkenne.

Folgende Einsprache habe ich gemacht: Ich erkenne Eure Gesetze, Gerichte und Richter aus folgenden Gründen nicht an:

Deutschland ist kein rechtmäßiger Staat

Deutschland besitzt keine Verfassung, jedoch einen Verfassungsschutz (was für ein Witz)

Deutschland ist eine ganz gewöhnliche US-Kolonie

Deutschland wird als GmbH von der BRD gehalten

Vor jedem Gerichtstermin, vor Eröffnung des Prozesses, soll sich der Richter eidesstattlich ausweisen!! Kann er nicht, da er von einer Firma angestellt ist. Dazu soll er einen richterlichen Ausweis vorzeigen und seine… (weiß nicht genau wie das heißt) eidesstattliche Nummer aussprechen und gleichzeitig den richterlichen Schwur erneut leisten! Dann kann der Prozess beginnen.

Am besten noch Prozessbeobachter einsteilen und dies dem Richter ebenfalls mitteilen.

In den meisten Fällen wird die Anklage fallen gelassen und wenn nicht, habt Ihr die Möglichkeit, die Firma Deutschland vor dem internationalen Gerichtshof zu verklagen. [...]“

Im großen Ganzen würde ich dieser Email überhaupt keinen Glauben schenken, wenn mir nicht zufällig ein paar Tage später ein Presseartikel in die Hände gekommen wäre, in dem folgendes zu lesen war:

[...] Und auch sonst leben wir eine einzige Lüge. Als ich in den 1970er Jahren für den Vorsitzenden des Commitee on Government Operations des US-Senats arbeitete, sagten mir Senatoren, Deutschland sei bis 2099 eine amerikanische Militärdiktatur, die man ein wenig Demokratie spielen lasse. Demnach wäre die Bundesrepublik Deutschland kein Staat, sondern würde geschäftsmäßig unter Besatzungsrecht (Art. 65, 120, 127,133, 137 Grundgesetz) verwaltet. Das hat dazu geführt, dass die Bundeswehr zur Zeit in über ein Dutzend Ländern amerikanische Miiitäreinsätze unterstützt. Nach 2099 würden die Deutschen amerikanisch sprechen und als US-Kolonie eingemeindet

Doch anscheinend will US-Präsident Obama nicht so lange warten, obgleich er bereits heute über seine Marionette Deutschland den Rest der EU kontrolliert. So sollen wir um jeden Preis - bis hin zum Martinshorn der Polizei – durchamerikanisiert werden und durch ein Freihandelsabkommen, zusammen mit der EU, eng an die USA gekettet werden. f..J”

Dieser Artikel ist in der Zeitschrift „raum&zeit” 185/2013 unter dem Titel

Das kriminelle Netzwerk der Globalisierung” (Autor: Holger Strohm)

nachzulesen. Eine Fortsetzung findet der Artikel dann in der nachfolgenden Erscheinung 186/2013. Dann gibt es da noch eine Berichterstattung, die im Internet unter der Web-Adresse des Kopp-Verlages zu finden ist. Dort ist unter dem Titel:

Abhörskandal: Wie Politiker Deutschland verraten” (Autor: Udo Ulfkotte)

folgendes Erstaunliche zu finden:

Alle deutschen Politiker zeigen sich derzeit erstaunt darüber, dass Briten und Amerikaner sie ausspionieren. Dabei haben sie das doch selbst abgesegnet.

Alle deutschen Bundeskanzler haben den Amerikanern seit Jahrzehnten beim Ausspionieren alier Deutschen geholfen. Und jetzt tun sie auf einmal erstaunt und wollen von alledem nichts gewusst haben. Erst im bayerischen Bad Aibiing und auf dem Berliner Teufelsberg, später auch in Darmstadt und im Taunus bauten die Amerikaner mit Unterstützung der verschiedenen deutschen Bundesregierungen Abhöreinrichtungen, in denen der deutsche Bundesnachrichtendienst keinen Zutritt hatte.

Nicht anders ist es bei den vielen Lauschposten von Amerikanern und Briten an deutschen Glasfaserknotenpunkten. Nein, es ist keine Verschwörungstheorie, dass deutsche Bundeskanzler Hochverräter sind. Seit den Tagen von Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger und Willy Brandt haben die Bundeskanzler einen Unterwerfungsbrief” gegenüber den Vereinigten Staaten unterschrieben. Sie anerkennen darin, dass sie zuerst zum Wohle der Alliierten – und nicht vorrangig zum Wohle des deutschen Volkes – handeln werden.

Zum ersten Mal enthüllt hatte das der SPD-Politiker Egon Bahr, der 1969 als Staatssekretär im Kanzleramt aus nächster Nähe mitbekam, wie wütend Willy Brandt darüber war, dass er auf Verlangen der Alliierten einen solchen Unterwerfungsbrief’ unterzeichnen musste und als deutscher Bundeskanzler fortan kein freier Mensch war. Vor allem unterschrieben die deutschen Kanzler, dass sie den Amerikanern und Briten rückhaltlos das Ausspähen deutscher Unternehmen und der Bevölkerung gestatten.

Für die Zusendung von Kopien beider Artikel herzlichen Dank an Frau O.G. aus Nürnberg. Es mag sich jeder selbst seine Gedanken darüber machen, inwiefern nach solchen Berichterstattungen der Bundesrepublik Deutschland und deren Institutionen noch Glauben geschenkt werden kann. Als einer von der deutschen Justiz Betroffener fühlt man sich voll und ganz, um es höflich auszudrücken, verschaukelt. Wenn all das, was ich hier ab- bzw. niedergeschrieben habe, nicht der Realität entspricht, dann frage ich mich, weshalb die Bundesrepublik Deutschland bzw. dessen „gewählte” Vertreter zu diesen Themen keine Stellung beziehen. Es wäre doch normalerweise ganz einfach zu widerlegen.

Absender:                  J.M.
Codename:               Johannes
Betreff:                      Wie kann ich helfen?
Email vom:                13. Januar 2014 19:07 - Eingang hier am: 03. Februar 2014

Herr M., bei Ihnen möchte ich mich für Ihre Anteilnahme und die angebotene Hilfe recht herzlich bedanken. Leider hat es das System nicht zugelassen, dass unser Konzept den Weg zum Markt gefunden hat. Zu aktiven Zeiten der GFE-Group war dieses Modell, aufgrund der schon vorhanden gewesenen Erfindung und der staatlichen Rahmenbedingungen, eine wirklich umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Strom-und Wärmeerzeugung, die sich auch noch als sehr rentabel darstellte.

Den Rest der Geschichte kennen Sie. Zuerst hat man unsere Firma samt der Serienproduktion lahm gelegt, hat die Verantwortlichen des bandenmäßigen Betruges bezichtigt und weggesperrt und dann im Nachhinein von politischer Seite dafür Sorge getragen, dass dieses Konzept, von wem auch immer es kopiert werden sollte, keine Rentabilität mehr darstellt,

Dies kann natürlich nur Gültigkeit für den deutschen Markt haben. In anderen Ländern steht man diesem Produkt und vor allen Dingen dem von uns angebotenen Konzept offener gegenüber. Diesbezügliche Angebote liegen mir schon seit geraumer Zeit vor. Bitte verstehen Sie, dass ich mittlerweile in einem Alter und aufgrund der langen Haftzeit müde und mürbe geworden bin, dass ich an einen Wiederaufbau, selbst im Ausland, kein großes Interesse mehr habe, zumal durch diesen Fall auch tausende von Menschen einen großen Schaden davontragen mussten. Dieses Risiko will und werde ich nicht noch einmal eingehen. Kein Mensch konnte damals nur erahnen, dass derartiges in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland möglich ist.

Den Rest meines Lebens will ich meiner Frau und meiner Familie widmen, die während meiner Geschäftstätigkeit viel zu sehr von mir vernachlässigt wurden und nun noch lange Zeit auf mich verzichten müssen. Dennoch hoffe ich, wieder von Ihnen, Herr M., zu hören – es würde mich wirklich freuen.

Absender:                   Hans-Jürgen Ahlers aus Celle
Betreff:                        Mail an Erwin Ströbele – zur Information
Email vom:                 26. Dezember 2013 05:22 - Eingang hier am: 13. Januar 2014

Betreff:                        Weihnachtspakete
Brief vom:                   22. Januar 2014 - Eingang hier am: 28. Januar 2014

Betreff:                        Was ist Betrug?
Brief vom:                   25. Januar 2014 - Eingang hier am: 13. Februar 2014

Betreff:                        Blog Drei Jahre in U-Haft”
Brief vom:                   10. Februar 2014 - Eingang hier am: 19. Februar 2014

Bei Dir muss ich mich extra entschuldigen, nicht zuletzt deshalb weil ich von Dir eine Menge Zusendungen erhalten habe, die ich aus bereits erwähnten Gründen vorerst unbeantwortet lassen musste. Ich musste Prioritäten setzen und es war in diesen Wochen weitaus wichtiger, mich der Endphase des Prozesses zu widmen. So, wie ich Dich kenne, bringst Du hierfür Verständnis auf. Danke dafür.

Du hast mir in Deiner o.a. Email geschrieben, dass Du, wenn Du hier vor Gericht aussagen darfst, die Richter fragen willst, ob sie vom Physik-Unterricht noch wissen, was Elektrolyse ist und dass mit teurem Strom damit Wasser=H20 in die Atome Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden. Immerhin sei mit dieser Technik die V2 von Wemher von Braun von Peenemünde nach London geflogen. Weiter sei eine Dreistufen-Rakete, die Saturn V, 1970 mit dieser Technologie zum Mond geflogen. Hans-Jürgen, zum Einen hätten die Richter Dich als Zeugen überhaupt nicht zugelassen und zum Anderen hätte Deine Aussage sie nicht interessiert. Nicht zuletzt deshalb, da Deine Aussage, nach deren Meinung, in keinem unmittelbaren Zusammenhang zu dem mir unterstellten „bandenmäßigen” Betrugsverdacht steht. Zumindest haben sich die Richter in der Vergangenheit mit etlichen Ablehnungen von Beweisanträgen in dieser Art aufgestellt.

Ich schätze, dass auch Deine Email vom 26.12.2013 an Erwin Ströbele auf wenig Gegenliebe und womöglich auf keine Reaktion stieß. Ich darf hier nur einen Auszug Deiner Email an Erwin Ströbele wiedergeben:

f…] Du weißt doch wie das Volk: Geld regiert die Welt.Bilderberger und die oberen 1 % wollen möglichst teure Energie. Wir beide und die unteren 99% wollen möglichst billige Energie. Informiere Dich bitte über den GFE - Horst Kirsten - Prozess in Nürnberg.

Mein Brieffreund Horst Kirsten feiert gerade sein 4. Weihnachten unschuldig in Nürnberg in U-Haft. Er hat es gewagt, [...] billige Blockheizkraftwerke aus China zu importieren. Seine [...] 150 Leute haben die auf 3/4 Wasser- und 1/4 Rapsöl-Antrieb umgerüstet. Seine Kunden konnten ihre Energie um 75% billiger produzieren, weil Finanzminister Schäuble Wasser nicht besteuern kann. [...]“

Das Thema, lieber Hans-Jürgen, sollten wir nun begraben. Wie Du sicher weißt, bin ich nun für 9 Jahre verurteilt worden und kein einziger Politiker hat sich bis dato nur einen Schritt bewegt, trotz unzähliger Zuschriften. Wir müssen akzeptieren, dass diese Thematik keinen wirklich interessiert, weil es so wahnsinnig vielen Interessengruppen zuwider wäre. Und diese sind sehr mächtig. Es besteht für uns nicht der Hauch einer Chance, solange unser System so ist, wie es ist.

Weiter möchte ich mich für das Weihnachtsgeschenk, das Buch von Andreas Retyi „Energie ohne Ende” bei Dir recht herzlich bedanken. Ich kann nur jedem Interessierten raten, dieses Buch zu lesen, denn es eröffnet einem zuvor nicht für möglich gehaltene Horizonte. Weiter vielen Dank für die weiteren vertraulichen Unterlagen, die Du mir mitgesendet hast. Ich kann nur sagen: Höchst interessant!!!

Du meinst, ich solle mich mehr und deutlicher zu Gott bekennen. In meinem Weihnachtsbrief, den ich auf dieser Website veröffentlicht habe, habe ich, so glaube ich wenigstens, mich klar zum Glauben an Gott bekannt, wobei ich das aus einer nicht allgemein üblichen Perspektive sehe. Auch mit dem Gefängnispfarrer hier in der JVA pflege ich mittlerweile einen schon freundschaftlichen Kontakt. Außerdem lasse ich es mir nicht nehmen, jeden Sonntag als Lektor beim Gottesdienst für Gefangene tätig zu sein. So kann ich Gott wenigstens ein wenig von dem zurück geben, was er mir gegeben hat.

Das Lesen des von Dir letzten Briefes musste ich auf mehrere Tage verteilen. Es handelt sich hierbei um die Ausdrucke aus dem o.a. Blog der Nürnberger Zeitung mit dem Titel „Drei Jahre in U-Haft”. Ein Herr A.M. schimpft und wettert darin, was das Zeug hält. Es wäre ja irgendwo noch verständlich, wenn er dabei sachlich bleiben würde und nicht jedermann, der ihm widerspricht sofort beleidigt. Aber auch sein Wissen ist derart lückenhaft, so dass er sich mit seinen Blog-Einträgen zurückhalten sollte, zumal er vom Gericht mittlerweile klar erwiesene Umstände vorsätzlich falsch wiedergibt. Ich werde hier versuchen, das ein oder andere falsch in die Welt Gesetzte richtig zu stellen und kann mich nicht zügeln, den ein oder anderen Eintrag zu kommentieren:

Eintrag von H.R. (05. Februar 201411:41)

Was hier geschieht ist eines Rechtsstaates nicht würdig. Diese Staatsanwaltschaft und Richterschaft ist meiner Meinung nach nicht kompetent. Ich würde sogar sagen korrupt Ich war an zwei Verhandlungstagen im Gericht anwesend und verstehe die Welt nicht mehr. Leben wir hier in einer Bananenrepublik? Wenn man da zuhört könnte man es meinen. Beschämend für den deutschen Staat und ich kann nur hoffen, dass die von diesem Staat” Geschädigten entsprechend entschädigt werden. Aber die bayerische Justiz (vor allem die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth) ist ja bekannt dafür wegen Ihrer schlechten Ermittlungen (siehe Gustt Mollath). [...]“

Schön, dass sich hier jemand meldet, der selbst vor Ort war und die Vorgehensweise des Gerichts live miterlebt hat. Dessen Aussage darf man sicher ernster nehmen, als die vielen Schreiber, die weder die GFE-Group noch den Prozess selbst miterlebt haben. Ich möchte jetzt, wie angesprochen, zu Herrn M. Stellung beziehen:

Eintrag von A.M. (05. Februar 2014 22:09)

[...] das war sogar noch schlimmer: Die Staatsanwältin ließ sich einige Tage vor Prozessbeginn zur Richterin ernennen und schied für dieses Skandalverfahren aus! Ist ein Lacher! Traurig, aber wahr! Vorher wollte sie keine Akteneinsicht gewähren. Die Kripo hat Dinge gebracht, die wirklich auf Methoden aus der Zeit von NS-Untersuchungen schließen lassen. Macht totale Hetze gegen Vermittler um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, unterschlägt im gleichen Atemzug wichtige Videos. Also mit einem Rechtsstaat hat das dort in Nürnberg nichts mehr zu tun. f…]”

Auch wenn A.M. in der Folge weiter schreibt, dass er von meiner Schuld überzeugt sei, aus welchen Gründen auch immer, so hat er dennoch erkannt, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zuging.

Eintrag von A.M. (08. Februar 2014 00:33)

[...] Wie viel Kohle geben Dir St. und Kirsten vom Ergaunerten ab, dass Du die Geschädigten an der Nase herumführst [...]?”

Dieser Angriff geht gegen Dich und ich werde dies hier gerne beantworten. Weder St. noch meine Person geben irgendjemandem etwas ab, um die Geschädigten an der Nase herum zu führen. Wenn Herr M. den Fall genau beobachtet hätte, dann könnte er eine derartige Frage überhaupt nicht stellen. Außerdem redet er hier von „Ergaunertem”. Er sollte sich mit solchen Äußerungen zurückhalten, denn selbst die Staatsanwaltschaft und das Landgericht Nürnberg-Fürth haben und hatten auf alle Konten Einblick und mussten feststellen, dass kein einziger Cent zweckentfremdet wurde, wenn man von üblichen Vergütungen, wie Provisionen und dgl. ausgeht.

Eintrag von A.M. (05. Februar 201415:56)

[...] Die Aussagen des Herrn Meyer sind nicht wahr!” [...] Ganz wichtig sind auch die gekauften Gutachten des TÜV und der DEKRA! [...]“

Wie kann er eine solche Aussage treffen, ohne die Aussagen des Herrn Meyer im Einzelnen zu kennen? Zum Einen existieren schon hunderte derartig betriebene Motoren, die in Fahrzeugen eingebaut sind und zum Anderen kann er gerne auf die Patentanmeldungen des Herrn Meyer zurückgreifen. Weiter sollte er versichert sein, dass eine Patentanmeldung für ein Gerät, dass nicht funktioniert oder funktionieren kann, vom Patentamt überhaupt nicht angenommen wird. Er soll bitte einem anderen Menschen nicht unterstellen, dass dessen Aussagen nicht real sind, wenn er selbst nicht ausreichend recherchiert hat. Es ist weiter eine komplett irrsinnige Behauptung, wir hätten den TÜV und die DEKRA für eine Gutachtenserstellung gekauft. Ist Ihm eigentlich bewusst, welch eine Beschuldigung er hier öffentlich ausspricht? Er soll doch einmal versuchen den TÜV oder die DEKRA zu kaufen. Er wird es mit Sicherheit nicht schaffen. Beide Institutionen können es sich beileibe nicht leisten, sich „kaufen” zu lassen. Im Übrigen haben die Prüfer alle hier vor Gericht ausgesagt und keiner dieser Zeugen hat Zweifel an der Richtigkeit der Prüfung gehegt. Wenn er, wie er sich in einem weiteren Blog-Eintrag vom selben Tag weiter auslässt, TÜV und DEKRA waren nachweislich gekauft, dann sollte er diesen Nachweis auch offenbaren.

Eintrag von A.M. (05. Februar 201417:03)

[...] Die Staatsanwaltschaft Nürnberg arbeitet in der Tat nicht sauber! Aber das bedeutetnicht, dass die GFE keine Straftaten begangen hat. Alles deutet eindeutig daraufhin! Mit Alles” meine ich all unsere eigenen Ermittlungen, die schon aufwendig waren und bis heute nicht widerlegt wurden [...]“

Er spricht hier von eindeutig und von eigenen Ermittlungen. Diese sollte er, wenn Sie wirklich vorhanden sind, doch veröffentlichen, denn damit würde er der Justiz einen sehr großen Gefallen tun, denn diese hat es bis zum heutigen Tage nicht geschafft, die gegen uns erhobenen Vorwürfe zu beweisen. Sie hat zwar ein Urteil gefällt, wobei dieses allerdings nur deshalb zustande kam, dass man einem Sachverständigen Glauben schenkte, der diese Art der Technologie nicht kennt. Nicht zuletzt meldeten die meisten Verteidiger Revision an. Wenn Herr M. eindeutige Beweise vorlegen kann, dann war er auf alle Fälle besser als die ermittelnden Behörden, denn diese haben es in fast vier Jahren Ermittlungsarbeit nicht geschafft, einen eindeutigen Beweis vorzubringen. Das ergangene Urteil wird von keinem einzigen Beweis getragen.

Eintrag von A.M. (OS.Februar 21:05)

[...] Nicht ein einziges Gerät hatte ein sogenanntes ESS (oder Genset, wie Herr St. es nennt) eingebaut. Nicht ein einziges ESS / Genset wurde gefunden. Weder in den bereits fertigen Containern, noch in den ans Netz angeschlossenen, noch sonst wo. [...] Nirgendwo gab es auch nur ein einziges Genset.

[...] Kirsten und Zumkeller können doch kein Geld in Millionenhöhe einnehmen, sich ihren Teil als verdiente Provision” herauseisen, dann nichts liefern, weil sie nichts im Gegenwert außer einige wenige wertlose Notstromaggregate haben [...]“

Schon alleine diese Aussage zeigt mir, wie weitreichend und gründlich seine Ermittlungen bzw. Recherchen waren. Zum Einen ist das ESS (Energy-Saving-System) nicht gleich zu setzen mit einem Genset. Ein Genset ist ein fertiges und betriebsbereites BHKW. Davon soll seiner Meinung keines gefunden worden sein? Es existierten definitiv und das hat auch das Gericht bestätigt, hunderte, wenn nicht gar sogar tausend, dieser BHKWs, die bereits im Besitz der GFE-Group waren. Das dürfte auf keinen Fall strittig sein.

Was das ESS betrifft – auch da unterliegt er einem großen Irrtum. Bei unseren Blockheizkraftwerken wurde das Rapsöl über die Abwärme vorgewärmt, um die Viskosität zu erhöhen und so eine bessere Verbrennung zu gewährleisten. Zusätzlich haben wir verschiedene Komponenten in die BHKWs integriert, die es insgesamt als ESS ermöglichten, den Kraftstoffverbrauch deutlich zu reduzieren. In diesem Zusammenhang wäre hier noch die Nano-Technologie benannt, die ebenfalls zum ESS gehörig ist. Und all diese Komponenten waren sehr wohl bereits in den fertig gestellten Containern wieder zu finden. Im Übrigen standen etliche fertig gestellte Container auf dem Firmengelände, bereit zum Abtransport, um ans Netz angeschlossen zu werden. Die Staatsanwaltschaft hat dies durch ihre Aktion jedoch verhindert.

Nicht Kirsten und Zumkeller haben Geld in Millionenhöhe eingenommen, sondern die GFE-Group. Und dieses Geld wurde, einem Geschäftsbetrieb entsprechend, zum größten Teil für die Anschaffungen der BHKWs und den Geschäftsbetrieb genutzt. Weiter wurden Provisionen an die Vermittler gezahlt, was in einem Vertrieb die normalste Sache der Welt ist. Wenn er auf die „verdiente Provision” der Herren Kirsten und Zumkeller verweist, dann kann ich nur sagen, dass auch hier seine Recherchen mehr als mangelhaft sind. Diese beide Herren haben sich weitaus weniger ausgezahlt, als ihnen It. Geschäftsplan zugestanden hätte. Die Summe der Auszahlungen an beide Personen war jeweils nicht einmal 2%. Das Gericht und die ermittelnden Behörden werden ihm dies sicher bestätigen können.

Es grenzt schon an völliges Unwissen, wenn er in diesem Zusammenhang von wenigen wertlosen Notstromaggregaten spricht. Wenn er unter wenig, mehrere hundert oder gar tausend Stück meint, wenn er unter wertlos, die vom Kunden erworbenen hochwertigen Markengeräte meint und wenn er unter dem Begriff Notstromaggregat, betriebsfähige auf lange Betriebsdauer ausgerichtete Blockheizkraftwerke meint, dann hat er Recht. Er sollte zukünftig nicht irgendwelche Behauptungen in den Raum stellen, die er nicht imstande ist, unter Beweis zu stellen, denn wenn dem so wäre, dann wäre es für das Gericht ein Leichtes gewesen, uns innerhalb kürzester Zeit zu verurteilen. Die lange Dauer des Prozesses sollte selbst ihn zum Nachdenken anregen, zumal die hier geschilderten Umstände vom Gericht nicht bestritten werden.

Weiter möchte ich auf die Unterstellungen des Herrn M. nicht eingehen. Es gäbe noch unzählige Behauptungen, die ich ihm hier widerlegen könnte, aber er hat wie viele andere auch, die Möglichkeit sich über meine Website, mein Prozess-Tagebuch und meine Verteidigungsschrift kundig zu machen. Bei aufmerksamem Studium derselben wird ihm auffallen, dass viele Argumente, die er wohl unbekannter Weise ins Feld führt, unangemessen und einfach falsch sind. Damit lässt sich höchstens negative Stimmung machen. Einem Forum würde es auch besser zu Gesicht stehen, wenn man auf der sachlichen Ebene bleibt und die hier öfter untereinander auftretenden persönlichen Beleidigungen beiseite lässt.

Absender:                    E. + A.R. aus W.
Email vom:                  28. Januar 2014 09:45 - Eingang hier am: 03. März 2014

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Wie Sie sicher in vorstehenden Texten erkannt haben, bin ich es leid, mich zukünftig im Bereich der erneuerbaren Energien zu engagieren, da die Gegenseite derart mächtig ist und man sich damit nur noch ohnmächtig fühlt. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht weiterhin für unser aller Recht und für die Gerechtigkeit kämpfen werde. Mein an Sie und alle anderen Vermittler gerichtetes Angebot steht nach wie vor. Der Revisionsantrag ist der erste Schritt dazu. Die ehemaligen Vermittler und/oder deren Anwälte können mich gerne mit Fragen bombardieren – ich werde, soweit es mir von hier aus möglich ist, alles wahrheitsgemäß beantworten. Wir sollten uns alle nicht zur Melkkuh dieses Systems machen lassen. Frau R., vielen Dank auch für Ihre Unterstützung, die mir wieder einmal bestätigt, dass es auch noch Menschen gibt, die ihren logischen Menschenverstand einsetzen.

Absender:                    I.F. aus Lauterbach
Betreff:                        Fw: Hilfe in Steuersachen – hat sich im Moment erledigt
Email vom:                  07. Februar 2014 08:02 - Eingang hier am: 03. März 2014

Frau F., auch hier gilt nach wie vor mein Angebot. Wenn ich helfen kann, so werde ich dies in jedem Falle tun. Immerhin liegen mir sehr viele Ermittlungsakten vor, aus denen ich das ein oder andere entnehmen kann. Ich bin auch nicht abgeneigt, den ein oder anderen Ausdruck an die betreffenden Geschädigten zu versenden, soweit dieser der persönlichen Angelegenheit dienlich ist. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass ich Daten eines Dritten nicht weitergebe bzw. weitergeben kann. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit einem solchen Vorgehen den Datenschutz unterlaufen würde und ich habe definitiv keine Lust, der Gerichtsbarkeit einen erneuten Grund zu liefern, mich wieder vor den Richter zu zitieren.

In diesem Sinne will ich es für heute belassen und freue mich schon jetzt auf Eure weiteren Zuschriften. Das Prozess-Tagebuch wird mit dem 94. Verhandlungstag vorerst beendet, soll aber für jedermann einsehbar im Netz belassen werden. Auf alle Fälle möchte ich auf mein Schlusswort am 93. Verhandlungstag hinweisen, dass ich alle User bitte zu beachten.

Ihr Horst Kirsten

Frohe Weihnachten

An alle meine Freunde, User und Mitstreiter

Leider ist es mir in diesem Jahr nicht möglich, jedem einzelnen von Euch eine persönliche Weihnachtskarte zu senden. Wie Ihr sicher alle aus meinem Prozess-Tagebuch entnommen habt, befindet sich der Prozess derzeit in der Beweisaufnahme, in der die Zeugen gehört werden, die über Beweisanträge der Verteidigung in die Verhandlung eingeführt wurden. Derzeit habe ich gerade wieder 41 Beweisanträge fertigzustellen, was eine wahnsinnige Arbeit mit sich bringt. Weiter will ich aber auch mein Prozess-Tagebuch nicht vernachlässigen und habe noch Einiges zu tun, um all Eure Schreiben und Emails zu beantworten. Bitte nicht böse oder sauer sein, wenn es diesmal ein wenig länger dauert. Ich habe ja die leichte Hoffnung gehegt, dass ich Weihnachten wieder bei meiner Frau und Familie feiern kann. Eine diesbezügliche Haftbeschwerde wurde vom Gericht ja abgeschmettert, weil ich wohl ein vermeintlich höchst gefährlicher Mitbürger bin. So werde ich es nun in Kauf nehmen müssen, bereits mein viertes Weihnachtsfest hinter diesen Mauern verbringen zu müssen. Dennoch möchte ich es nicht versäumen, Euch mit diesem Schreiben meine Weihnachts- und Neujahrswünsche, verbunden mit einem Gebet von Franz von Assisi, zu übermitteln:

Herr, mache uns zum Werkzeug Deines Friedens,
dass wir Liebe üben, wo man sich hasst.
Verzeihe, wo man sich beleidigt,
verbinde da, wo Streit ist,
die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
Dein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
Freude mache, wo der Kummer wohnt.

Lass uns alle das Weihnachtsfest in Frieden genießen,
Lass all das Leid in diesen Tagen an uns vorübergehen,
Lass uns nur in lächelnde Gesichter sehen,
Lass den Glauben an das Gute im Menschen erwachen,
Lass Gerechtigkeit unter den Menschen lebendig werden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Familie und Freunde und bitte eröffnet das neue Jahr mit Gedanken an eine gute Zukunft. Positives Denken ist angesagt – und wenn es auch noch so schwerfällt. Jeder von uns hat Höhen und Tiefen. Für das Jahr 2014 wünsche ich Euch allen nur noch Höhen.

Euer Freund
Horst Kirsten

Antworten auf mir zugegangene Emails, Facebook-Nachrichten und Briefe (Stand 27.11.2013)

Liebe Freunde, User und Mitstreiter,

dieses mal dauerte es leider etwas länger, diese Antworten hier zu formulieren. Die ganzen letzten Tage war ich damit beschäftigt, Beweisanträge und Erklärungen für einen der nächsten Verhandlungstage zu fertigen. Die Richter haben anscheinend auch langsam genug, von diesem lang andauernden Prozess. Mir geht es da ja nicht anders – nur, dass die Gerichtsbarkeit dies hätte schon längst verkürzen können, wenn sie sich nicht auf so wahnsinnig vielen Nebenkriegsschauplätzen aufgehalten hätte. Ich kann nur empfehlen, mein Prozess-Tagebuch in den nächsten Tagen im Blick zu behalten, denn nun hoffe ich doch, dass ich über die von mir eingereichten Beweisanträge, Zeugen vernehmen lassen kann, die definitiv firm in dieser Technologie sind und über jeden Zweifel erhaben sind. Da können sich die sogenannten vom Gericht bestellten Sachverständigen warm anziehen. Ich habe zwar mit diesen Anträgen honorige Zeugen benannt, die über die von uns angewandte Technologie fachkundig berichten können, bin mir allerdings nicht sicher, ob sich das Gericht damit zufrieden gibt. Aus diesem Grund starte ich hiermit den Aufruf an alle die Personen, die bzgl. Öl-Wasser-Emulsionen und/oder Wassereinspritzung Erfahrungswerte nachweisen können und bereit wären, diese diesem Gericht zu bestätigen. Wahrscheinlich werden diese Zeugen nicht gebraucht, aber mittlerweile bin ich bei dieser Gerichtsbarkeit immer nur am Zweifeln.

Für alle, die sich auch über unser Privatleben Sorgen gemacht haben, will ich an dieser Stelle vermelden, dass meine Ehefrau, endlich nach fast einem Jahr nach der Haftentlassung eine Wohnung gefunden hat. In der letzten Woche konnte sie dort einziehen. Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich mich das macht. Endlich ist sie wirklich frei und unabhängig. Für alle, die ihr die ganze Zeit die Daumen gedrückt haben, ein herzliches Dankeschön.

Nun möchte ich noch zu einem Thema kommen, womit sich viele sicher nicht so gerne beschäftigen. Es geht hier in der Hauptsache um Menschen, die mehr an ihren Eigennutz, als an Gerechtigkeit denken. Teilweise geht das schon so weit, dass solche Menschen es in Kauf nehmen, dass andere massiv darunter leiden. Ich will das mal an einem Betspiel meiner Ehefrau festmachen. Es gibt da draußen eine Menge Menschen, die nach der übereilten unsinnigen Aktion der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am 30.11.2010 nichts Besseres zu tun hatten, als gleich zu einem Anwalt zu rennen, der den ihnen entstandenen Schaden einklagen soll. So weit, so gut.

Einen Tag zuvor glaubten all diese Menschen noch an den Erfolg der GFE-Group. Es bestand nie ein Grund, der dies in Zweifel hätte ziehen können. Kein einziger dieser Menschen wurde seitens der GFE-Group geschädigt. Alle erhielten ihre versprochenen Pachten und das war auch für die komplette Laufzeit von 20 Jahren gewährleistet. Das Ziel der GFE-Group war von Anbeginn an, ein Konzept zu kreieren, an dem alle finanziell partizipieren. Wir haben bei der GFE-Group extra hierfür einige Sicherheitsstufen eingebaut, die ich hier kurz erläutern möchte:

Zum Einen waren wir von Beginn an schon in der Lage, durch Treibstoffvorerwärmung eine Treibstoffreduzierung von 30 % zu erreichen, was dazu führte, dass wir alle prospektierten Werte erreichen konnten.

Als erste Sicherheitsstufe haben wir uns dann der Wasserbeimischung zugewendet, um die Treibstoffreduzierung zu erhöhen. Unser Entwicklerteam hat dies auch schon frühzeitig erreicht, was auch Gutachten vom TÜV und von der DEKRA bestätigten. Ein endgültiger Langzeittest war für Dezember 2010 geplant, wozu man es seitens der Justiz, trotz Wissen hierüber, nicht mehr kommen ließ.

Dann war noch eine zweite Sicherheitsstufe in Planung. So wollte die GFE-Group aus ihren Gewinnen bereits stillgelegte Groß-BHKWs bis in hohe Megawattbereiche aufkaufen, die sie im Bestand gehalten hätte. Diese Groß-BHKWs bestanden in der Regel aus Schiffsmotoren, die wir mit unserer Technologie, dem ESS ausgestattet hätten. All diese BHKWs hatten schon die Einspeiseerlaubnis nach dem EEG. Ein einziges dieser Groß-BHKWs hätte Einspeisevergütungen erbracht, wie vergleichsweise 10 bis 100 der von uns aufgestellten Container. Die GFE-Group hätte damit eine Liquidität erreicht, wie sie seinesgleichen auf dem Markt sucht. Kein Kunde hätte eine sicherere Pachteinnahme über 20 Jahre auf dem Markt gefunden. Aber auch dieses Geschäft wurde durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth im Vorfeld zunichte gemacht.

Es ist zwar absurd darüber nachzudenken, aber wenn eines oder gar beide dieser Möglichkeiten, aus welchen Gründen auch immer, nicht funktioniert hätten, dann wäre immer noch sichergestellt gewesen, dass ein jeder Kunde der GFE-Group seine ihm vertraglich zugesicherte Pacht über 20 Jahre erhalten hätte. Hier vor Gericht wird die Funktionsfähigkeit der BHKWs mit einer Rapsöl-Wasser-Mischung bestritten – und dabei spielt es eigentlich nur eine untergeordnete Rolle.

Die dritte Sicherheitsstufe ist relativ leicht zu verstehen und nach heutigem Wissensstand hätten wir diese niemals benötigt. Wenn wirklich alle Stricke gerissen wären, dann hätten Neukunden bei Abschluss einen Pachtvertrag mit einem geringeren Pachtzins erhalten. Bei Altkunden wäre niemals etwas verändert worden. Die kaufmännische Kalkulation lässt dies zu, wovon die Staatsanwaltschaft allerdings keine Ahnung hat.

Viele der Kunden, die bei uns ein BHKW erwarben, waren von einem Tag auf den anderen davon überzeugt, dass sie betrogen wurden, schon allein aus der Tatsache heraus, weil die Staatsanwaltschaft überfallartig die GFE-Group in Beschlag nahm und Pressemitteilungen verbreitete, die jeder Grundlage entbehren.

Nun, ich kann verstehen, dass man als betroffener Kunde so schnell als möglich wieder an sein Geld will, zumal bei einigen die Existenz gefährdet war. Was ich nicht verstehen kann, ist, warum diese Kunden sich überhaupt ein BHKW kauften. Die GFE-Group war immer darauf bedacht, jedem zweifelnden Kunden erst dann zum Kauf zu raten, wenn die Bilanzen der GFE-Group das ausweisen, was sie auch versprochen hat. Während der Geschäftstätigkeit haben wir zweifelnden Kunden, nachdem sie schon ein BHKW erworben haben und die Rücktrittfrist schon abgelaufen war, ohne „Wenn und Aber” ihren Kaufpreis zurück erstattet und das Geschäft als „nicht abgeschlossen” angesehen. Zu jeder Zeit legten wir großen Wert auf Kundenzufriedenheit.

Nach dem berüchtigten 30.11.2010 wurde von diesem angesprochenen Kundenkreis geklagt, was das Zeug hielt. Zivilanwälte verstärkten, nicht zuletzt aus Eigennutz, diese Klagewelle gegen alle hier „unschuldig” Angeklagten. Kaum einer dieser Kunden kam auf die Idee, sich an die wirklichen Verursacher zu halten. Hätten diese Kunden schon damals in die richtige Richtung Forderungen gestellt, dann wäre dieser Prozess hier wohl nie eröffnet worden.

Ich bin nunmehr schon mehr als drei Jahre in U-Haft und habe die ganze Zeit dazu genutzt für Gerechtigkeit im Sinne aller Geschädigten, auch für die gegen uns klagenden Kunden, zu kämpfen. Eine Episode ist mir dann doch sehr nahe gegangen, was mich mittlerweile an meinem Kampf für diese Kunden zweifeln lässt.

Meine Ehefrau saß mehr als 2 Jahre unschuldig in U-Haft. Man hat ihr alles genommen, was man ihr nur nehmen kann. Wir besitzen keine Wohnung, kein Geld, kein Auto und keine Arbeit, sodass meiner Frau nur noch der Weg in Hartz IV verblieb. Außerdem wurde der Ruf auf lange Zeit derart geschädigt, dass dies eines Rechtsstaates nicht mehr würdig ist, ungeachtet der psychischen und gesundheitlichen Probleme, die ein derartiger Haftaufenthalt mit sich bringt. Sie wurde aus diesem Strafprozess entlassen, weil auch das Gericht nach so langer Zeit endlich zu der Auffassung kam, dass meine Ehefrau in keinster Weise eine Schuld zuzumessen ist. Man sollte jetzt meinen, damit wäre die Sache erledigt.

Dem ist mitnichten der Fall. Die Zivilprozesse gegen meine Ehefrau laufen weiter. So hat gerade kürzlich wieder ein Zivilgericht ein Urteil gesprochen, dass meine Ehefrau zur Rückzahlung eines BHKWs an einen dieser hier benannten Kunden verpflichtet sei. Dieser Kunde hat nun einen Titel gegen meine Ehefrau. Ein Kunde, der von der GFE-Group niemals betrogen worden ist, darf jetzt glücklich darüber sein, dass er meiner Ehefrau wie auch anderen unschuldig Angeklagten den Rest des Lebens schwer machen kann. Die Urteile der Zivilgerichte resultieren alle aus Akten, die die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth diesen zur Verfügung gestellt hat. Bekanntermaßen sind diese Akten alle einseitig zu Lasten der Beschuldigten ausgelegt. Das reicht dem Zivilgericht, um ein Urteil zu fällen.

So ergehen regelmäßig derartige Urteile, die mir den Kampf um die Gerechtigkeit mehr als nur erschweren. Ich darf mich hier in der JVA mittlerweile schon mit drei Umzugskartons, gefüllt mit derartigen Dokumenten herumschlagen. Eines sollte diesen Kunden, auf die ich nach heutiger Sicht gerne verzichtet hätte, klar sein. Alle hier Beschuldigten, die von Ihnen auf Schadensersatz verklagt werden, werden nach diesem Prozess über keinen einzigen Cent mehr verfügen, weil der Staat sich hier schon ausreichend bedient hat. Das hätte Ihr Anwalt Ihnen schon weitaus früher sagen können, aber dann hätte er kein Honorar von Ihnen erhalten,

Eine andere Strategie wäre sicher für alle Beteiligten erfolgversprechender gewesen. So wie ich das sehe, ist dieser Zug allerdings schon abgefahren. Manchmal sitze ich in meiner Zelle und denke über das Sprichwort

Tue nichts Gutes, dann widerfährt Dir nichts Böses”

nach. Ich will dieses Thema jetzt beenden, wobei ich nur noch eines loswerden will: Das GFE-Team und ich haben während der Geschäftstätigkeit der GFE-Group nur Vorteilhaftes für unsere Kunden gewollt und geschaffen. Dann wurde ich Opfer der Justiz, weil man (wer immer das auch sein mag) es nicht in Ordnung fand, ein derartiges Produkt und ein derartiges Konzept, auf dem deutschen Markt zu etablieren. Nach meiner Inhaftierung habe ich mich stets für die Interessen unserer Kunden stark gemacht und habe meinen Kampfeswillen für alle eingebracht. Mir war klar und dessen bin ich mir bewusst, dass viele ehemalige Kunden an den Rand des Ruins gebracht wurden – aber nicht durch die GFE-Group. Sie, die hier von mir angesprochenen Kunden, sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie die Not nicht gelindert, sondern nur verstärkt haben. Ich danke Ihnen für das vermeintliche Vertrauen, dass Sie der GFE-Group damals entgegen gebracht haben.

Wenn ich schon dabei bin über Enttäuschungen zu sprechen, möchte ich auch kurz über Beschuldigte reden, die hier vor diesem Gericht sogenannte Teilgeständnisse abgelegt haben. Es ist doch sehr verwunderlich, dass sich die hier Angesprochenen mit einem Teilgeständnis „rein” waschen wollen, und das obwohl sie überhaupt nicht schmutzig waren. Teilgeständnisse haben in zwei Fällen ausgereicht, relativ kurzfristig aus der U-Haft entlassen zu werden.

Einer dieser Angeklagten gibt an, bereits im August 2010 gedacht zu haben, es könnte sich hier um Betrug handeln. Gerade dieser Angeklagte war lt. Besprechungsprotokollen, die in den Ermittlungsakten zu finden sind, über alle relevanten Geschäftsinternas informiert und bewarb sich im September/Oktober 2010 bei mir für eine Führungsposition bei der GFE Energy AG. Seine Lebensgefährtin, die hier vor Gericht eine Aussage traf, wusste nichts von seiner angeblichen Betrugsvermutung. Er hat niemals diese Thematik mit ihr besprochen und das, obwohl diese Frau ebenfalls für die GFE-Group tätig war.

Bei dem zweiten Fall eines Teilgeständnisses handelt es sich um eine Person, die fast ähnliches wiedergab. Wenn man die Vermutung hat, man arbeitet in einer Firma, die auf Betrug ausgerichtet ist, dann frage ich mich, weshalb genau dieser Mitarbeiter noch ein BHKW für 150.000 Euro gekauft hat, was ihn jetzt die Existenz gekostet hat.

Diese beiden „Teilgeständnisse” kann ich im Hinblick auf Familie und Kinder noch nachvollziehen. Diese beiden Personen hatten zumindest noch den Anstand, keinem anderen Beschuldigten die Schuld zuzumessen.

Gerade in den letzten Tagen erfolgte ein drittes unwahres Teilgeständnis, welches ich allerdings aufs Schärfste verurteile. Es war schon eine jämmerliche Veranstaltung wie sich der Beschuldigte mit seinem sogenannten Geständnis bemühte, das Gericht von seiner Unschuld zu überzeugen. Das Schlimme daran ist jedoch die Tatsache, dass er die Schuld zwei anderen Beschuldigten zuweist. Tragisch an diesem Zwischenfall im Gerichtssaal ist, dass ihm das fast keiner abnahm, was er da von sich gab. Selbst das Gericht fragte am Schluss nochmals nach, ob dies von ihm ernsthaft so gemeint war, was er dann auch bestätigte. Somit geht seine Falschaussage zu den Gerichtsakten und wird damit Bestandteil der Anschuldigungen gegen die beiden von ihm Beschuldigten sein.

Ich habe gerade heute vormittag eine Erklärung für das Gericht fertiggestellt, in der ich auf diese Problematik eingehe: Ich werde dort u.a. folgendes erklären:

[...] empfinde ich die Taktik, wie hieraus den Beschuldigten unwahre Teilgeständnisse entlockt werden, nicht eines Rechtsstaates würdig. Die Teilgeständnisse geben andere Fakten wieder, wie die, die in den Ermittlungsakten zu finden sind. Insofern werden schon im Jahr 2010 verfasste Protokolle und Niederschriften des hier benannten Personenkreises, die im Gegensatz zu den abgelegten Teilgeständnissen stehen, von der Justiz ignoriert, nur des Geständnisses wegen. Dennoch hat sich keiner der hier Beschuldigten im Sinne der Anklage schuldig gemacht. Aus diesem Grund können diese Beschuldigten nur angeben, vermeintlich an Betrug gedacht zu haben. Belegen werden sie dies nie können, da der Tatbestand des Betruges zu keiner Zeit vorhanden war. Jeder, der hier Beschuldigten hat das Recht auf Freiheit, welches man ihm genommen hat. So ist es nicht verwunderlich, wenn einzelne Beschuldigte, im Hinblick auf Familie und Kinder, bereit sind, vermeintliche Teilgeständnisse abzulegen, die zu einer schnelleren Freilassung führen können. [...]“

Mir ist es nicht bekannt, ob der ein oder andere nur deswegen ein Teilgeständnis abgelegt hat, weil er bzw. seine Verteidigung mit der Justiz einen „Deal” eingegangen ist. Diese Praktiken werden in vielen Verfahren angewendet, um die vermeintlich Beschuldigten zu einem Geständnis zu verleiten. Oft wird dabei auch schon über ein vermindertes Strafmaß gesprochen. Eine so lang andauernde U-Haft macht es geradezu möglich, die „Sprechbereitschaft” eines Häftlings zu erlangen, auch wenn dessen Angaben nicht der Wahrheit entsprechen. Der Justiz ist auf alle Fälle weitergeholfen.

Aus den letztgenannten Gründen, Kunden die ohne Rücksicht auf das, was sie damit anrichten, gegen uns klagen und Beschuldigte, die wohlwissend einer Unschuld, andere ans Kreuz hängen, werde ich mich in den nächsten Tagen und evtl. Wochen mit mir selbst auseinandersetzen, für wen und was ich überhaupt noch kämpfe. Den einzigen Grund den ich heute sehe, sind meine Frau und meine Kinder. Nicht vergessen möchte ich dabei die vielen Freunde (darunter auch viele Ex-Kunden der GFE-Group, die nach wie vor hinter mir stehen), die mich in der ganzen Zeit immer unterstützt haben. Für Euch alle werde ich auf alle Fälle weiterkämpfen. Das Leben macht einen schlauer und sicher werde ich im verbleibenden Rest meines Lebens meine Freunde genauer betrachten. Ich fühle mich derzeit wie ein Krieger, der in die Schlacht ging, um für Recht und Gerechtigkeit zu kämpfen. In dieser Schlacht liefen mir einige Freunde davon, weil sie die Schlacht unterschätzt haben und während ich mich in dieser Schlacht immer noch mit allen möglichen Feinden schlage, hat man mir zuhause Hab und Gut genommen und mich überall als Bandit verleugnet. Es ist doch logisch, dass ich mich jetzt frage, ob ich mich auch noch in der nächsten Schlacht für alle oder nur für einen kleinen ausgesuchten Kreis schlage.

Absender:                  Hans-Jürgen Ahlers aus Celle
Betreff:                       raum&zeit-Artikel von Gerhard Lukert
Brief vom:                  28. Oktober 2013 - Eingang hier am: 08. November 2013
Email vom:                 28. Oktober 2013 14:51 - Eingang hier am: 20. November 2013

Hans-Jürgen, vielen Dank für die Zusendung des Artikels in „raum&zeit” (Nr. 186 November/Dezember 2013) von Gerhard Lukert. Bevor ich hierüber ein paar Worte verliere, möchte ich einen Teil dieses Artikels zitieren:

Titel des Artikels: „Das Wasser macht’s – Der Weg in die Energie-Zukunft ist nicht mehr lang” Ab Seite 66 findet sich dann ein Absatz betitelt mit: „Durchbruch in Nürnberg”

[...] Den ersten realen Durchbruch erzielten wohl zwei Entwickler bei der Firma GFE in Nürnberg. Die GFE wollte Blockheizkraftwerke mit besonderem Wirkungsgrad herstellen und dann mit einem interessanten Finanzierungsmodell vertreiben. Leider hatte das Finanzierungsmodell schnellere Beine als die Motorenentwicklung im Labor. Die Außendienstmitarbeiter hatten mehr als 50 Millionen Euro eingesammelt, da war der Motor noch gar nicht fertig. Und so etwas ist dann ein gefundenes Fressen für die Staatsanwaltschaft. Besonders wenn ein solcher Motor eine Gefahr für die Interessen der Öl- und Energiekonzerne darstellen würde.

Also wurde der Motor von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und alle, die um ihn herumtanzten, trippelten im Entengang ins Gefängnis. Der Gerichtsprozess, begonnen vor einem Jahr, ist heute noch nicht zu Ende und der Motor inzwischen verrostet. Doch er hat funktioniert. Man hat ihn mit Diesel heißgefahren. Sobald er ausreichend Temperatur hatte, wurde der Diesel mit Wasser emulgiert und der Wasseranteil fortlaufend erhöht. In einem kurzen Übergangsstadium läuft solch ein Motor dann quasi als Dampfmaschine, gewinnt seine Energie aus der Dampfexplosion des eingespritzten Wassers.

Wenn die Temperatur dann hoch genug geworden ist – im Kolbenraum eines Dieselmotors werden punktuell 2700 Grad erreicht – dann wird das Wasser beim Einspritzen thermolytisch gespalten. Unmittelbar hinterher, wenn die Temperatur nur ein wenig durch die Brennraumvergrößerung wieder sinkt, kann das eben entstandene Knallgas gezündet werden. TÜV und DEKRA haben diesen Motor geprüft, er braucht nur noch 20 Prozent Diesel, der Rest kann durch Wasser ersetzt werden.

Der Autor dieses Aufsatzes hat dem Prozess gegen die GFE im Landgericht Nürnberg beigewohnt, um die Zeugenaussagen zum Motor und die heftigen Diskussionen um die Gutachten selbst beurteilen zu können. [...]

Hans-Jürgen, solche Artikel von fachkundigen Journalisten sind viel zu selten zu finden. Auf diesem Wege will ich mich auch beim Autor bedanken, denn er ist einer von wenigen, der diesen Fall aus der richtigen Perspektive betrachtet. Hier sollte man jedoch erwähnen, dass die GFE den Motor zwar mit Diesel gestartet hat, dann aber beim Lauf auf Rapsöl in Verbindung mit Wasser umgestellt hat. In der Folge erwähnt der Autor in diesem Artikel, dass es zweckmäßig wäre, den Motor bzgl. einer Langlebigkeit mit Keramik auszustatten. Dies ist bei uns im Rahmen des „ESS” (Energy-Saving-Systems) geschehen.

Außerdem empfiehlst Du mir hier ein Buch, dass sicher für viele, die sich mit der Materie befassen, hochinteressant sein dürfte. Mir ist es leider nicht möglich, dieses Buch zu lesen, wobei ich hiermit die Bitte äußere, mir evtl. aus diesem Buch Seiten zu kopieren und zuzusenden, die in irgendeiner Form eine Hilfe für diesen Prozess darstellen können. Für alle Interessierten hier kurz die Daten des Buches:

Titel: Energie ohne Ende (Erfindungen – Konzepte – Lösungen), Autor: Andreas von Retyi, Erschienen im Kopp Verlag, 304 Seiten, Best.-Nr. 933 500, Preis: 19,95 Euro (www.kopp-verlag.de)

Ich will Dir nochmals recht herzlich für diese Information danken. Leider glaube ich nicht daran, dass sich die Justiz dadurch abhalten lässt, irgendwann ein Urteil auszusprechen, welches dann im Namen des Volkes geschehen wird. Es soll dann jedem selbst überlassen sein, ob uns das Gericht wirklich in seinem Namen aburteilt. Ich habe nicht den Glauben an die o.a. Technologie verloren (im Gegenteil: Ich habe diesen Motor mehrmals in Betrieb gesehen und konnte mich von der Wahrhaftigkeit der Technik überzeugen), nein, ich habe den Glauben an unser Rechtssystem verloren. Es ist meines Erachtens banal, sich nur auf einen unbegründeten Vorwurf des Betrugs zurückzuziehen, aber es ist das Einfachste für die Gerichtsbarkeit.

Absender:                    J. Seh. aus Theres
Brief vom:                   Ol. November 2013 - Eingang hier am: 16. November 2013

J., G., Ihr habt es definitiv geschafft mit dem Abo der Wochenzeitung „Junge Freiheit” etwas Abwechslung in meinen Knast-Alltag zu bringen. Ich darf Euch sicher zu den Freunden zählen, für die ich diese Schlacht noch schlage, wobei das für die meisten Personen gilt, mit denen ich noch regelmäßig kommuniziere. Es ist wirklich so, wie Du es erwähnst. Man begegnet in diesem Leben immer wieder Menschen, denen nicht alles egal ist. Ist es nicht schön, dass es solche Menschen noch gibt? Was ich in den letzten drei Jahren über Menschen gelernt habe, das grenzt schon an Wahnsinn. Eigenartigerweise musste ich diese Erfahrungen an einem Ort machen, an dem ich relativ wenig zwischenmenschliche Beziehungen pflegen kann und auch nicht unbedingt will. Meine Erfahrungswerte sind positiver und negativer Natur, wobei der Emotions-Pegel weitaus höher und tiefer ausschlägt, als er es da draußen jemals getan hat.

Natürlich interessiert es mich, wie es Euch geht. Es ist ja nicht so, als ob ich das Unglück dieser Welt für mich alleine gepachtet hätte. Ich weiß sehr wohl, wie schwierig die Lebenssituation für einzelne von der Justiz Geschädigte da draußen aussieht. Sicher, Ihr habt zwar Eure Freiheit, aber Ihr müsst Euch mit den vielen Problemen da draußen herumschlagen. Mir hat man diese Verantwortung erstmal genommen, die sicher nach meiner Freilassung mit Brachialgewalt auf mich einstürzen wird. Was mir hier drinnen wirklich fehlt sind tatsächlich die banalen einfachen Dinge. Dinge wie mit Silvia zusammen den Tag zu erleben, mit dem Hund Gassi zu gehen und hier und da ein Treffen unter Freunden. Bei mir ist jeder Tag wie der andere, Abends bleibt mir nichts anderes als TV zu schauen – und das geht mir auch schon auf den Keks. Wir müssen alle lernen, die Situation so zu akzeptieren, wie sie nunmal ist. Wenn man von Ungerechtigkeiten umgeben ist, kann man zwar alles daran setzen, eine Änderung herbeizuführen, aber man wird niemals in der Lage sein, das ganze Gefüge zu verändern – jedenfalls nicht allein.

Was mir beim Lesen Eures Briefes besonders weh tat, ist die Tatsache, dass bei Euch alle Einnahmen weggebrochen sind und Ihr jetzt Gefahr lauft, Euer Haus zu verlieren. Es mag für Euch vielleicht kein Trost sein, aber das Leben besteht aus weit mehr, als die vielen Besitztümer, die man sich im Laufe des Lebens angeschafft hat. Klar, oft steckt da auch sehr viel Herzblut drin. Man muss erkennen, dass ein Leben ohne diese Besitzstände oft genauso reizvoll sein kann. In diesem Zusammenhang denke ich oft an die Menschen, die eine körperliche Behinderung erlitten haben. Gerade die Tage habe ich einen Filmbericht über eine blinde Frau gesehen, die bei einem Autounfall ihr Augenlicht und den rechten Arm verloren hat. Sie hat geäußert, dass sie sich das Leben mit dieser Behinderung hätte niemals vorstellen können, lieber hätte sie sich aufgehängt. Nun nach ein paar Jahren strahlt diese Frau geradezu vor Lebenswillen und Glück. Da haben wir doch weitaus weniger verloren, nicht wahr? Man muss sich nur dessen bewusst sein.

Bei Euch erkenne ich schon den Lebenswillen für die Zeit danach. Mit dem Ausspruch „Hinterm Horizont geht’s weiter” ist doch schon alles gesagt. Träume dürfen erlaubt sein, die kann uns allen auch keiner nehmen, selbst nicht in der größten Not. Solange man träumt, solange lebt man. Ich könnte mich Eurem Traum fast schon anschließen: Ein kleiner Bauernhof, autark und gemütlich. Kosten darf er allerdings nichts. Aber mal ganz ehrlich: Wieso sollte ein solcher Traum nicht in Erfüllung gehen können? Es gibt doch viele Bauernhöfe, die unter normalen Umständen keiner mehr haben will. Evtl. ist dabei noch eine alte Bäuerin oder ein Bauer zu versorgen. Ihr seht, Möglichkeiten gibt es immer.

Ja, Ihr habt Recht. Es scheint hier wirklich erklärtes Ziel zu sein, mich psychisch und physisch kaputt machen zu wollen. Vor einer halben Stunde kam ich von der 77. Sitzung des Gerichts zurück. Ungeachtet, dass ich heute sehr viele Beweisanträge gestellt habe, drückte mir ein Gerichtsbeamter einen Beschluss bzgl. meiner Haftbeschwerde des Landgerichtes Nürnberg-Fürth in die Hand, der folgende Aussage trifft:

[...] Der Antrag auf Aufhebung des gegen den Angeklagten Horst Kirsten bestehenden Haftbefehls des Amtsgerichtes Nürnberg [...] wird zurück gewiesen, [,..]“

Ich brauche Euch sicher nicht zu erklären, was das heißt. Ich werde am kommenden Wochenende in das vierte U-Haftjahr eintreten und muss nun mein viertes Weihnachtsfest und meinen vierten Jahreswechsel unschuldig allein hinter Gittern verbringen. In meinem Prozesstagebuch werde ich noch ein wenig näher auf diesen unmenschlichen Beschluss eingehen. Es scheint wirklich so zu sein, wie Ihr das schildert. Es ist die sicherste Methode sich unliebsamer Personen zu entledigen. Wenn man allerdings glaubt, damit meinen Kampfeswillen zu brechen, hat man sich von dieser Seite aber völlig verrechnet. Mich spornt dies eher an weiter zu machen. Die Taktik der Zermürbung greift allerdings auch schon im Gerichtssaal um sich. In einer Erklärung habe ich dazu Stellung genommen, die Ihr ebenfalls in meinem Prozesstagebuch nachlesen könnt. Ich will mich auch nicht beschweren, wie schwer eine derartige Last zu ertragen ist, denn Gott gibt den Menschen nur die Last, die der Einzelne im Stande ist zu tragen. Das hat mir Silvia schon sehr oft gesagt. Sie weiß gar nicht, wie Recht sie damit hat.

Auf Eure Fragen, ob sich die handelnde Justiz darüber bewusst ist, welche katastrophalen Konsequenzen ihr Handeln für viele Familien hat, will ich nicht allzu viel sagen, denn da sollte sich jeder selbst ein Bild darüber machen. Nur soviel: Ich glaube nicht, dass Menschen wie Du und Ich, bei der Justiz arbeiten könnten. Dafür haben wir viel zu viele menschliche Züge und sind im Gegensatz zu diesen Menschen voll mit Emotionen. Wie soll den ein Richter handeln, wenn er fast bei jedem zweiten Angeklagten, Mitgefühl zeigen würde. Das ginge gar nicht. Insofern wird alles, aber auch wirklich alles, ohne Gefühle abgeurteilt und fertig ist der Salat.

Jedem einzelnen der vermeintlich von uns geschädigten Kunden ginge es heute weitaus besser. Die Justiz hat nicht bemerkt, dass die draußen entstandenen tausend Schicksale alle auf ihr Handeln zurück zu führen sind. Wenn wir jetzt annehmen würden, wir wären nicht einfach so weggesperrt worden, dann hätten die Kunden jetzt nach mehr als drei Jahren schon ihr Geld zurück. Sie würden ein viel besseres Leben führen. Wo die GFE-Group heute wäre, da will ich lieber nicht darüber nachdenken. Wir würden mittlerweile schon das geplante Wohnhaus-Kraftwerk anbieten und hätten in der Energiebranche schon ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Die Sinnhaftigkeit der staatlichen Aktion wird für uns wohl immer verschlossen bleiben. Schon allein die Tatsache, dass man sofort alles kurz und klein geschlagen hat und es niemals in Betracht gezogen hat, den Geschäftsbetrieb, wenn auch unter Aufsicht, im Sinne der Kunden weiterlaufen zu lassen, lässt schon die Vermutung zu, dass dies von vornherein so geplant war.

Unser Rechtswesen ist scheinbar zu einem Geschäft geworden, von dem Scharen von Anwälten, Gutachtern, Justizangestellten und Insolvenzverwaltern recht gut leben können. Nicht vergessen darf man dabei, dass zu einem Geschäft auch eine Gegenleistung erforderlich ist. Und da sind wir wieder bei der Unbekannten, die uns leider nicht offenbart wird (oder besser: nicht offenbart werden darf).

Was Ihr da über Justizopfer schreibt, kann ich nur bestätigen. Täglich werden in der Bundesrepublik Deutschland Fehlurteile gesprochen und damit ist das Leben der Betroffenen ein für allemal zerstört. Dies ist offensichtlich aber nicht so interessant, dass man die Thematik in den Medien zum Anlass nehmen würde, die Öffentlichkeit aufzurütteln. Solange man nicht selbst davon betroffen ist, interessiert es auch nicht. Und genau das ist die Chance, die es der Justiz ermöglicht, nicht mit der notwendigen Sorgfalt an solche Fälle heran zu gehen.

Eure Interpretation einer Falschaussage finde ich sehr interessant. So habe ich das noch nie betrachtet. Normalerweise sollte das Gericht großen Wert darauf legen, das niemand vor Gericht eine Falschaussage tätigt. Das verträgt sich aber nicht mit den „Deals”, die bundesweit täglich zu Hunderten ausgehandelt werden. Da wird von der Justiz geradezu eine Falschaussage erzwungen, denn etwas zu gestehen, was man nicht begangen hat, ist eben auch eine Falschaussage. Aber dann hat der Richter ein Alibi für evtl. ergehende Fehlurteile. Jetzt muss ich mich doch ehrlich fragen, ob ich nicht sogar dazu verpflichtet bin, meine Unschuld immer wieder zu betonen, denn damit laufe ich nicht Gefahr eine Falschaussage, die in sich schon eine strafbare Handlung ist, zu tätigen. Aber genau das ist es, was den Gerichten nicht gefällt und somit werde ich weiter mit ewig lang andauernder U-Haft gequält. Ganz real gesehen will man mich mit einer Falschaussage zu einer strafbaren Handlung verleiten, die mir von Rechts wegen nur Vorteile bringt. Was ist das nur für ein Rechtssystem?

Weiter habt Ihr in Eurem Brief das Thema der Aussageverweigerung angesprochen. Das Recht darauf ist sicher legitim und da will ich auch nicht herum mäkeln. Ich akzeptiere jedwede Aussageverweigerung der hier gehörten Vermittler. Immerhin steht zu befürchten, dass die Staatsanwaltschaft jeden Einzelnen davon gleich unter Anklage stellt, soweit sie dies nicht schon im Vorfeld getan hat. Meine Akzeptanz rührt daher, weil diese Vermittler keineswegs etwas zu der Wahrheitsfindung beitragen können, denn keiner dieser Zeugen war in unsere Technologie eingeweiht und hat auch kein privates oder persönliches Verhältnis zu mir. Da ist es zu verstehen, dass man sich hier vor Gericht, trotz wahrheitsgemäßer Aussage, nicht selbst belasten will, da die Justiz den Verkauf der BHKWs aus einer ganz anderen Brille sieht.

Ich verurteile lediglich die Aussageverweigerung mir nahestehender Personen, die sehr wohl Vieles zur Wahrheitsfindung hätten beitragen können. Im Grunde genommen, wird gegen diesen Personenkreis ja sowieso schon ermittelt und das ist ihnen auch bewusst. Mit einer Aussage hätten sie nicht nur mir und den Anderen hier vor Gericht stehenden Beschuldigten einen Hilfsdienst erwiesen, sondern vor allem sich selbst. Sich derart zurückzuziehen, man könne sich selbst bei einer wahrheitsgemäßen Aussage nicht auf die Justiz verlassen, ist meines Erachtens nur Feigheit. Ich spreche das deshalb so offen an, weil ich dies so empfinde. All diese Personen haben zu Zeiten der Geschäftstätigkeit der GFE-Group über alles Bescheid gewusst und haben auch daran partizipiert. Es war auch ihr gutes Recht, denn ich habe mich in dieser Zeit auf diese Personen verlassen. Wenigstens glaubte ich, mich auf sie verlassen zu können. Es gibt nunmal gute und schlechte Zeiten. Auf Schönwetter-Personal hätte ich gut und gerne verzichten können. Diese Herren hätten mit ihrer Aussage jedem einzelnen inhaftierten Beschuldigten helfen können, einschließlich meiner Person, indem sie nur die Wahrheit von sich gegeben haben. Im umgekehrten Fall hätte mich kein Anwalt dieser Welt davon abhalten können, für meine Ex-Kollegen auszusagen – und das insbesondere, weil ich im Wissen der Unschuld dieser Kollegen bin. Ich will über diesen Punkt eigentlich nichts weiter sagen, weil meine diesbezügliche Enttäuschung sehr groß ist.

Ja, es wird ein DANACH geben und darauf freue ich mich. Egal wie lange sich dieser Gefängnisaufenthalt noch hinziehen mag, es wird der Tag kommen, an dem ich wieder in Freiheit sein werde. Auch wenn man dafür Sorge getragen hat, dass Jedermann glauben soll, ich wäre ein gemeiner Betrüger, so werde ich da draußen mein Leben wie bisher aufrichtig und rechtschaffen gestalten. Kontakt werde ich jedoch nur noch mit den Menschen pflegen, die in dieser schweren Zeit gezeigt haben, dass sie wahre Freunde sind. Ihr gehört sicher dazu.

Absender:                  A. G. aus Berg
Codename:                foneberg
Betreff:                       Anfrage
Email vom:                30. Oktober 2013 12:52 - Eingang hier am: 20. November 2013

Nachdem unser Vorhaben von unserem „Rechtsstaat” niedergemacht wurde, fragen Sie sich natürlich, was aus diesem Vorhaben geworden ist. Nun, ich will versuchen, das ganz kurz zu schildern. Unser treibstoff­reduziertes BHKW lief und das war gewissen Leuten nicht recht. Wir wurden weggesperrt und dann hat man, wer auch immer, die existierenden BHKWs durch Beschlagnahme verschleppt oder vernichtet. Es wurden „Experten” hinzugezogen, die glaubhaft machen sollen, dass diese von uns angewandte Technologie nicht funktioniert und nach wissenschaftlichen Glaubenssätzen nicht funktionieren kann. Da geht man nun von aus, die Entwickler sowie auch meine Person für ein paar Jahre weggesperrt zu lassen. In der Zwischenzeit hat man den verbleibenden Mitarbeitern draußen klar gemacht, dass dieses Produkt niemals auf den Markt kommen darf. Mittlerweile wurde durch einen unserer Entwickler ein Patent eingereicht und die Technologie ist dort genauestens aufgeführt. Sie, lieber Herr G., werden insofern von uns kein derartiges Gerät mehr erwerben können und ich rate Ihnen vorerst auch nicht, eines nach unserer Patentschrift nachzubauen. Wenn Sie dies dennoch tun sollten, dann veröffentlichen Sie dies bitte nicht, denn ansonsten kann es Ihnen so ergehen, wie mir bzw. den weiteren Mitbeschuldigten. Es heißt offiziell, dass diese Technologie nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden darf. Den Wahrheitsgehalt dieser Meldung gilt es u.a. hier vor Gericht zu klären. Detaillierte Auskünfte können Sie hier auf meiner Website finden.

Absender:                   E. R. aus Ferlach
Codename:                meinung
Betreff:                       meinung
Email vom:                24. Oktober 2013 14:21 - Eingang hier am: 20. November 2013

Sie werden es nicht glauben, das habe ich mittlerweile bemerkt. Ihre Mitteilung, dass es eine große Gefahr sei, gegen die Interessen der Politik und Ölmultis zu arbeiten, kam leider über drei Jahre zu spät. Damals haben wir das BHKW produziert und waren mit dem Aufbau der Firma und der Verbesserung des Produktes so stark beschäftigt, dass wir die von Ihnen erwähnte Gefahr gar nicht sahen. Unsere Erfahrungen helfen sicher dafür anderen, die ähnliches beabsichtigen. Also vielen Dank für den Hinweis.

Absender:                    A. N. aus Denkendorf
Email vom:                  20. Oktober 2013 21:50  - Eingang hier am: 20. November 2013

Ich darf Ihre Email zitieren, da diese sicher von allgemeinen Interesse ist:

Vor etwa vier Jahren hatte ich Kontakt zu Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Seh. – dieser berichtete mir von einem Gespräch mit Herrn Horst Seehofer, zu dieser Zeit Bundesgesundheitsminister. In diesem Gespräch ging es um erneuerbare Energien. Auf die Frage von Herrn Seh., ob er, Horst Seehofer wisse, dass es schon mit reinem Wasser betriebene Motoren gibt, gab dieser zu dieses zu wissen. Das Problem besteht nur darin, dass die Regierung nicht wisse, wie sie das Wasser besteuern soll. Herr Seh. selbst hat bahnbrechende Erfindungen im Sektor Windkraft gemacht, die auch von der Energie-Lobby unerwünscht sind.

Herr N., Sie werden sicher verstehen, dass dies für mich nichts Neues ist. Wenn Sie es schaffen, Herrn Seh. oder gar Herrn Seehofer dazu zu bewegen, das von Ihnen erwähnte Gespräch hier vor Gericht zu bestätigen, dann können Sie der Bevölkerung einen großen Dienst erweisen. Wir haben in unserem Staat leider das Problem, dass gewisse Fakten bekannt sind, diese aber nicht an die Öffentlichkeit kommen dürfen, weil damit das ganze politische und wirtschaftliche System nicht nur in Frage gestellt wird – es kann mit derartigen Fakten sogar aus den Fugen geraten. Die Justiz tut bekanntermaßen das ihrige dazu, dieses Wissen unter dem Tisch zu halten, ungeachtet der vielen menschlichen Schicksale, die damit ausgelöst werden.

Absender:                    Michael B.
Facebook vom:           11. Oktober 2013 17:19 - Eingang hier am: 20. November 2013
Facebook vom:           17. Oktober 2013 17:02 - Eingang hier am: 20. November 2013

Vielen Dank für Ihre Meldung. So wie Sie, hoffe ich auch, dass das Spiel was man mit uns hier abzieht, bald ein gutes Ende nehmen wird. Meine Gedanken gehen wie Ihre in die gleiche Richtung: Man wird alles daran setzen, uns dran zu kriegen. Hier ist mit wenigen Worten viel gesagt. Ich werde Herrn M. die von Ihnen gesandten Grüße ausrichten. Seien Sie versichert, Herr M. und ich werden solange kämpfen, bis selbst der letzte Justizbeamte von unserer Technologie überzeugt ist, wozu Sie, Herr B., einen großen Anteil geleistet haben. Ich habe mir erlaubt, den Erfinder des Mischsystems als Zeugen vor Gericht laden zu lassen.

Absender:                    Fabian F. aus Dresden
Facebook vom:           02. Nov 2013 18:08 - Eingang hier am: 20. November 2013

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Deinen Facebook-Eintrag nicht nachvollziehen bzw. verstehen kann. Es wäre super, wenn Du mir das kurz erläutern könntest. Evtl. gibt es hier auch noch andere User, die mit Fabian in Kontakt stehen und mich darüber aufklären. Ich bedanke mich schon mal im Voraus. Es geht um folgenden Text:

[...] hallo hier Fabian aus Dresden, eine Avastpetition bringt nichts – Avast ist nicht sauber. Aber Openpetition, starte doch eine Petition zur Freilassung, Mollath könnte helfen wenn die Petition läuft. [...]

So, das soll es mal wieder für heute gewesen sein. Sicher habe ich in meinen Eingangsworten nicht die Meldungen weitergegeben, wie sie jeder gerne hört. Sorry – aber ich bin auch nur ein Mensch und muss schon allein der Psyche und der Gesundheit wegen, mir hier und da meinen Frust von der Seele schreiben. Diejenigen, die dafür Verständnis haben, grüße ich mit dem Versprechen, mich weiter für die gute Sache zu engagieren. Ich freue mich schon wieder auf die nächsten Zuschriften. Bis dahin grüßt Euch Euer

Horst Kirsten